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Start People & Brands People Politischer Rückzug aufgrund der Coronakrise: Sonnenalp-Chef Michael Fäßler zieht Konsequenzen

Politischer Rückzug aufgrund der CoronakriseSonnenalp-Chef Michael Fäßler zieht Konsequenzen

Michael Fäßler, Eigentümer des Fünfsterneresorts Sonnenalp, hat sein CSU-Mandat im Oberallgäuer Kreistag zurückgegeben. Außerdem ist er nach 40-jähriger Mitgliedschaft aus der CSU ausgetreten. Damit ziehe er aufgrund der Coronakrise politische Konsequenzen, so das Unternehmen.

20 Jahre lang sei er für den Kreistag tätig gewesen. Am 24. November habe er sein politisches Engagement beendet. „Die Corona-Krise zeigt mir deutlich, dass sich die Politik und im Besonderen die CSU von meinem Verständnis der Demokratie entfernt. Ich habe meinen Eid bei der Berufung in den Kreistag unter ganz anderen demokratischen Voraussetzungen und einem anderen Verständnis der Politik geleistet“, führt Fäßler aus.

Keine Planbarkeit

Ein unverrückbarer Eckpfeiler seines Engagements sei das Grundgesetz sowie die Gewaltenteilung. „Besonders unerträglich ist für mich die Unberechenbarkeit der jetzigen politischen Führung, das verlorene Verständnis für Gerechtigkeit sowie die Entfernung von den Bedürfnissen der Menschen und des Mittelstands.“

Hinzu käme außerdem die persönliche Enttäuschung, sagt Fäßler: „Seit März wurden sämtliche Briefe und Konzepte unserer Familie an Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Aiwanger nicht beantwortet. Wir wollten mit unserem langjährigen Fachwissen zur Lösung des Corona-Problems beitragen“.

Wirtschaftlicher Ausnahmezustand durch die Krise

Es sei vor Corona schon keine leichte Aufgabe gewesen, den langjährigen sowie jungen Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz in der Hotellerie und Gastronomie zu geben. „Zehn Wochen Lockdown von März bis Ende Mai und nun der Anfang November verhängte Lockdown light mit noch unbekannter Verlängerung – durch die Coronakrise befinden wir uns in einem wirtschaftlichen Ausnahmezustand par excellence.“

Finanzielle Hilfen noch nicht angekommen

Der wirtschaftliche Umsatzverlust betrage bis zum heutigen Tag fast zwölf Millionen Euro. „Von den angepriesenen Hilfen der Bundesregierung im Frühjahr und im November kam bisher in unserem Hotel noch kein einziger Cent als Unterstützung an. Das ist leider der traurige Ist-Zustand.“

Fäßler führt in vierter Familiengeneration seit über 30 Jahren das Sonnenalp Resort. Sein Unternehmen feierte 2019 den 100. Geburtstag. In der Region Oberallgäu ist der Betrieb eigenen Angaben zufolge der größte touristische Arbeitgeber mit über 700 Mitarbeitern.

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