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StartBusiness & ManagementMittelstandsbericht 2022::"Resilienz und Innovationskraft stärken"

Mittelstandsbericht 2022"Resilienz und Innovationskraft stärken"

Deutschland braucht Unternehmertum, um die aktuelle Krise zu meistern und sich für künftige Herausforderungen zu wappnen. Das betonen die in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zusammengeschlossenen Spitzenverbände in ihrem Mittelstandsbericht. Was sie noch fordern.  

„Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, unternehmerisches Handeln in den Fokus zu rücken und insbesondere die noch immer umfangreichen Bürokratielasten abzubauen und lange Verfahrensdauern zu verkürzen. Der Mittelstand benötigt gute Bedingungen, um seine Fachkräftebasis zu sichern und um die erheblichen Zukunftsinvestitionen zu stemmen“, teilt die AG Mittelstand mit. Im Rahmen ihres Mittelstandberichts zeigt diese auf, worauf es aktuell ankommt, formuliert die Erwartungen der mittelständischen Wirtschaft und gibt konkrete Handlungsempfehlungen.

In dem Bericht bekennt sich der Mittelstand trotz der aktuell schwierigen Lage zum Klimaschutz und zur Energiewende. Viele mittelständische Betriebe würden den Transformationsprozess des Landes mit wichtigen Innovationen vorantreiben. Ohne die Mittelständler aller Größenklassen, Branchen und Regionen könne der Wandel zu einer klimaneutralen und digitalen Wirtschaft nicht gelingen.

Betriebe hart von der Coronakrise getroffen

Die Coronakrise und die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben weite Teile der mittelständischen Wirtschaft in den zurückliegenden zwei Jahren hart getroffen, heißt es weiter. Vor allem der Non-Food-Einzelhandel, die Gastronomie und Hotellerie sowie zahlreiche weitere Dienstleistungsbranchen waren direkt in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt, andere Teile des Mittelstands litten und leiden indirekt unter den Folgen der Pandemie.

Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten, Störungen der internationalen Lieferketten und Preissteigerungen belasten den deutschen Mittelstand zusätzlich. Die Pandemie habe dafür gesorgt, dass die Rücklagen gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen und Selbstständigen zur Neige gehen. Auch wenn staatliche Hilfen die negativen Folgen in Teilen abgemildert haben, ist die Eigenkapitalbasis der besonders stark von der Pandemie betroffenen Mittelständler mittlerweile deutlich geschwächt, so die Arbeitsgemeinschaft. Zahlreiche mittelständische Betriebe und Unternehmen seien daher aktuell kaum in der Lage, notwendige Investitionen in ihre Zukunftsfähigkeit zu tätigen. Dabei würden Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz, Fachkräftemangel sowie die aktuellen Engpässe in der Logistik und in der Versorgung mit Rohstoffen und Vorprodukten kurzfristig Investitionen und große Flexibilität der Betriebe und Unternehmen erfordern.

Wettbewerbsposition von KMU

Die Wettbewerbsposition vieler KMU sei sowohl auf den internationalen Märkten als auch auf dem heimischen Markt gefährdet. Steigende Belastungen bei Energie- und Arbeitskosten würden ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit schwächen. Bürokratielasten und auch übermäßige Regulierungen und Aufsichtspflichten im Bereich der wichtigen Mittelstandsfinanzierung von Banken und Sparkassen bremsen die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Pandemie und die wichtigen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit zusätzlich, wie es im Bericht heißt.

Die Politik müsse deshalb die gesamtwirtschaftliche Resilienz und die konjunkturelle Erholung mit deutlich verbesserten Rahmenbedingungen stärken, fordern die in der AG Mittelstand zusammengeschlossenen Verbände. Vor allem das Unternehmertum an sich muss attraktiver gemacht werden.

>> Hier können Sie den gesamten Mittelstandsbericht 2022 einsehen

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