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Rick van Erp im InterviewSo soll die Expansion der Odyssey Hotel Group gelingen

Die Niederländische Odyssey Hotel Group will ihr Portfolio in den kommenden Jahren von 15 auf 150 Häuser steigern. Wie die ambitionierte Expansionsstrategie umgesetzt werden soll? Das erklärt CEO Rick van Erp im exklusiven Tophotel-Interview.

Tophotel: Herr van Erp, die Odyssey Hotel Group kündigt immer wieder Openings an, zuletzt unter anderem ein Double-Brand-Haus in Hamburg. Wie sehen die Expansionspläne von Odyssey konkret aus?

Rick van Erp: In den nächsten fünf Jahren wollen wir 120 bis 150 Hotels in ganz Europa betreiben. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich der Markt erholen wird. Wir können von einer pandemiebedingten Konsolidierung profitieren und möchten vor allem durch die Übernahme von bestehenden Hotels wachsen. Was die Länder betrifft, liegen dabei Deutschland, Spanien, Niederlande und Finnland im Fokus. Doch wir haben auch Märkte wie Frankreich, UK, Österreich, Griechenland und Belgien fest im Visier. Dank unserer Muttergesellschaft Activum SG, die überwiegend in Spanien vertreten ist, profitieren wir zudem von großen Erfahrungswerten im Hinblick auf Resort-Hotels.

Rick van Erp (54) ist erfahrener Player auf dem europäischen Markt der Hotelbetreiber. Der Niederländer gründete 2012 die Odyssey Hotel Group als Start-up und entwickelte die Gruppe zu einem der größten Franchisenehmer von Marriott International. Zuvor war er als Fondsmanager und Rechtsanwalt tätig. Rick van Erp ist Vorsitzender der Stiftung Radboud Universität Nimwegen und spricht fließend Niederländisch, Deutsch, Englisch und Spanisch. (Bild: Odyssey Hotel Group )

Wie funktioniert Ihr System des White-Label-Operators und wo liegen die Vorteile?

Als White-Label-Hotelbetreiber sind wir unabhängig von den Marken und flexibel in der Entscheidung, welche Hotels wir gegen eine Lizenz eröffnen. Wir betreiben die Hotels selbständig und managen diese mit weniger Grundausstattung. Dafür profitieren wir von einer stärkeren Distributionskraft.

Wieso ist der deutsche Markt interessant und welche Lagen sind spannend?

Deutschland ist für uns der größte Wirtschaftsstandort – vielfältig und dezentralisiert. Es gibt weniger Ketten, noch viele private Hotels in den Städten und ländlichen Gegenden. Da gibt es viele „Hotelschätze“ zu entdecken.

Worauf achten Sie bei der Auswahl der Immobilien, abgesehen vom Standort?

Auf alle Gegebenheiten im und um das Gebäude. Wie gut ist die Erreichbarkeit, welche Zielgruppe wollen wir erreichen, welche Brand passt thematisch zu dem jeweiligen Standort (Ort, Stadt) und so weiter. Zudem achten wir darauf, ob es einen möglichen Hintergrund und geschichtlichen Aspekt gibt. Wie fühlt sich das Haus an? Was strahlt es aus? Ich schaue mir jedes Objekt persönlich und genau an.

„Ich glaube, dass die gute alte Zeit zurückkommen wird“

Aktuell befinden sich vor allem die Stadthotels in einer schwierigen Lage. Wie schätzen Sie die Situation und die Zukunft in Hinblick darauf ein?

Ich glaube, dass die gute alte Zeit zurückkommen wird. Auch wenn es etwas dauern wird und gegebenenfalls kleine Abweichungen dazu kommen. Die Menschen vergessen schnell. So lange wir reisen können und das Geld dafür haben, werden wir immer einen Weg finden, das zu tun. Und auch in entsprechenden Hotels übernachten. Nicht alles lässt sich via Teams-Meeting besprechen und abschließen.

Über die Odyssey Hotel Group

Die Odyssey Hotel Group gehört laut Unternehmensangaben zu den führenden Hotelmanagementgesellschaften am europäischen Markt. Sie wurde 2012 in den Niederlanden gegründet und betreibt heute 15 Hotels mit mehr als 2.000 Zimmern; 30 weitere Objekte sind in der Fertigstellung. Zum aktuellen Hotelportfolio gehören Häuser wie das Design Hotel Glow, Hotel Nassau Breda Autograph Collection, Moxy Düsseldorf Süd, Hotel Schloss Lieser Autograph Collection, The Slaak Rotterdam – ein Tribute Portfolio Hotel, Delta Hotels by Marriott Frankfurt-Offenbach und das Courtyard by Marriott Bremen. Im April 2020 ist die Activum SG Real Estate als Großaktionär der Odyssey Hotel Group beigetreten; sie soll den anvisierten Wachstumskurs der OHG in Spanien, Deutschland, Finnland, Österreich, England, Frankreich und den Niederlanden sichern. In den kommenden Jahren streben die Verantwortlichen den 150. Hotelbetrieb in der EU an.

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