Neue Initiativen sprießen aus dem BodenGutscheine sollen Gastronomien retten

Unter dem Motto #PayNowEatLater werden in Hamburg Gutscheine verkauft, um Gastgewerbe-Outlets zu unterstützen. (Bild: #PayNowEatLater)

Bundesweit setzen sich immer mehr Menschen dafür ein, dass ihre Lieblings-Bars, -Restaurants und -Läden nicht aussterben. Eine Form der Hilfestellung: Der An- und Verkauf von Gutscheinen. Kreativ umgesetzt wird dies unter anderem in der Region um Hamburg.

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In ganz Deutschland schließen wegen der Coronakrise die Gastronomien. Einnahmen bleiben aus, laufende Kosten fallen weiterhin an. Um die Gastronomie zu unterstützen, gibt es daher einige Aktionen, die mit Gutscheinverkauf die örtlichen Bars, Restaurants und Einzelhändler retten sollen. So haben vier Hamburger Bürger die die Initiative #PayNowEatLater gegründet. Sie rufen dazu auf, jetzt Gutscheine für Restaurants und Co. zu kaufen, um diese nach der Corona-Zeit einzulösen.

In Hannover werden unter anderem über die Internetseite betterplace.me Spenden für örtliche Gastronomen gesammelt. Tophotel-Restauranttester Hannes Finkbeiner hat zudem die Initiative Kauberatung.de ins Leben gerufen, die mehrere Restaurants auflistet, welche Gutscheine anbieten und “Save the ones you love” ist der Leitspruch der Onlineplattform stoyl.de. Hier kann man ebenfalls Gutscheine für Gastronomien, aber auch Einzelhändler erwerben.

Bundesweit vermarktet werden zudem die Gutscheine, die auf der Website www.gutscheinehelfen.de beziehungsweise www.zmyle.de angeboten werden. Unternehmer können sich selbst kostenlos auf der Plattform registrieren und ihre Gutscheine anbieten. Dies ist laut den Verantwortlichen ohne Risiko, unbürokratisch und vor allem kurzfristig umsetzbar. Und dafür entstehen keine Kosten.

Gebühren fallen allerdings dann an, wenn Gutscheine gekauft werden. Anstatt bisher 4,9 Prozent (plus einmalig 19 Cent) allerdings nun nur 2,49 Prozent (plus einmalig 35 Cent). Mit der einmaligen Gebühr werden unter anderem die Paymentanbieter bezahlt. “Natürlich sind wir als Zmyle auch ein Unternehmen. Aber vor dem Hintergrund der dramatischen Lage haben wir unsere Konditionen so weit gesenkt, wie dies für uns möglich war”, sagt Alexander Arend, der für die Plattform verantwortlich ist.

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