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StartCoronakriseNeubewertung des Gesundheitsministeriums:: Klarsichtmasken in Bayern nicht mehr erlaubt

Neubewertung des Gesundheitsministeriums Klarsichtmasken in Bayern nicht mehr erlaubt

Vor allem in Gastronomie und Hotellerie werden die sogenannten Klarsichtmasken gern getragen. Nicht zuletzt, weil Gastgeber-Sein auch über ein Lächeln transportiert wird. Doch in Bayern hat das Gesundheitsministerium seine bislang positive Bewertung von Klarsichtmasken, auch mit Referenz auf das RKI, revidiert. Und pocht nun auf eng anliegende, textile Abdeckungen.

Wie der Dehoga Bayern mitteilt, entsprechen Klarsichtmasken in Bayern nicht mehr den Anforderungen an Mund-Nasen-Bedeckungen. In einem Schreiben teilte das Ministerium mit: Basierend auf einer Neubewertung habe das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aktuell die Anforderungen an eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung aus infektionshygienischer Sicht wie folgt präzisiert: „Neben dem direkten Schutz gegen Tröpfchen muss auch eine Reduzierung von Aerosolen gewährleistet sein. Aerosole werden nicht nur beim Sprechen, sondern auch schon beim Atmen freigesetzt. Da sie deutlich kleiner als Tröpfchen sind, ist es besonders wichtig, dass die Mund-Nasen-Bedeckung dicht an der Haut anliegt, um auch eine Freisetzung an der Seite oder nach unten zu minimieren. Deshalb ist eine Mund-Nasen-Bedeckung eine an den Seiten enganliegende, Mund und Nase bedeckende textile Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung sowohl von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln als auch von Aerosolen durch Atmen, Husten, Niesen und Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie.

Auf Grund des Ausbreitungsverhaltens von Aerosolen sei eine lückenhafte Abdeckung nicht ausreichend, denn nur mittels einer eng an der Haut anliegenden Mund-Nasen-Bedeckung werde eine seitliche oder aufwärtsgerichtete Freisetzung dieser potentiell infektiöseren Luftgemische bestmöglich minimiert. Dies entspreche auch der Haltung des RKI. „Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege schließt sich dieser Bewertung ausdrücklich an. Die infektionsschutzrechtlichen Anforderungen an eine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung i. S. v. § 2 der 10. BayIfSMV werden daher insofern präzisiert, als zur Reduzierung von Aerosolen nur eine enganliegende, den Mund und die Nase bedeckende textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden sollte. Diese Neubewertung steht im vollen Einklang mit den arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben. Klarsichtmasken aus Kunststoff, auch wenn sie eng anliegen, entsprechen diesen Vorgaben an eine Mund-Nasen-Bedeckung regelmäßig nicht und sind den Visieren damit quasi gleichgestellt.“

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