Nach der Betriebs-Schließung wegen der Corona-Krise Wasserleitungen richtig spülen

Die Wasserhähne im Hotel müssen auch bei einer Schließung regelmäßig aufgetreht werden. (Bild: Fotolia)

Um im Falle einer Schließung des Hotels das Trinkwassernetz bei Nichtnutzung in Betrieb zu halten, einem Legionellenbefall vorzubeugen und damit bei einer Inbetriebnahme keine separate Prüfung notwendig wird, hat die Niederberger Gruppe, Spezialist für Facility Services, einige konkrete Handlungsempfehlungen zusammengestellt:

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Laut den Spezialisten sollen Teams aus zwei Personen mit der Spülung eines Trinkwassersystems betraut werden. Person 1 geht vor und öffnet alle Kaltwasserarmaturen im Objekt. Etwa fünf Minuten später folgt Person 2, schließt die Kaltwasser- und öffnet die Warmwasserarmaturen. Somit werden auch eventuell verstopfte Abflüsse rechtzeitig durch Person 2 erkannt und Überschwemmungen verhindert. Nach weiteren fünf Minuten schließt Person 1 letztlich wieder alle Warmwasserarmaturen.

Je nach Bauweise und Größe eines Objektes können die sinnvollen Zeiten variieren. Idealerweise würde die „Fünf-Minuten-Spülzeit” individuell ermittelt: An der am weitesten entfernten Armatur (meistens in den obersten Etagen) sollten Sie das Kaltwasser laufen lassen, eine Stoppuhr starten, die Temperatur messen und sobald die Temperatur deutlich kälter wird und sich nicht mehr ändert (Temperaturkonstanz), die Zeit stoppen. Sinnvoll ist es zudem, ein Spülprotokoll zu führen und die Maßnahmen zu dokumentieren. Eine Spülung sollte nach Möglichkeit spätestens alle 72 Stunden erfolgen, um eine „normale“ Wasserabnahme zu simulieren.

www.niederberger-gruppe.de

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