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Start Design & Inspiration Hotelbad Nicht nur für Nerds: Smart Bathroom auf der ISH digital 2021

Nicht nur für NerdsSmart Bathroom auf der ISH digital 2021

Der virtuelle Branchentreff ISH digital 2021 rückte auch das Badezimmer in den Fokus: Neben Green Bathroom und Living Bathroom führt am Smart Bathroom kein Weg vorbei. Smarte Erkenntnisse vom digitalen Messeparkett.

Der Hotelgast nähert sich dem modernen Dusch-WC, zückt sein Smartphone und steuert die Fernbedienung via App. Zudem hat er seine persönlichen Einstellungen auf dem Business-Trip stets parat – ein effektiver Komfortgewinn.

Was sich zunächst ziemlich clever anhört, stellt Badplaner gleichzeitig vor ein Dilemma: Wie viel digitale Technologie können wir einsetzen, ohne das Badezimmer als letzten Rückzugsort vor Smartphone und Co. zu gefährden?

Fragen wie diese diskutierte eine Expertenrunde der Trendplattform Pop up my Bathroom an Tag drei der Leitmesse ISH digital 2021. Bei Pop up my Bathroom handelt es sich um eine Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und der Messe Frankfurt zur ISH, die Badplanern, Architekten, Innenarchitekten, Trendforschern sowie Industrie, Handel und Handwerk Impulse für die moderne Badplanung geben möchte.

Laut der Messe Frankfurt haben sich die Talks rund um Pop up my Bathroom auf der ISH digital 2021 enormer Beliebtheit erfreut. Neben Smart Bathroom zeigte die physisch im Forum der Frankfurter Messe aufgebaute Trendschau viel Neues zu Living Bathroom und Green Bathroom. (Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Petra Welzel)

Der von VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann moderierte Talk lieferte auch für Hoteliers und technische Entscheider eine Menge Denkanstöße. Und zwar fürs Hier und Jetzt. Denn dank der technischen Möglichkeiten lassen sich heute schon viele Innovationen einsetzen. Sei es der Badezimmerspiegel als Infozentrale, sei es das intelligente Licht fürs Wohlbefinden oder sei es die smarte Steuerung von Wasseranwendungen in der Dusche.

Wichtig dabei: immer den Mehrwert im Blick zu behalten. “Man muss die Technologie sinnvoll einsetzen“, betonte Matthias Oesterle von Phoenix Design im Messe-Livestream. Seiner Auffassung nach richtet sich der Blick im Smart Bathroom weg vom Einzelprodukt: “Es geht eher um ein Gesamtkonzept. Man versucht, ein Erlebnis zu schaffen.“

Customer Centricity im Fokus

Ein Erlebnis, das gut durchdacht und konzipiert sein muss. “Die Menschen sehen im Badezimmer einen der letzten Rückzugsorte“, unterstrich auch Talkgast Fabian Kinzler von Hansgrohe. Dies bedeute für den Hersteller sanitärtechnischer Produkte, keine technischen Gimmicks zu entwickeln, sondern Produkte zu offerieren, die die Bedürfnisse der Nutzer genau treffen.

“Wir wollen vom Nutzer aus denken und ihn in den Mittelpunkt unseres Handels stellen“, so Business Unit Manager Kinzler. Das 1901 von Hans Grohe gegründete Traditionsunternehmen verfolgt demnach eine Strategie, die man unter dem Begriff der Customer Centricity von erfolgreichen Tech-Companies wie Amazon kennt.

Acht konkrete Denkanstöße

Impulse von Pop up my Bathroom: Das Trendforum hat acht Fakten zum smarten Badezimmer identifiziert und diese in eine Illustration gepackt. Wichtig: Smart Bathroom setzt die Standards für heute und morgen. (Bild: Björn Steinmetzler/ Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS))

Für interessierte Hoteliers stellte die Trendplattform Pop up my Bathroom acht Fakten zum Bad der Zukunft zusammen, die sich Unternehmer und technische Entscheider ein wenig genauer anschauen sollten:

  1. Die Trendplattform geht davon aus, dass die Aufgeschlossenheit beim ­Thema Smart Living in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird: Das smarte Bad zielt nicht nur auf Nerds oder Technik-Freaks ab, sondern setzt Standards für heute und morgen.
  2. Der Smart Bathroom bietet auch sicherheitsrelevante Vorteile – vor allem hinter der Wand des Hotel-Badezimmers. Man denke nur an plötzliche Rohrleckagen oder -brüche.
  3. “Mit smarter Technik wird auch eine gezielte und programmierbare Ansprache aller Sinne im Badezimmer möglich“, heißt es auf der Website von Pop up my Bathroom. Ein Vorteil: Smarte Technologie kann das gewünschte Urlaubsfeeling in Sekundenbruchteilen hervorrufen.
  4. Nicht nur in Coronazeiten wichtig: Berührungslose Funktionen heben die Hygiene auf eine neue Stufe.
  5. Dank smarter Technologie lässt sich der Individualisierungsgrad im Bad deutlich erhöhen.
  6. Mit modernen Beleuchtungssystemen lässt sich der Tagesablauf gekonnt zelebrieren.
  7. Smarte Technologien können für eine barrierefreie Nutzung des Badezimmers sorgen.
  8. Ein weiterer Aspekt, der jedoch eher fürs private Badezimmer relevant sein wird: Smarte Technologien können automatisch Gesundheitsdaten ermitteln und das Leben von chronisch Kranken erleichtern.

Doch noch einmal zurück zum Erlebnisfaktor im Badezimmer: Für Strategieberater Thorsten Moortz stellt etwa auch das Thema Licht eine wesentliche Klammer dar. “Licht bringt Emotionalität rein“, betonte er beim virtuellen Talk von Pop up my Bathroom. Doch wer sich für Stimmungen per Knopfdruck entscheidet, sollte auch gründlich über die Integration nachdenken. Stichwort: Planung. Denn genau dies sei die große Herausforderung im Badezimmer der Zukunft, so Strategieberater Moortz.

Patrick Neumann


ISH digital 2021 auf einen Blick

Mit der ISH digital 2021 hat die Weltleitmesse für Wasser, Wärme und Klima Ende März erstmals online stattgefunden. Wie der Veranstalter Messe Frankfurt mitteilte, stellten 373 beteiligte Unternehmen im virtuellen Raum ihre Produktinnovationen zur Schau.

„Wie geht grün Waschen wirklich?“ – so lautete die Frage einer Talkrunde, die im Netz gestreamt wurde. Insgesamt betrug die Streaming-Laufzeit der ISH digital 2021 rund 290 Stunden. (Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Petra Welzel)

“Natürlich kann eine digitale Veranstaltung die Kraft einer physischen ISH nicht ersetzen, aber darum ging es uns bei der Durchführung der ISH digital auch nicht“, erklärte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, am letzten Messetag. “Wir wollten eine qualitativ hochwertige Netzwerkplattform an den Start bringen und die wichtigen Branchenthemen gebündelt abbilden. Ich denke, das ist uns gelungen.“

Ein Blick in die Statistik des innovativen Live-Events untermauert diese Aussage: So konnten die Gäste an den fünf Messetagen beispielsweise 290 Sendestunden Content konsumieren oder an 277 Live- und Digital-Events teilnehmen. Insgesamt waren rund 69.000 Teilnehmer auf der Plattform aktiv. Die nächste ISH öffnet vom 13. bis 17. März 2023 auf dem Frankfurter Messegelände ihre Pforten.


 

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