Premier-Inn-MutterkonzernWhitbread plant Abbau von bis zu 6.000 Arbeitsplätzen

Premier Inn expandiert zwar deutschlandweit weiter. Der Mutterkonzern kündigt aber an, in Großbritannien bis zu 6.000 Stellen streichen zu müssen. (Bild: Premier Inn)

Der Premier-Inn-Mutterkonzern Whitbread plant, in Großbritannien bis zu 6.000 Stellen abzubauen. In Deutschland will das Unternehmen zeitgleich weiter expandieren, wie eine Sprecherin gegenüber Tophotel bestätigt.

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Bis zu 6.000 Stellen stehen beim Konzern Whitbread auf dem Spiel. Man versuche, die insgesamt 35.000 Mitarbeiter so gut es geht zu halten, erklärt eine Sprecherin. Etwa mit reduzierten Stunden und Sozialausgleich. Dennoch sei die Nachricht des geplanten radikalen Stellenabbaus in Großbritannien wahr. “Auch wenn die Zahl der absolute Worstcase wäre”, so die Sprecherin.

Wie eine weitere Unternehmenssprecherin von Whitbread in Großbritannien mitteilt, seien die Umsätze dort im ersten Halbjahr 2020 wegen der coronabedingten Schließung fast aller Hotels (und Restaurants) der Gruppe stark gesunken. Anfang August hatten dann 98 Prozent der Hotels wieder geöffnet. Von den vergleichsweise schnellen Re-Openings habe die Gruppe zwar profitiert, denn die Umsätze seien im Marktvergleich sehr schnell wieder gestiegen. Dennoch seien die Städte, allen voran London, nicht gut besucht gewesen. Im August habe die Auslastung der Hotels im Durchschnitt bei 51 Prozent gelegen. Bereits im Mai hatte Whitbread zudem eine Kapitalerhöhung in Höhe von einer Milliarde Pfund durchgeführt, um die finanzielle Flexibilität zu erhöhen und die Gruppe sowohl in UK als auch in Deutschland auf lange Sicht sicher durch die Krise führen zu können.

In Deutschland sind von dem neuerlichen Schritt aber aktuell keine Stellen betroffen, versichert die deutsche Sprecherin von Premier Inn. “Hier arbeiten wir weiter an der Expansion, daran halten wir fest.” An insgesamt vier Standorten eröffnet die britische Hotelmarke mit dem lila Logo diesen Herbst neue Premier Inn Hotels und knackt damit die Zielmarke von über 20 Standorten in Deutschland bis Jahresende. Die Hotels entstehen im Business Distrikt Stuttgart-Feuerbach, am Essener Hauptbahnhof, in Leipzig an der Oper und in Hamburg im hippen Stadtteil St. Pauli. Damit erhöht die Premium-Economy-Marke ihr Portfolio auf insgesamt 21 Hotels mit rund 3000 Zimmern auf dem deutschen Markt.

Verena Usleber

 

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