In der zweiten Jahreshälfte reist der Trendexperte mit Hospitality-Profis in drei Metropolen. Die Touren versprechen praxisnahe Impulse und exklusive Einblicke in Gastronomie- und Hotelkonzepte.
Die Herausforderungen für die Hospitality-Branche wachsen: Steigende Gästeansprüche, Fachkräftemangel und die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz verändern Geschäftsmodelle und Betriebsabläufe gleichermaßen. Vor diesem Hintergrund hat Gastronomie- und Hoteltrendexperte Pierre Nierhaus sein Herbstprogramm 2026 auf internationale Best Practices und konkrete Lösungsansätze für die Praxis ausgerichtet.
„Erfolgreiche Konzepte aus aller Welt verstehen, analysieren — und das Gelernte direkt ins eigene Unternehmen übersetzen“, beschreibt Nierhaus den Ansatz seines Programms.
Blick hinter die Kulissen des Europa-Parks
Den Auftakt bildet am 9. und 10. September der zweitägige Workshop „Next Level Hospitality“ im Europa-Park Rust. Gemeinsam mit Digital- und KI-Experte Markus Wessel beschäftigt sich Nierhaus mit den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Management, Mitarbeiterführung und Gästekommunikation.
Der Workshop soll bewusst kein klassisches Kongressformat sein, sondern praxisnahes Lernen ermöglichen. Auf dem Programm stehen exklusive Einblicke in Hotels, Gastronomie und Betriebsabläufe des Europa-Parks sowie Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort. Als besonderes Highlight empfiehlt Nierhaus einen Besuch im Restaurantkonzept „Eatrenalin“, das Gastronomie, Technologie und Inszenierung miteinander verbindet.
Madrid, London und Tokio als Trendlabore
Im Anschluss führen drei Trendreisen die Teilnehmer in internationale Hospitality-Metropolen. Vom 20. bis 22. Oktober steht Madrid auf dem Programm. Die spanische Hauptstadt gilt laut Nierhaus als Schaufenster für innovative Gastronomie- und Foodhall-Konzepte sowie für die Verbindung spanischer und südamerikanischer Einflüsse. Sein persönlicher Tipp: das Restaurant „Sala de Despiece“, das in einer ehemaligen Fleischerei entstanden ist.
London folgt vom 17. bis 19. November. Die britische Metropole zählt für Nierhaus zu den wichtigsten Seismografen für globale Hospitality-Trends. „Wer verstehen möchte, welche Entwicklungen weltweit relevant werden, kann dies in London besonders schnell erkennen und im eigenen Betrieb umsetzen“, so der Trendexperte. Besonders empfiehlt er die Guinness Open Gate Brewery in Covent Garden, die Ende 2025 von König Charles eröffnet wurde.
Den Abschluss bildet vom 1. bis 4. Dezember eine Reise nach Tokio. Die japanische Hauptstadt steht nur alle zwei bis drei Jahre auf dem Programm und gilt für Nierhaus als einer der weltweit wichtigsten Impulsgeber für Hospitality, Service und Gastronomie. Dort sei Alltag, was in Europa noch als Vision gilt. Präzision, Technologie, Design und Gastfreundschaft würden in Tokio auf einem außergewöhnlichen Niveau zusammenkommen. Als zusätzliche Empfehlung nennt er einen individuellen Besuch in Kyoto am letzten Reisetag.
Jede Tour ist auf zwölf bis 15 Teilnehmer begrenzt. Neben den fachlichen Inhalten soll insbesondere der Austausch mit Branchenkollegen einen zentralen Mehrwert bieten. Viele Teilnehmer, so Nierhaus, kehrten deshalb regelmäßig zu den Veranstaltungen zurück. red/sar