Das Verfahren zieht sich in die Länge: Im Ringen um eine Zwangsräumung und -versteigerung des Dorint Hotels Maison Messmer in Baden-Baden verlief eine Güteverhandlung vor dem Landgericht ergebnislos. Weiter verhandelt werden soll im November.
Das Maison Messmer gehört dem Immobilienfonds "Sachwertfonds Nr. 88 Dorint Hotel Baden-Baden Dirk Iserlohe KG". Für Kauf, Sanierung und den teilweisen Wiederaufbau des historischen Gebäudes zwischen 1998 und 2001 hatte der Fonds Kredite aufgenommen und das Hotel an Dorint verpachtet. Nachdem sich Fonds und Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) über eine Verlängerung des Kredits nicht einigen konnten, verkaufte die LBBW die Kredite im März dieses Jahres an Finanzinvestoren.
Diese wiederum haben laut Recherchen der Immobilien Zeitung (IZ) diese Kredite gekündigt, den Fonds unter Zwangsverwaltung setzen lassen und erste Schritte zur Zwangsversteigerung des Fünf-Sterne-Hotels eingeleitet. Zudem haben die neuen Gläubiger Dorint den Pachtvertrag gekündigt. "Spätestens seit April 2014" habe Dorint "keinerlei Pachtzahlungen mehr erbracht", hieß es in einem Schreiben von Beratern der Kreditkäufer von Ende Juli.
Zuzüglich der bereits zuvor aufgelaufenen Rückstände sei eine Summe von "deutlich mehr als 1 Mio. Euro" offen. Dorint wehrte sich massiv dagegen, das profitable Hotel zu verlieren. Die Räumungsfrist zum 1. August ließ Dorint verstreichen und reagierte seinerseits mit einer Klage gegen die Kündigung und begründete die ausgebliebene Pacht mit Mängeln am Hotel. (Top hotel berichtete)
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