Sanierung Schloss Reinhartshausen steht in den Startlöchern

Schloss Reinhartshausen
Drei Farben bestimmen die Farbgebung des Interior Designs im Hotel, hier ein Zimmer in Navy Blau. © Schloss Reinhartshausen

Noch im zweiten Quartal 2024 soll das bekannte Luxushotel im Rheingau ins Soft Opening gehen. Die Renovierung läuft auf Hochtouren.

Mit großer Spannung erwartet die Branche die Wiedereröffnung des Hotels, die im sogenannten Portalhaus, dem offiziellen Eingangsbereich, beginnen und mit dem Restart des Restaurants "Marcobrunn" by Tristan Brandt abschließen soll.

Architektonische Highlights

Gleich beim Betreten des Hauses erleben die Gäste seinen neuen, offenen Spirit. Die Hotelbar wurde in den großen Lobbybereich verlegt. Rechts des Eingangs erreicht man über drei Stufen die erhöhte Bar. Anstelle der klassischen Rezeption tritt eine ovaler Tisch. Die dahinter liegenden, eingebauten Schlüsselkästchen bleiben erhalten und erinnern mit einem Augenzwinkern an vergangene Zeiten. Zu den Weinbergen hin wird die eigentliche Lobby mit Sitzgelegenheiten platziert. Im Bar- und Lounge-Bereich bedecken helle Teppichböden mit Rieslingknorzen-Motiven den Boden, für die Polsterung der Möbel im Eingangsbereich wurde die Farbe Weinrot gewählt.

Insgesamt dominieren Bordeauxrot, Navy Blau und Smaragdgrün die Farbgebung des Interior-Designs. Passend zur Farbe der Samtpolster in den Zimmern und Suiten werden beispielsweise die Bugholzstühle von Thonet für die Schreibtische eingefärbt. Die Bäder sind entweder in grau-weißem Marmor, in cremefarbenem oder grünem Onyx gehalten. Im Resalitzimmer wird es eine freistehende Badewanne mit Blick auf den Rhein geben, die Mariannensuite erhält eine eigene Sauna und Dampfdusche.

Jedes Einrichtungsdetail für das Hotel wird in Zusammenarbeit mit Interior Designerin Constanze Ladner aus Mainz auf den Geist der stilgebenden, früheren Eigentümerin Prinzessin Marianne abgestimmt, von deren beeindruckender Kunstsammlung zahlreiche Schätze im Haus existieren. Wo immer es möglich ist, werden aus der Historie des Hotels vorhandenen Einrichtungsgegenstände einem Upcycling unterzogen.

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    Schloss Reinhartshausen
    © Susanne Stauß
    Feiert noch im zweiten Quartal sein Soft-Opening: Das Schloss Reinhartshausen.
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    © Schloss Reinhartshausen
    Insgesamt dominieren Bordeauxrot, Navy Blau und Smaragdgrün die Farbgebung des Interior-Designs, hier ein Zimmer in Smaragdgrün.
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    © Susanne Stauß
    Die Bäder sind entweder in grau-weißem Marmor, in cremefarbenem oder grünem Onyx gehalten.
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    Jedes Einrichtungsdetail für das Hotel wird in Zusammenarbeit mit Interior Designerin Constanze Ladner aus Mainz auf den Geist der stilgebenden, früheren Eigentümerin Prinzessin Marianne abgestimmt.
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    © Schloss Reinhartshausen
    Opulenz trifft auf schlichte Moderne: Das Zimmerdesign im Schloss Reinhartshausen.
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    Gisbert Kern
    © Susanne Stauß
    General Manager Gisbert Kern in der Hotellobby. Im Bereich hinter ihm entsteht die Bar.
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    Drei Farben bestimmen die Farbgebung des Interior Designs im Hotel, hier ein Zimmer in Navy Blau.
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    Schloss Reinhartshausen
    © Schloss Reinhartshausen
    Die Einrichtungsdetails verantwortet Interior Designerin Constanze Ladner aus Mainz.

F&B: Sektbar und Tristan Brandt

An die Stelle der früheren Hotelbar tritt die Sekt- und Champagnerbar des Sekthauses Solter. Als Patron für den F&B-Bereich konnte Tristan Brandt gewonnen werden, der nicht nur das frühere Restaurant Marcobrunn zurück zu kulinarischen Höhen führen soll, sondern auch die kulinarische Ausrichtung des Restaurants Blue Garden im Wintergarten und des Gewölbekellers verantworten wird.

Über Schloss Reinhartshausen

Das Boutiquehotel verfügt über 53 Zimmer und Suiten, drei Restaurants und 13 Tagungsräume und Festsäle sowie ein Team von 80 Mitarbeiter. Heutiger Eigentümer ist der Unternehmer Dana Qadir, Geschäftsführender Gesellschafter der Betriebsgesellschaft Hevar Berzenji, General Manager Gisbert Kern.

Seinen hohen Bekanntheitsgrad in der Branche verdankt das Hotel Willi Leibbrand, der die Immobilie 1987 erworben und bis 1991 zu einem beeindruckenden Luxushotel mit der derzeitigen Größe ausgebaut hatte. Nach seinem Tod erlebte das Hotel bewegte Zeiten, firmierte phasenweise unter der Marke Kempinski, später als Tagungshotel der Marke Châteauform, zuletzt diente es ein halbes Jahr als Unterkunft für Geflüchtete.