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StartTechnik & BetriebIT & AnwendungenMit Ratenstruktur mehr als nur Aufwand: Dirs21 zu PSD2-konformen Buchungen

Mit Ratenstruktur mehr als nur AufwandDirs21 zu PSD2-konformen Buchungen

Die neue europäische Zahlungsrichtlinie PSD2 gilt seit Jahresbeginn und bringt mehr Aufwand für den Hotelier mit sich. Benedikt Räther von Dirs21 erklärt, wie die Kreditkartenabfrage im Yield-Management und mit einer angepassten Ratenstruktur weiterhin ein Stück Planungssicherheit bieten kann.

Wenn der Gast mit Kreditkarte bucht, muss der Hotelier seit Jahresbeginn eine zusätzliche Sicherheitsschranke einbauen. Das schreibt die europäische Zahlungsrichtlinie PSD2 zwingend vor (wir berichteten).

Was für den Verbraucher mehr Sicherheit bringen soll, bedeute für Hoteliers weiteren Aufwand, führt Benedikt Räther, Head of Customer Success bei Dirs21 und zuvor Head of Sales bei den Achat Hotels, aus. Das schwäbische Unternehmen bietet ein webbasiertes Buchungs- und Channelmanagement-System an.

Der Gast müsse sich für die PSD2-konforme Buchung schon in der Buchungsstrecke mit einem zusätzlichen Element ausweisen, so der Anbieter. Das kann beispielsweise ein Fingerabdruck oder ein Code sein, den er von der Bank auf sein Handy gesendet bekommt. Das ist die so genannte Starke Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentification/SCA).

Sollte man als Hotel also überhaupt Kreditkartendaten abfragen? Und kann es sich lohnen, in sogenannte Mo-To-Verträge mit Zahlungsdienstleistern zu investieren? Gastgeber können sich damit absichern, sowohl rechtlich als auch, was mögliche Zahlungsausfälle angeht, ist der Experte überzeugt. Denn Kreditkarten seien ein Mittel, um gebuchte Raten zu garantieren und so für Planungssicherheit im Betrieb zu sorgen.

Mischung aus flexiblen und fixen Raten

„Es macht immer Sinn, preislich zwischen einer flexiblen, stornierbaren Rate und einer fixen, nicht stornierbaren Rate zu unterscheiden“, sagt Räther. Sein Tipp, um den Umsatz mit Hilfe von Yield- und Revenue-Management in diesem Bereich zu maximieren: „Die flexible Rate sollte deutlich teurer sein, der Gast zahlt hier seinen Anteil für die von ihm gewünschte Flexibilität und für die Freiheit, dass er jederzeit kostenfrei stornieren kann.“ Die Ratenstruktur gelte es klar zu kommunizieren: Gäste sollten bei der Buchung verstehen, warum sie für eine flexible Rate mehr zahlen sollen.

Wer nur mit solchen flexiblen Raten arbeitet, werde aber kaum sicher seine Auslastung planen können. Gäste können dann beliebig und kurzfristig absagen. „Wer zusätzlich verbindliche, nicht kostenfrei stornierbare Raten anbietet, sichert sich damit einen Teil Liquidität“, erklärt Räther.

Denn diese nicht erstattbare Rate steht dafür, dass das Geld fließen muss, auch wenn der Gast nicht anreisen sollte. Hierfür lohne es sich, schon bei der Buchung die Kreditkartendaten abzufragen, so Räther: „Damit Sie darauf zugreifen können, auch wenn der Gast niemals auftaucht.“

Garantierte Raten als weitere Option

Ebenfalls ein Stück Planungssicherheit würden zudem garantierte Raten bringen, mit einer Stornofrist beispielsweise einen Tag vor Anreise. „Wenn der Gast dann nicht anreist oder nicht rechtzeitig storniert, bucht der Hotelier ebenfalls die Kosten von der Kreditkarte ab, insofern diese bei Buchung zur Garantie abgefragt worden ist“, so Räther.

Mögliche Lösung bei No-Shows

Was viele vielleicht noch nicht wissen würden: Die nachträgliche Belastung von Kreditkarten ist unter der neuen Zahlungsrichtlinie nicht mehr so möglich wie bisher. Denn die zusätzliche Sicherheitsabfrage (SCA) und die damit verbundene Freigabe zur Abbuchung durch den Gast sei zeitlich begrenzt.

Hoteliers könnten aber dennoch nachträglich darauf zugreifen und Geld von diesen Karten abbuchen, wenn Sie über entsprechende Verträge mit ihrem Zahlungsdienstleister verfügen. „Wir als Branchenexperten wissen, wie wichtig es gerade in unsicheren Zeiten ist, dass Sie als Gastgeber Kreditkarten nachträglich belasten können und so zu dem Umsatz kommen, der Ihnen zusteht“, so Räther.

Das Unternehmen zum Beispiel arbeitet im Rahmen eines Angebotes unter dem Namen „Pay & Secure – Premium-Paket“ mit Zahlungsdienstleistern wie Concardis, First Cash Solution und dem Payment Gateway etwa mit Six Payment, BS Payone und Hobex zusammen. Zudem können Hotelpartner im Rahmen des Pakets auch Zahlungen über Online-Zahlungsdienste wie Paypal entgegennehmen.

„Gastgeber können damit auch künftig nachträglich offene Posten von Kreditkarten abbuchen – darunter sowohl die Übernachtungskosten bei No-Shows, aber auch beispielsweise Konsumationen aus der Minibar, die erst nach Abreise des Gastes auffallen“, erläutert Räther das Angebotspaket.

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