Umbau Nassauer Hof erhält Baugenehmigung

Freuen sich über die Baugenehmigung für den Nassauer Hof: (von links) Revo Severain, Sever Severain, Dirk Iserlohe, Dirk Iserlohe, Sandra Matzenauer, Andreas Kowol und Jakob Stöhrer.
Freuen sich über die Baugenehmigung für den Nassauer Hof: (von links) Revo Severain, Sever Severain, Dirk Iserlohe, Dirk Iserlohe, Sandra Matzenauer, Andreas Kowol und Jakob Stöhrer. © Susanne Stauß

Die Wiesbadener Hotelikone soll für rund 40 Millionen Euro grundlegend umgebaut werden. Die Wiedereröffnung ist für 2028 oder 2029 vorgesehen.

Was lange währt, wird endlich gut: Am 27. März fand in der bereits geschlossenen Hotelikone Nassauer Hof in Wiesbaden die feierliche Übergabe der Baugenehmigung für die geplante Revitalisierung des Hauses statt. „Dieser Meilenstein hat mich zehn Jahre meines Lebens gekostet, und diese Genehmigung war auch nicht ganz billig“, sagt Honestis CEO und Dorint-Aufsichtsrat Dirk Iserlohe in seiner Funktion als Geschäftsführer der Eigentümerin (Nassauer Hof Wiesbaden GmbH & Co. KG) sowie Aufsichtsratsvorsitzender der zukünftigen Betreiberin des Hotels (Nassauer Hof GmbH).

„Wir sind glücklich und zugleich stolz, diesen wichtigen Schritt erreicht zu haben. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten. Es ging dabei immer um beides: um den respektvollen Umgang mit einem für Wiesbaden prägenden Denkmal und zugleich um eine wirtschaftlich umsetzbare, nachhaltige Revitalisierung“, so Iserlohe weiter.

Neuer Eigentümer für das Hotel

Iserlohe bestätigte in diesem Zusammenhang auch, dass das Hotel einen neuen Eigentümer bekomme. Die Überführung in eine andere Fondsgesellschaft sei auch der Tatsache geschuldet, dass die Gesellschafter des bisherigen Fonds inzwischen ein Durchschnittsalter von 84 Jahren erreicht hätten. Mit der Wiedereröffnung des Hotels rechnet Iserlohe 2028/29.

Zwischen Historie und Moderne

In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Severain und dem Ingenieurbüro Unverzagt, beide aus Wiesbaden, wurde in den vergangenen Jahren an den Plänen für das Hotel gearbeitet. Im Zuge der Planung kann der sogenannte Webergassenflügel wieder auf das Niveau des Wilhelmstraßenflügels aufgestockt werden. Die architektonische Ausgestaltung orientiert sich dabei am historischen Bestand des Jahres 1909. Zugleich wird die in der Nachkriegszeit prägende Fassadenstruktur des Wilhelmstraßenflügels, die durch den berühmten Architekten Ernst Neufert gestaltet wurde, bewahrt und in ihrer Eigenständigkeit betont.

Im Rahmen der umfassenden Grundsanierung werden sämtliche Gästezimmer, die öffentlichen Bereiche, Veranstaltungsräume sowie das Thermen-Spa und der Fitnessbereich modernisiert. Die Anzahl der Zimmer und Suiten wird von bisher 159 auf 104 reduziert, gleichzeitig entstehen im Webergassenflügel Serviced Residences. Darüber hinaus wird der Innenhof hinter der bisherigen und auch künftigen Hotelbar den Gästen zugänglich gemacht. Die Rezeption mit Lobby erhält einen neuen Platz links des Hoteleingangs. Für die Sanierung des Hotels sollen rund 40 Millionen Euro aufgewendet werden.

Positionierung im Luxussegment

Geplant ist, das Hotel erneut als Leading Member von The Leading Hotels of the World unter General Manager Jakob Stöhrer wieder zu eröffnen. Dann soll auch das Restaurant „Ente“ mit seinem Team um Küchenchef Michael Kammermeier in das Hotel zurückziehen. Es hat vor wenigen Wochen im Pfortenhaus von Kloster Eberbach im Rheingau ein vorübergehendes neues Domizil bezogen.

Die Stadt Wiesbaden vertraten zur Übergabe der Baugenehmigung Baudezernent Andreas Kowol und Sandra Matzenauer, Amtsleiterin der Bauaufsicht. Neben Vertretern der IHK und des Dehoga Hessen zählten unter anderem auch die beteiligten Architekten Sever und Revo Severain zu den Gästen.