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StartPeople & BrandsBrandsNachhaltigkeit im Luxustourismus::Online-Panel über aktuelle Konzepte und Herausforderungen

Nachhaltigkeit im LuxustourismusOnline-Panel über aktuelle Konzepte und Herausforderungen

Die PR-Agentur Schaffelhuber Communications veranstaltete ein Online-Panel zum Thema „Nachhaltigkeit im Luxustourismus“. Internationale Vertreter der Branche sprachen über die Bedeutung nachhaltiger Initiativen im Tourismus, aktuelle Herausforderungen, erfolgreiche Konzepte und die Entwicklung der vergangenen Jahre.

Die Münchner PR- Agentur Schaffelhuber Communications lud zum Gespräch über „Nachhaltigkeit im Luxustourismus„. Die Online-Veranstaltung fokussierte sich dabei auf Konzepte zum Schutz der Umwelt, aber auch zur Unterstützung der Menschen und Betriebe vor Ort. Gesprächsteilnehmer waren Dr. Neil Midlane von Wilderness Safaris, Susanne Gräfin von Moltke von Relais & Châteaux, Malu Hilmy von der Coco Collection und Alcide Leali von den Lefay Resorts & Residences. Eine besondere Herausforderung in der Umsetzung stellte die Pandemie dar, was zu Verzögerungen und Aufschüben führte.

Dr. Neil Midlane über Wilderness Safaris

Seit 1983 widmet sich Wilderness Safaris dem Erhalt und der Wiederherstellung von Afrikas Wildnis. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen Afrikas führender Anbieter von Naturschutztourismus. Das Unternehmen führt Camps und Safaris in sieben Ländern Afrikas.

„Wir spüren eine große Verantwortung, die Regionen, in denen unsere Camps sind, und die umliegenden Gemeinden zu schützen sowie zu erhalten“, erklärte Dr. Neil Midlane, Wilderness Safaris Group Impact Manager, zu Beginn des Online-Panels. Midlane vertritt die Ansicht, dass je mehr die Einheimischen im Bereich Umweltschutz geschult und informiert werden, desto eher sei ihnen auch bewusst, wie wichtig dieser für ihre Region sei. Mittels des Programms „Children in the Wilderness“ bietet das Unternehmen regelmäßig Camps für Kinder an und will so für das Thema Nachhaltigkeit und den Schutz der Wildnis sensibilisieren.

Als Reaktion auf die Pandemie gründete das Unternehmen im April 2020 das Projekt „Conservation Heroes“, durch das über 60.000 Essenspakete in sechs Ländern verteilt wurden, so der Reiseanbieter. Damit soll der bedrohten Ernährungssicherung entgegengewirkt werden, was nach Aussage von Midlane zudem dazu beiträgt, illegale Wilderei zu verhindern. Geplant sei es, die Verteilung der Essenspakete in den lokalen Gemeinden weiter anzubieten und die Beschaffung von Lebensmitteln noch nachhaltiger zu entwickeln.

Susanne Gräfin von Moltke über Relais & Châteaux

Relais & Châteaux ist ein Zusammenschluss von 580 internationalen Hotels und Restaurants, darunter auch Häuser aus Deutschland und Österreich. Ihr Ziel, das lokale Erbe und die Umwelt zu schützen, schrieb das Unternehmen 2014 in ein Manifest, welches die Unesco in Paris vortrug. „Etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen stammt aus der Lebensmittelindustrie, insbesondere durch die industrielle Landwirtschaft. Daher arbeiten die Mitglieder von Relais & Châteaux mit Kleinproduzenten, Landwirten und Fischern zusammen, bei denen Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda steht“, sagt Susanne Gräfin von Moltke, Vorstandsmitglied von Relais & Châteaux. Der Verband setze sich unter anderem für den Schutz der Meeresressourcen und der Artenvielfalt sowie für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein.

Die Häuser der Mitglieder sind laut des Vereins oft ein Arbeitgeber in ländlichen Regionen und stehen jeweils im Zentrum ihres eigenen sozialen Ökosystems. So reinvestiere ein Haus in Sambia etwa 70 Prozent aller Einnahmen direkt in das örtliche Dorf, unter anderem durch einheimische Arbeitnehmer. Für die Vereinigung bringe die Pandemie vor allem Herausforderungen in Bezug auf Einstellungen und Bindung von Mitarbeitern. Nicht alle Staaten sicherten Mitarbeiter ab. In deutschen Häusern sollen interne Schulungspläne die Mitarbeiter langfristig motivieren und weiterbilden, so der Verein.

Für die nächsten Monaten plant die Vereinigung ein Nachhaltigkeitsprogramm. Im vierten Jahr in Folge soll zudem durch die Kampagne „Food for Change“ zusammen mit Slow Food International auf den Schutz der Artenvielfalt aufmerksam gemacht werden.

Malu Hilmy über Coco Collection

Die Resorts der Coco Collection waren nach Hotelabgaben mit die ersten Luxusresorts auf den Malediven, die von Einheimischen gegründet wurden. Lokale Gastlichkeit, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit sei den Häusern wichtig. „Da die vier Gründer auf den Inseln aufgewachsen sind, war es für sie selbstverständlich, dass sie ihre Heimat erhalten wollten. Wir sehen uns nicht als Eigentümer der Insel, sondern bewahren sie nur für die nächsten Generationen“, so Malu Hilmy, Marketing Communications Manager Coco Collection und Mitglied der Eigentümerfamilie.

Das Engagement der Hotelgruppe im Bereich Nachhaltigkeit beinhaltet unter anderem ein Schildkrötenrettungszentrum, welches in Kooperation mit Olive Ridley Project betreut wird. Die Resorts laden regelmäßig Schüler ein, sich das Schildkrötenrettungszentrum anzusehen oder mit einer Biologin schnorcheln zu gehen, um das Umweltbewusstsein der einheimischen Jugend anzusprechen. Zudem unterstützt die Hotelkette lokale Anbieter und füllt auf den Inseln Wasser in Glasflaschen ab, um Einwegplastik langfristig zu reduzieren. „Wir möchten unseren Gästen die authentische Seite der Malediven zeigen und gleichzeitig auch die Einheimischen-Inseln unterstützen „, so Hilmy. Nach Hotelangaben beteiligen sich auch viele Gäste mit hohem Engagement an Strandsäuberungen, Baumpflanzaktionen oder bei der Wiederansiedelung von Korallen.

In den nächsten Monaten planen die Resorts, ihre Initiative zur Reduzierung von Plastik auf der Insel fortzusetzen. Zudem wird der Fokus weiter auf dem Wachstum des Korallengartens liegen, langfristig ist auch eine Erweiterung des Schildkrötenrettungszentrums geplant.

Alcide Leali über Lefay Resorts & Residences

Das Eco-Spa-Resort der Inhaberfamilie Leali wurde im Sommer 2019 eröffnet und ist damit das neueste Haus der Gruppe. Umweltschutz sei dem Familienunternehmen von Anfang an wichtig gewesen. So sind die Häuser nach Unternehmensangaben energiesparend gebaut, nutzen Solarenergie sowie Biomasse und sind vollständig CO2-frei.

„Wir sehen Nachhaltigkeit als integriertes Konzept, das Architektur, Energie und auch Auswirkungen auf die Region beinhaltet. Als Wellnessresorts wollten wir zum Beispiel nicht nur Energiekonsument, sondern auch Energieproduzent sein und waren das erste Hotel in Italien, das zu hundert Prozent CO2-frei war“, erläutert Alcide Leali, CEO Lefay Resorts & Residences.

Dem Inhaber der Resorts sei es wichtig, die lokalen Gemeinden zu unterstützen. So kommen nach Angaben des Hotels 60 Prozent der Mitarbeiter sowie die Hälfte der Zulieferer aus der Region. Außerdem seien die Mitarbeiter nicht nur saisonal, sondern in der Regel das ganze Jahr über angestellt. Während der Pandemie hätten sich aber die Prioritäten geändert. Um die Sicherheit der Mitarbeiter und Gäste garantieren zu können, gab es Rückschritte im Bereich der Nachhaltigkeit, da zum Beispiel vermehrt Einwegmasken genutzt, die Pools stärker gechlort und mehr Reinigungsprodukte eingesetzt werden mussten.

„Unsere langfristigen Ziele haben sich aber dadurch nicht geändert, einige Nachhaltigkeitsprojekte verschieben sich durch die Krise nur nach hinten“, sagt Leali. Die Hotelkette sieht auch anhand von Gästeumfragen, dass Nachhaltigkeit bei der Wahl des Hotels immer wichtiger wird. Der weitere Ausbau von Auflade-Stationen für Elektroautos sei ein Ziel der kommenden Monate sowie die weitere Verbesserung der Energieeffizienz und die Wiederaufnahme von Projekten, die in Folge der Pandemie zurückgestellt wurden.

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