Nachhaltigkeit Oliver Winter: "Unser Ziel ist die Netto-Null"

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Gründer und CEO der A&O Hostels: Oliver Winter. © A&O

Die Hostelgruppe A&O veröffentlicht erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht und erklärt das Ziel "Null-Emission 2025" als nächsten Meilenstein.

Für ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht hat die Berliner Hostelkette ihr Motto um eine klare Botschaft ergänzt. "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und tun alles dafür, dass Menschen auch in Zukunft reisen können", sagt Oliver Winter, Gründer und CEO.

Der 30-seitige Report bietet einen detaillierten Überblick über die zentralen strategischen Nachhaltigkeitsthemen, über realisierte und geplante Maßnahmen, erreichte Effekte und neue Ziele. Zu den zentralen Initiativen zählen unter anderem die Modernisierung der Häuser, die Steigerung der Gebäudeeffizienz sowie die Entwicklung und Einführung eines Integritätskodex für Mitarbeiter.

Erstmals bietet das 2000 gegründete Unternehmen damit eine umfassende Analyse seines Engagements. Der Nachhaltigkeitsbericht 2022, der sich grundsätzlich an den Berichtsanforderungen der Global Reporting Initiative orientiert, sei Auftakt für künftig jährlich erscheinende Reports und soll unterstreichen, "dass Nachhaltigkeit immer mehr zum Kernwert des Geschäftsmodells" wird. Netto-Null-Emissionen bis 2025 lautet das Ziel von A&O: "Wir wollen eine vorausschauende und verantwortungsvolle Gastfreundschaft, die auch künftigen Generationen die Chance bewahrt, die Welt und neue Kulturen kennenzulernen", sagt Oliver Winter.

"Sustainable Development Goals"

Angelehnt an die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, fokussiert sich die Hostelkette auf sechs der insgesamt 17 Ziele aus den Bereichen nachhaltige Unternehmensführung, Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement (ESG). Arben Maliqi, Projektmanager ESG/HR: "Unser Nachhaltigkeitsbericht zeigt, wie weit A&O die ESG-Prinzipien in die Aspekte unserer Geschäftstätigkeit einbinden will.“

Beispiele:

  • Fokus auf lokale Produktion: Verkürzung der Lebensmitteltransporte um zehn Prozent pro Jahr
  • Mehr Energieeffizienz: alle Häuser steigern sich um mindestens eine Energieklasse
  • Sonnenenergie: Installation von Photovoltaik-Anlagen, wo möglich
  • 100 Prozent Ökostrom in allen europäischen Herbergen, wo möglich
  • Richtlinien: A&O Integritätskodex als fester Bestandteil von Geschäftsbedingungen und Arbeitsverträgen
  • Verantwortungsvolles Procurement gemeinsam mit Lieferanten

Netto-Null-Unternehmen

3,73 Kilogramm CO2 verursacht aktuell eine Übernachtung in einem A&O. Damit würde laut Hostelkette der Wettbewerb um bis zu 80 Prozent unterboten werden. Das bedeute eine Verringerung der Emissionen seit Beginn der internen Messungen im Jahr 2015 mit rund 8,5 Kilogramm. Die Berechnung des CO2-Fußabdrucks erfolgt nach der international anerkannten Methode des Greenhouse Gas Protocol. "Unser Ziel für 2025 waren bislang drei Kilogramm aus eigener Kraft – wir wollen die Netto-Null, eine Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen auf unter 2,5 Kilogramm je Gast und Übernachtung", so Winter. Der verbleibende Rest würde ausgeglichen werden.

10 Cent pro Gast

Mit 10 Cent können Direktbuchende ihren CO2-Fußabdruck für ihren Aufenthalt ab sofort freiwillig kompensieren. Dank der E-Commerce-Lösung "Climate Click" des Kooperationspartners South Pole können Gäste so ihren positiven Beitrag zum Klimaschutz beitragen. Im Buchungsprozess soll nun die Frage erscheinen: "Möchtest Du Deine Reise kompensieren?" - mit der jeweiligen Angabe der Emissionen und des entsprechenden Betrages, abhängig von der Länge des Aufenthalts. In einer nächsten Ausbaustufe möchte A&O automatisch die Kompensation für sämtliche Aufenthalte von Clubmitgliedern übernehmen. ik