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Opening in 2024Estrel Tower der Öffentlichkeit vorgestellt

Der Estrel Tower in Berlin ist der Öffentlichkeit präsentiert worden. Im Beisein von Franziska Giffey, designierte Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und Martin Hikel, Bürgermeister von Neukölln, stellten die Bauherren Ekkehard und Maxim Streletzki sowie die Architekten Regine Leibinger und Frank Barkow das Megaprojekt vor.

Mit 176 Meter Höhe wird der Tower Berlins höchstes Hochhaus und Deutschlands höchstes Hotel. „Der Estrel Tower ist eine große Chance und ein großes Geschenk für Berlin“, sagte Franziska Giffey, die das Projekt unter anderem als ehemalige Bürgermeisterin von Neukölln seit zehn Jahren begleitet. „Wir wollen den Neustart für die Hauptstadt, das muss auch ausstrahlen auf das Gesicht der Stadt. Und das hier wird ein Teil des Gesichts von Berlin.“

Auch Giffeys Nachfolger Martin Hikel fand viele positive Worte: „Es macht mich als Bürger-meister von Neukölln sehr stolz, dass der Tower in meinem Bezirk steht und dieses Areal zu einem neuen Zentrum wird.“

10 Jahre Planungszeit

Nach zehn Jahren Planungszeit wird für Ekkehard Streletzki eine große Vision Wirklichkeit. „Es hat, wie auch schon beim Bau des Estrel, alles mit einer Skizze auf einer Serviette angefangen“, sagte er. Nun wird die Vision mit seinem 176 Meter hohen Estrel Tower, in dem auf insgesamt 45 Etagen und 77.500 Quadratmeter Bruttogrundfläche 525 Hotelzimmern und Serviced Apartments, 9.000 Quadratmeter Büro- und Coworkingfläche, ein 2.000 Quadratmeter großer Veranstaltungsbereich im Sockel des Towers sowie eine ganze Etage für Wellness und Fitness entstehen, Realität.

Herzstück soll das begrünte öffentliche Atrium, in dem neben lokaler Bäckerei eine Galerie und ein Inkubator für Start-ups vorgesehen sind, werden. Abgerundet wird das Konzept durch einen öffentlich zugänglichen Park und Recreation Area am Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanals. Auch ein Spielplatz ist geplant.

Als Mixed-use Gebäude konzipiert

Dass der Tower als Mixed-use Gebäude konzipiert wurde, resultiert auch aus der Coronazeit: „Wir haben uns in den letzten zwei Jahren viele Gedanken darüber gemacht, wie Meetings und Events in der Zukunft aussehen werden“, erklärte Maxim Streletzki. „Wir glauben fest daran, dass menschliche Begegnungen nicht zu ersetzen sind – und dass wir besser sein müssen als die gängigen Konzepte.“ Der persönliche Austausch zwischen Besuchern und Bewohnern des Towers steht dabei für Maxim Streletzki im Mittelpunkt: „Indem wir das Gebäude mit verschiedensten Nutzungen beleben, glauben wir, dass so besonders spannende Erlebnisse und inspirierende Begegnungen geschaffen werden.“

Rendering Estrel Tower Hochhausspitze
Rendering des Estrel Towers. (Bild: Estrel Berlin/Barkow Leibinger)

In der 41. und 42. Etage befinden sich zukünftig Meeting und Private Dining-Rooms, in der 43. und 44. Etage ein „Farm to Table“-Restaurant, das die Produkte ohne Zwischenhändler direkt vom Erzeuger bezieht. Hierfür wurde ein Bauernhof in Brandenburg erworben, der künftig einen Großteil der Nahrungsmittel liefern soll. „Somit sind wir selbst in Kontrolle und wissen ganz genau, woher die Produkte auf dem Teller kommen. Frischer und transparenter geht es nicht“, erklärte Maxim Streletzki.

Weiteres Highlight soll die Skybar im obersten Stockwerk werden, die mit Außenterrasse einen Blick auf Berlin bieten soll. Die oberen vier Etagen sind auch als flexible Eventfläche vorgesehen.

Nachhaltige Aspekte

Das Thema Nachhaltigkeit ist laut Unternehmensangaben von Anfang an in die Planungen des Estrel Towers mit eingeflossen. So haben die Architekten Barkow Leibinger eine Fassade mit Finnen entworfen, die speziell an die Sonneneinstrahlungen vor Ort angepasst wurden, so dass sich die Räume im Tower während des Sommers weniger aufheizen. Neben begrünten Dächern inklusive Photovoltaikanlagen kommt ein CO2 sparendes Energiekonzept, das in Kooperation mit E.ON Business Solutions und der RTWH Aachen entwickelt wurde, zum Einsatz.

„Wir planen ein Energieversorgungskonzept mit Hilfe von Wasserstoff. Wenn das alles so funktioniert, wie das Forschungsteam und wir es uns vorstellen, könnte das als Blaupause für andere Projekte dienen“, sagte Maxim Streletzki. Für den Innenausbau werden regionale Hölzer und recycelte Materialien verwendet, über die Hälfte der Stellflächen des Parkhauses sind für Fahrräder vorgesehen und auf dem Außengelände bieten Wildblumenwiesen Biotope zum Schutz der Artenvielfalt. Das Bauwerk selbst strebt die Zertifizierung mit LEED® Gold (Leadership in Energy and Environmental Design) an.

Opening für Ende 2024 geplant

Der Tower wird durch einen Tunnel nahtlos an das bestehende Estrel Berlin mit seinen 30.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche im Estrel Congress Center (ECC) angebunden.

Ende 2024 soll der Estrel Tower eröffnet werden. Das gesamte Investitionsvolumen ohne Grundstück liegt bei 260 Millionen Euro.

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