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StartBusiness & ManagementNach zwölf Jahren Wachstum: Hotelmarktvolumen sinkt 2020 um rund zehn Prozent

Nach zwölf Jahren WachstumHotelmarktvolumen sinkt 2020 um rund zehn Prozent

Das Hotelmarktvolumen ist 2020 auf 54,3 Milliarden Euro zurückgegangen. Der jährlich von Union Investment und Bulwiengesa berechnete Bestandswert aller investmentrelevanten Hotels in Deutschland ist damit im vergangenen Jahr um etwa zehn Prozent gefallen. Im Vorjahr verzeichnete dieser noch ein Wachstum von 6,3 Prozent.

Das Marktvolumen errechnet sich aus der Anzahl der Hotelzimmer in Deutschland, die in das Suchprofil professioneller Investoren fallen sowie der Performance der Hotels, jeweils getrennt nach Standort- und Hotelkategorie. Laut einer Mitteilung von Union Investment nimmt die Anzahl investmentrelevanter Hotelzimmer seit Jahren zu, so auch 2020. Die Performance ging hingegen pandemiebedingt 2020 deutlich zurück.

Negativer „Performance-Effekt“

Einem positiven „Mengeneffekt“ stand somit erstmalig ein negativer „Performance-Effekt“ gegenüber. „Drei Monate vollständiger Lockdown werfen erwartungsgemäß Schatten auf den Markt“, sagt Dierk Freitag, Partner bei Bulwiengesa. „Während der Lockdown- und Corona-Monate sanken die Übernachtungszahlen vielerorts sehr stark – mit deutlichen Auswirkungen auf die Performance der Hotels.“

Unter Berücksichtigung der 2020er Mengen- und Performance-Effekte betrug der Wert eines Hotelzimmers in Deutschland durchschnittlich rund 131.500 Euro, so Union Investment. Das seien etwa 17.400 Euro weniger als 2019. Während der Wert in der Luxushotellerie um rund 14 Prozent auf durchschnittlich circa 226.000 Euro pro Zimmer sank, blieb der Wert in der Budget/Economy-Hotellerie mit durchschnittlich 107.300 Euro pro Zimmer nahezu konstant.

Expansion in Deutschland

Betreiber wie B&B oder Whitbread hätten trotz der derzeitigen Krise bereits signalisiert, in Deutschland weiter expandieren zu wollen. Auch andere Betreiber wie Hilton oder die Deutsche Hospitality würden sich in Deutschland auf die Expansion im Ein- bis Dreisterne-Segment mit Marken wie Zleep oder Motto by Hilton fokussieren.

Die Investmentgesellschaft teilte außerdem mit, dass bisher mehr als drei Viertel des gesamten investmentrelevanten Marktvolumens auf die elf deutschen Städte mit über 500.000 Einwohnern entfallen, während der Anteil in Städten mit unter 100.000 Einwohnern bei nur 15 Prozent liegt. Aufgrund der touristischen Infrastruktur und des hohen Nachfragewachstum in vielen Städten liege der rechnerische Durchschnittswert eines Hotelzimmers in deutschen Großstädten noch immer 43 Prozent höher als in kleineren deutschen Städten.

Verringertes Tranksaktionsvolumen

Dem Volumenwachstum des institutionellen Hotelmarktes steht 2020 ein deutlich verringertes Transaktionsvolumen gegenüber, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Wurden im Vorjahr fast neun Prozent des berechneten Marktvolumens gehandelt, beläuft sich das Transaktionsvolumen 2020 auf rund zwei Milliarden Euro, was einem Anteil von rund vier Prozent entspricht.

Angesichts der Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr ist dies als gutes Ergebnis zu bewerten. Wir erwarten, dass die Early Movers unter den Investoren zum Sommer hin deutlichere Signale senden werden, auf die Bühne zurückzukehren“, so Andreas Löcher.

Das Marktwertmodell von Union Investment und Bulwiengesa basiert auf Daten von Unternehmen, der öffentlichen Statistik sowie Hotelverbänden. Es ermöglicht eine vergleichende Analyse des institutionellen Hotelmarktes der Jahre 2007 bis 2020.

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