Gesetzesänderung Österreich macht Zwölf-Stunden-Arbeitstag möglich

Im Fokus: Die Arbeitszeit (Bild: pixabay)

Österreich hat ein Gesetz zur längeren Arbeitszeit verabschiedet. Demnach dürfen Arbeitgeber ihre Angestellten nun ohne Probleme bis zu zwölf Stunden am Tag arbeiten lassen.

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Wie der Sender ZDF mit Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichtet, ist es für Arbeitgeber nun leichter, ihr Personal zwölf Stunden an einem Tag zu beschäftigen. Bisher mussten Betriebe in Österreich für Zwölf-Stunden-Tage spezielle Vereinbarungen abschließen oder entsprechende Arbeitstage von einem Arbeitsmediziner absegnen lassen. Diese Bedingungen fallen nun weg. Das Parlament hatte die bestehende Regelung trotz massiver Proteste, unter anderem von der Gewerkschaft in Wien, gelockert. Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und der liberalen Partei Neos wurde das neue Arbeitszeitgesetz beschlossen. Es soll bereits am 1. September in Kraft treten.

Einfach zu längerer Arbeit verpfichtet werden darf das Personal übrigens trotzdem nicht. Das Gesetz sieht nämlich vor, dass Arbeitnehmer eine längere Arbeitszeit “ohne Angabe von Gründen” ablehnen dürfen.

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