Der Berwanger Hof in der Tiroler Zugspitz Arena wird nach Jahren des Leerstands wiedereröffnet. Rund 55 Millionen Euro hat Projektentwickler Almdorfbau in den Standort investiert.
Einst gingen hier Film- und Fernsehstars ein und aus, Berwang galt in den 1970er- und 1980er-Jahren zeitweise als „kleines St. Moritz“ – jetzt kehrt der Berwanger Hof auf die touristische Landkarte zurück. Projektentwickler Almdorfbau hatte das lange brachliegende Ensemble 2022 übernommen und den Standort baulich für rund 55 Millionen Euro neu entwickelt. Dabei wurden prägende historische Elemente gesichert, restauriert und in das neue Ensemble integriert. An die Stelle des nicht mehr erhaltbaren Stammhauses trat eine neue Residence. Das touristische Management übernimmt Alps Resorts.
„Der Berwanger Hof ist für viele Menschen mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Uns war deshalb wichtig, möglichst viel von der Geschichte und Identität dieses besonderen Ortes in die Zukunft mitzunehmen“, sagt Johannes Arneth, Geschäftsführer von Almdorfbau.
Der Grundstein des Berwanger Hofs wurde 1962 gelegt. Mit ehemals 295 Betten in Stamm- und Jagdhaus zählte der Betrieb über Jahrzehnte zu den Leitbetrieben der Region. Zu seinen Gästen zählten zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, eng verknüpft ist die Geschichte des Hauses mit der österreichischen Tänzerin und Chanson-Diva Margot Werner. An diese Vergangenheit knüpft das neue Konzept bewusst an: Die mehr als 200 Jahre alte „Sternzeichenbar“, Bleiglasfenster, charakteristische Möbelstücke und Schmiedearbeiten wurden erhalten. Ein eigener „Raum der Stars“ lässt die gesellschaftliche Geschichte des Hauses wieder aufleben.
Drei Häuser, ein Resort
Der Berwanger Hof gliedert sich künftig in drei Gebäude. Das bereits im Juli 2025 eröffnete Jagdhaus umfasst 13 Apartments, eine Rezeption und einen Wellnessbereich mit Pool. Die neue Residence bildet das Haupthaus mit 37 Apartments und Suiten, einem Wellnessbereich mit Infinity Pool, Fitnessraum und einem gastronomischen Angebot. Die Alpenspitze erweitert das Ensemble spätestens ab Frühjahr 2027 um weitere 30 Einheiten. Nach Fertigstellung verfügt der Berwanger Hof über insgesamt 80 Apartments und Suiten.
Je nach Kategorie bieten die Apartments, Panorama Suiten und Penthouses bis zu vier Schlafzimmer. Eigene Küchen, finnische Saunen sowie Hot Tubs auf Balkon oder Terrasse gehören laut Alps Resorts zu den zentralen Ausstattungsmerkmalen. Zum Angebot zählt außerdem das Restaurant „Alps Kitchen“, das auch Gästen aus der Region offensteht.
Ziel: Ganzjähriger Betrieb
Alps Resorts setzt auf eine ganzjährige Auslastung. Die direkte Lage am Skigebiet, das Sommerangebot der Tiroler Zugspitz Arena und die Nähe zu wichtigen Herkunftsmärkten böten dafür gute Voraussetzungen, so das Unternehmen. „Zusätzliche Betten allein erzeugen noch keine Wertschöpfung. Entscheidend ist eine hohe und gleichmäßige Auslastung über möglichst viele Monate hinweg“, betont Alps-Resorts-Geschäftsführer Thomas Pay.
Am 25. September 2026 feiert der Berwanger Hof mit einem Tag der offenen Tür seine Wiedereröffnung. Im Dezember werden die ersten Gäste in der Residence erwartet. red/sar
Über Alps Resorts
Alps Resorts betreibt mehr als 45 Hotels und Ferienresorts in den österreichischen Alpen und ist damit eine der führenden österreichischen Hotelketten. Das Angebot reicht von klassischen Hotelzimmern über Apartments und direkt an der Skipiste gelegene Ferienhäuser bis hin zu Chalets mit privatem Wellnessbereich.