Bilanz 2024 Motel One Group auf Milliardenkurs

Motel One, Bilanz 2024
Motel One ist weiter auf Wachstumskurs und meldet auch für 2024 positive Umsatzzahlen. © STEFAN MARIA ROTHER/Motel One

Mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent auf knapp 980 Millionen Euro erzielt die Hotelgruppe im Geschäftsjahr 2024 ein neues Rekordergebnis. Was die Wachstumstreiber waren.

Die Motel One Group hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Umsatzplus von 15 Prozent abgeschlossen. Die Gesamterlöse stiegen von 851,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 979,6 Millionen Euro. Auch das Ebitdar legte um 14 Prozent auf 532 Millionen Euro zu – bei einer stabilen Marge von 54,3 Prozent. Das Management-Ebitda wuchs auf 265 Millionen Euro (+13 %) und unterstreiche die Effizienz und Resilienz des Geschäftsmodells.

Stabile Auslastung und Portfolio-Ausbau

Die positive Entwicklung basiere auf mehreren Faktoren: einer Gesamtauslastung von 71 Prozent, einem um rund acht Prozent auf 99 Euro gestiegenen Umsatz pro verfügbarem Zimmer (TRevPAR) sowie der erfolgreichen Expansion.

Die Gruppe erweiterte ihr Netzwerk im Jahr 2024 um fünf neue Häuser und insgesamt 1.458 zusätzliche Zimmer – darunter zwei neue The Cloud One Hotels in Düsseldorf und Danzig sowie ein Motel One in Antwerpen. Zum Jahresende 2024 umfasste das Portfolio 99 Hotels mit 27.928 Zimmern.

Deal mit PAI Partners

Ein Schritt zur weiteren Internationalisierung wurde im Februar 2025 eingeleitet: Mit PAI Partners hat Motel One eine Vereinbarung über eine strategische Beteiligung abgeschlossen. Der Finanzinvestor soll 80 Prozent des operativen Geschäfts übernehmen. Die Transaktion unterliege den üblichen behördlichen Genehmigungen und soll im zweiten Quartal 2025 abgeschlossen werden. Firmengründer Dieter Müller bleibt Chairman der Gruppe.

Für das laufende Jahr plant Motel One die Eröffnung weiterer fünf Hotels mit insgesamt 1.140 Zimmern – darunter neue Häuser in München, London, Paris, Wien und Lissabon. Angesichts robuster Kennzahlen und zahlreicher geplanter Veranstaltungen in europäischen Metropolen rechnet das Unternehmen auch 2025 mit einer positiven Geschäftsentwicklung. red/sar