Auslandschef Reiz und Kontrast asiatischer Kulturen

Michael Hofstetter ist Regional Director Franchise Operations Southeast Asia and Pacific bei Wyndham.
Michael Hofstetter ist Regional Director Franchise Operations Southeast Asia and Pacific bei Wyndham. © Michael Hofstetter

In unserer Serie berichten Hospitality-Profis von ihren Erfahrungen in der Ferne. Diesmal: Michael Hofstetter aus Thailand.

Von Thailand war Michael Hofstetter schon als Jugendlicher fasziniert. „Ich war dort mit meinen Eltern im Urlaub und fand den Kontrast zu meiner Heimat spannend“, erzählt der gebürtige Schweizer. „Es war nicht so sauber, nicht so durchorganisiert und nicht so pünktlich.“ Hofstetter wuchs in einem Dorf bei Zug auf, seine Eltern arbeiteten nicht in der Hotellerie. Sein Englisch polierte er während eines Londonaufenthalts auf, nach dem Militärdienst studierte er in Lausanne International Hospitality Management.

Beruflicher Start in Chiang Mai

Während eines Praktikums lernte Michael Hofstetter in Luzern seine spätere Frau Sabrina kennen, die heute General Managerin eines thailändischen Hotels ist. Beruflich schlug er 2011 in Thailand Wurzeln. Ein Angebot, im F&B-Management des Le Méridien Hotels in Chiang Mai einzusteigen, lockte ihn: „Chiang Mai liegt direkt im Dreieck Burma, Laos und China und ist so etwas wie ein spiritueller Ort für die Thailänder. Durch die Öffnung des chinesischen Marktes erlebte die Region ein Riesenwachstum.“

„Man muss mitschwingen. Strenge Ansagen verlaufen hier im Nichts.“

Michael Hofstetter, Regional Director Franchise Operations Southeast Asia and Pacific

Seit 2019 lebt Michael Hofstetter mit seiner Frau und den heute acht- und zehnjährigen Söhnen in Bangkok und betreut seit über drei Jahren von dort für Wyndham die Region Südostasien und Pazifik als Regional Director Franchise Operations. „Bangkok ist der ideale Ausgangspunkt, die Infrastruktur ist hervorragend und die Preise im Vergleich zu etwa Singapur moderat“, sagt er. Er schätze die Offenheit der Thais, mit denen er auch private Freundschaften pflege.

Seine Südostasien-Kenntnisse waren für Hofstetters Einstieg bei Wyndham von Vorteil. „Ich spreche auch ein bisschen thailändisch“, erklärt er. Besonders reizvoll an seiner Position sei es, die unterschiedlichen asiatischen Kulturen und Mentalitäten besser kennenzulernen. „Man muss im jeweiligen Rhythmus mitschwingen und gut in Konfliktmanagement sein. Strenge Ansagen verlaufen hier im Nichts.“

Blick aus einem Executive Bay View Zimmer des Wyndham Singapore auf die drei Türme des legendären Marina Bay Sands.
Blick aus einem Executive Bay View Zimmer des Wyndham Singapore auf die drei Türme des legendären Marina Bay Sands. - © Wyndham Sun Moon Lake

85 Hotels und ehrgeizige Wachstumspläne

Aktuell betreut der 42-Jährige in Südostasien 85 Hotels und rund 25 weitere Openings für 2026. Er sorgt dafür, dass die Markenrichtlinien eingehalten werden und die Gästezufriedenheit gesichert ist. Außerdem unterstützt er die Entwicklung der Franchisenehmer, wozu auch die Einführung eines Management-Traineeprogramms zählte, und er pflegt und erweitert die Beziehungen zu Hoteleigentümern. Nach dem aktuellen Lieblingshotel in seinem Portfolio gefragt, nennt Hofstetter das Wyndham Grand Phu Quoc in Vietnam, ein für ihn sehr besonderes und aufstrebendes Land, das sich zur Konkurrenz Thailands entwickle.