Re-Opening in Nordfriesland So fährt das Hotel Landhafen in Niebüll wieder hoch

Christoph Brunk ist Direktor des kürzlich eröffneten Hotel Landhafen in Niebüll. Er will seinen Gästen vor allem Behaglichkeit bieten. (Bild: Hotel Landhafen in Niebüll i)

Erst im Oktober 2019 hatte das Hotel Landhafen in Niebüll im Kreis Nordfriesland eröffnet. Dann musste das Haus wegen Corona wieder seine Türen schließen. Hoteldirektor Christoph Brunk erzählt im Interview vom zweiten Restart diesmal nach Corona:

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Tophotel: Herr Brunk, wie sind Sie in den vergangenen Wochen mit der Krise umgegangen?

Nach anfänglichen Unsicherheiten durch die Krise haben wir uns schnell und professionell um die weitere finanzielle Ausrichtung gekümmert. Als frisch gegründetes Unternehmen fielen wir zuerst aus allen Förderprogrammen, was kein gutes Gefühl war. Wir haben dann aber nach vorn geblickt, die Zeit genutzt, um unsere Prozesse zu optimieren und um unseren Garten in Schuss zu bringen.

Wie war das Re-Opening?

Das Re-Opening war super. Generell setzen alle Gäste die Maßnahmen toll um und sind sehr verständnisvoll. Die Belegung steigt stetig. Über die Feiertage war sie sehr gut für uns, hier lagen wir bei 70 Prozent Auslastung. Man muss dabei bedenken, dass es einen richtigen Run auf die nordfriesischen Inseln gab, wir aber noch sehr neu sind.

Ist es von Vorteil, dass Ihr Haus „nur“ 42 Zimmer und drei Suiten hat und inwiefern?

Es ist sicherlich ein Vorteil, ein kleines Haus zu haben, um Gästen ein Gefühl der Sicherheit und Behaglichkeit zu bieten. So können wir die Abläufe auch besser koordinieren. Ein großer Vorteil ist, dass wir einen riesigen schönen Garten mit vielen Obstbäumen und kleinen gemütlichen Nischen haben, sowie eine ‘Stube’, welche die Gäste nutzen können. Wir haben also sehr viel Platz, was uns auch zu Gute kommt. Auf unserem weitläufigen Gelände kann man bis zu 15 Minuten spazieren gehen, bis man wieder am Hoteleingang ist.

Welche Klientel beherbergen Sie aktuell?

Unser Klientel ist sehr gemischt – von Junior bis Senior ist alles dabei. Wir bemerken immer wieder, dass sich alle auf einen Tapetenwechsel freuen und sehr glücklich bei uns sind.

Wo liegen die besonderen Herausforderungen durch Corona für Ihr junges Haus?

Eine große Herausforderung ist es, mit den schwankenden Auslastungszahlen für Hotel, Restaurant und Bar zurechtzukommen. Der Personaleinsatz ist so sehr schwierig zu planen. Ganz vorn steht natürlich auch die Finanzierung auf Darlehensbasis, welches zurückgezahlt werden muss, und die Mitarbeiter weiter zu motivieren. Die Hygienemaßnahmen und vor allem die Masken erschweren das Arbeiten doch sehr.

Denken Sie, die ländliche Region im Norden wird von der Krise profitieren? Und wie sieht es mit dem „Wettkampf“ um Gäste in der Region aus?

Die ländliche Region wird auf lange Sicht davon profitieren, davon gehe ich aus. Genau wie die gesamte Hotellerie. Wir versuchen, in diesem Jahr einfach noch so viele Menschen, wie wir nur irgendwie können, von uns und unserem Konzept zu überzeugen. Wir haben ein sehr tolles Produkt hier in Niebüll mit einer einzigartigen Außenanlage würde ich meinen. Ein kleines Paradies mit idyllischem Obstgarten mitten in Nordfriesland.

 

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