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StartBusiness & ManagementBusinessNachhaltigkeit::Zertifikatswahl in der Praxis

NachhaltigkeitZertifikatswahl in der Praxis

Warum entscheiden sich Hoteliers für eine Nachhaltigkeitszertifizierung? Und wenn ja, für welche? Über Erfahrungen und Mehrwerte berichten General Manager Sebastian Klink vom Bilderberg Bellevue Hotel Dresden und Michaela Reitterer, Eigentümerin des Boutiquehotels Stadthalle in Wien.

Nachhaltig engagiert: Sebastian Klink, General Manager des Bilderberg Bellevue Hotels Dresden

Tophotel: Herr Klink, warum war es Ihnen wichtig, eine Zertifizierung vorweisen zu können?

Sebastian Klink: Die Bedürfnisse unserer Gäste, Kunden und Partner sind in stetigem Wandel. Daher haben wir uns mit den Megatrends der Zukunft auseinandergesetzt. Neben Gesundheit und Mobilität gehört Nachhaltigkeit zu den Topthemen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, einen ernsthaften Beitrag für eine nachhaltigere Welt zu leisten.

Aus welchem Grund Sie sich für das Label Certified Green Hotel entschieden?

Ausschlaggebend waren das Selbstverständnis und das Mission-Statement: Das Certified-Team sieht sich nicht als reine Prüforganisation, die alle drei Jahre auf der Bildfläche erscheint, um ein Audit durchzuführen und das Zertifikat auszustellen. Vielmehr agiert es als dauerhafter Sparringspartner und Berater, als Initiator einer Nachhaltigkeits-Community, in der jeder vom Wissen und Erfolg anderer profitiert. Es gibt schließlich immer Potenzial für eine Weiterentwicklung.

Certified Green Hotel: Das Bilderberg Bellevue Hotels Dresden. (Bild: Bilderberg Bellevue Hotels Dresden)

Was sehen Sie als wichtigsten Mehrwert?

Die Wirkung auf die Mitarbeiter ist nicht zu unterschätzen. Sie wollen sich mit dem Unternehmen identifizieren und schätzen unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten, in die sie selbstverständlich eingebunden sind, und insbesondere unser ehrenamtliches Engagement für die Region sehr.


 

Grüne Vordenkerin: Michaela Reitterer, Eigentümerin des Boutiquehotels Stadthalle in Wien. (Bild: Boutiquehotel Stadthalle Wien)

Tophotel: Frau Reitterer, Ihr Boutiquehotel in Wien ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen und dem EU Ecolabel zertifiziert. Wie kam es dazu?

Michaela Reitterer: „Unser gesamtes Team meint es bereits seit langem wirklich ernst mit dem Umweltschutz. Das Österreichische Umweltzeichen war die erste Zertifizierungsmöglichkeit in Österreich. Das EU Ecolabel empfanden wir danach als die logische Fortführung – für unsere ausländischen Gäste aus dem EU-Raum stellt es ein vertrautes Symbol dar. Beide Zertifizierungen sind ein Angebot des Ministeriums, das ist uns ebenso wichtig wie die mit den Zertifizierungen verbundene Information und Unterstützung, die wir erhalten.

Wie sind Ihre Erfahrungen?

Die Re-Zertifizierungen sind für uns immer wieder eine gute Gelegenheit, unsere Prozesse sowie unser Angebot zu hinterfragen und im besten Fall zu
erweitern.

Das Boutiquehotel Stadthalle Wien handelt nach den 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – und hat diese auch auf die Vorhänge gedruckt. (Bild: Boutiquehotel Stadthalle Wien/Tina Herzl)

Sie haben zusätzlich 2012 den Verein Sleep Green mitgegründet. Was hat Sie – trotz aller Label am Markt – dazu bewogen?

Wir wollten die führenden grünen Hoteliers zusammenbringen, um uns einerseits auszutauschen und andererseits gemeinsam an die Öffentlichkeit zu gehen. Damals war die Bühne für die nachhaltige Hotellerie noch eine wesentlich kleinere als sie es glücklicherweise heutzutage ist.

Stefanie Hütz


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