Wettbewerb Rudolf Achenbach Preis 2026: Die Finalisten stehen fest

Drei Gänge für sechs Personen: In den Halbfinals mussten die Azubis unter Zeitdruck ein komplettes Menü aus einem vorgegebenen Warenkorb zubereiten.
Drei Gänge für sechs Personen: In den Halbfinals mussten die Azubis unter Zeitdruck ein komplettes Menü aus einem vorgegebenen Warenkorb zubereiten. © VDK

Nach drei Halbfinals in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück stehen die Kandidaten für die Endrunde des Kochwettbewerbs fest. Das Finale findet am 20. und 21. Mai in Frankfurt am Main statt.

Mehr als 70 Kochauszubildende aus dem zweiten und dritten Lehrjahr hatten sich laut dem Verband der Köche Deutschlands (VKD) bundesweit für den Rudolf Achenbach Preis 2026 beworben – aus Sternerestaurants und großen Hotels ebenso wie aus Betriebskantinen, Cateringunternehmen und kleinen Landgasthöfen. Eine Jury sichtete die eingereichten Arbeitsablaufpläne in einem anonymen Verfahren und wählte 24 Nachwuchstalente für die praktischen Halbfinals aus. Der VKD und die Achenbach Delikatessen-Manufaktur hatten den Wettbewerb im vergangenen Jahr zum 50-jährigen Jubiläum modernisiert und führen dieses Konzept nun fort.

Die Aufgabe in den Halbfinals war für alle gleich: Planung, Zubereitung und Anrichten eines Drei-Gang-Menüs für jeweils sechs Personen. Jeder Teilnehmende hatte vorab zu zwei möglichen Warenkörben mit Pflicht- und Wahlkomponenten je ein Menü eingereicht. Welcher Warenkorb tatsächlich zum Einsatz kam, erfuhren die Azubis erst am jeweiligen Wettkampftag. In die Gesamtbewertung flossen neben Menügestaltung, Arbeitsweise, Präsentation und Geschmack auch die vorab eingereichten Arbeitsablaufpläne ein.

Halbfinal-Auftakt in Düsseldorf

Das erste Halbfinale fand am 13. März im Albrecht-Dürer-Berufskolleg in Düsseldorf statt. Der Warenkorb sah für die Vorspeise Pulpo und schwarzen Knoblauch vor, im Hauptgang mussten Lammkarree und -schulter verarbeitet werden, das Dessert verlangte Birne und Mascarpone. Die Produkte stellte in allen Halbfinals der Sponsor Transgourmet zur Verfügung, der den Wettbewerb zusätzlich mit Gutscheinen unterstützt: 150 Euro für die Halbfinal-Teilnehmenden, 300 Euro für die Finalisten.

Die Jury um den Vorsitzenden Michael Schneider und Observer Ulrich Schäfermeyer vergab die ersten beiden Finaltickets an Maike Hohndorf vom Dorint Hotel Frankfurt/Oberursel und Shakhrizoda Bakhodirova vom Landhotel Voshövel in Schermbeck. Beide setzten sich gegen sechs Mitstreitende durch.

  • Bild 1 von 3
    Ruldof Achenbach Preis 2026: Finalistin Maike Hohndorf mit Ausbilder Sebastian Hölscher. Die zweite Finalistin aus Düsseldorf, Shakhrizoda Bakhodirova, konnte an der Siegerehrung nicht teilnehmen.
    © VDK
    Ruldof Achenbach Preis 2026: Finalistin Maike Hohndorf mit Ausbilder Sebastian Hölscher. Die zweite Finalistin aus Düsseldorf, Shakhrizoda Bakhodirova, konnte an der Siegerehrung nicht teilnehmen.
  • Bild 2 von 3
    Rudolf Achenbach Preis 2026: Die Finalisten Dennis Weinert von der Traube Tonbach in Baiersbronn (zweiter von links) und Leonie Maier vom „1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant“ in Hayingen. 
    © VDK
    Rudolf Achenbach Preis 2026: Die Finalisten Dennis Weinert von der Traube Tonbach in Baiersbronn (zweiter von links) und Leonie Maier vom „1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant“ in Hayingen. 
  • Bild 3 von 3
    Rudolf Achenbach Preis 2026: Die Finalistinnen Isabelle Hatesuer vom Gasthaus Müller in Göxe (links) und Svea Kropp vom The Fontenay in Hamburg.
    © VDK
    Rudolf Achenbach Preis 2026: Die Finalistinnen Isabelle Hatesuer vom Gasthaus Müller in Göxe (links) und Svea Kropp vom The Fontenay in Hamburg.

Baden-württembergisches Doppel in Fulda

Acht Tage später traten acht Kochauszubildende in der Eduard-Stieler-Schule in Fulda an. Der Warenkorb umfasste Kaninchen und grünen Pfeffer für die Vorspeise, Ochsenbäckchen und Pastinake im Hauptgang sowie Passionsfrucht und Nougat für das Dessert.

Die Finaltickets sicherten sich zwei Azubis aus Baden-Württemberg: Dennis Weinert von der Traube Tonbach in Baiersbronn und Leonie Maier vom „1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant“ in Hayingen. 

Letzte Station in Osnabrück

Das letzte Halbfinale fand am 10. April im Berufsschulzentrum am Westerberg in Osnabrück statt. Im Warenkorb lagen für die Vorspeise Goldforelle, Misopaste und Shiitake-Pilze, für den Hauptgang Schweinefilet sowie frischer Schweinebauch mit Schwarte und dreierlei Karotten, für das Dessert Äpfel und Quark.

Am Ende überzeugten Isabelle Hatesuer vom Gasthaus Müller in Göxe und Svea Kropp vom The Fontenay in Hamburg die Jury und sicherten sich die letzten zwei Finalplätze.

Neben den Transgourmet-Gutscheinen erhielten alle Halbfinal-Teilnehmenden Urkunden und Sachpreise von Partnern – darunter Goodie-Kits von Transgourmet, Messer von Victorinox und Pfannen von AMT. Zudem besteht die Möglichkeit, an einem Training der Köche-Jugendnationalmannschaft teilzunehmen.

Finale in Frankfurt: Foodtrucks und geheimer Warenkorb

Das Finale des Rudolf Achenbach Preis 2026 ist für den 20. und 21. Mai in Frankfurt am Main angesetzt. Veranstaltungsort ist erneut die graffiti-besprühte Naxoshalle, die bereits im vergangenen Jahr als Location diente. Die sechs Finalisten werden dort in Foodtrucks ein Drei-Gang-Menü sowie Fingerfood für vier Personen kochen. Vorab stehen eine Warenerkennung und ein Theorietest auf dem Programm. Der Warenkorb bleibt bis zum Finaltag geheim. red/sar

Über den Verband der Köche Deutschlands e. V. (VKD)

Der VKD ist die größte Gemeinschaft von Köchinnen und Köchen in der Bundesrepublik. Restaurant, Hotel, Gemeinschaftsverpflegung, Catering: Unter dem Motto „Viele Küchen ein Verband“ eint der VKD die unterschiedlichsten Sparten des Gastgewerbes unter einem Dach. Außerdem versteht sich der Verband als Stimme der Köchinnen und Köche.