Convenience setzt verstärkt auf NachhaltigkeitMit gutem Gewissen

Das gesellschaftspolitische Thema Nachhaltigkeit nimmt auch im Außer-Haus-Markt eine immer wichtigere Rolle ein. Besonders bei Convenience-Produkten gewinnen Herkunft und Entstehung der fertigen Ware an Bedeutung – sowohl für die Gastronomen als auch für die Gäste. Tophotel zeigt drei Beipiele aus verschiedenen Lebensmittelbereichen.

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Das Gastgewerbe setzt weiterhin stark auf Convenience: 41 Prozent der Hotels und Restaurants in Deutschland verwenden vorgefertigte Lebensmittel und Food-Grundprodukte regelmäßig. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Marktforschungsinstituts The Business Target Group aus dem vergangenen Jahr. Besonders häufig kommen demnach tiefgekühlte Rohwaren zum Einsatz.

Aber woher kommen diese eigentlich? Wo und wie wurden sie verarbeitet? Wie sind dort die sozialen Standards? Wie sehr belasten sie die Umwelt? Solche Fragen werden sowohl für Gastronomen als auch für Gäste immer wichtiger. Dementsprechend arbeiten die Hersteller mit Hochdruck an diesen Themen. Besonders bei Gemüse, Früchten und Kartoffeln als Inbegriff von Natürlichkeit stehen »Clean Label« und Nachhaltigkeit ganz oben auf der Prioritätenliste. Viele Hersteller versprechen mittlerweile eine nachhaltige Erzeugung vom Anbau über den gesamten Produktionsprozess bis hin zum Transport der Waren. Vertragsbauern werden dazu verpflichtet, sich an die unternehmenseigene Charta zu halten, die in der Regel die Ausübung einer umweltschondenden Landwirtschaft und den Verzicht auf Gentechnik beinhaltet.

Anfang vergangenen Jahres verkündete Unilever Food Solutions, für die Marke Knorr sämtliche Produkte hinsichtlich Geschmack, Zutaten, Effizienz und Umweltschutz zu überarbeiten. Das Unternehmen setzt seinen Fokus hier im Wesentlichen auf den Klimawandel, Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Verpackung sowie die Einsparung von Wasser und CO2. Sämtliche Gemüse- und Kräuterlieferanten für die Knorr-Soßenprodukte wurden zur Teilnahme am Programm »Anbau für die Zukunft« verpflichtet; bis Ende dieses Jahres sollen auf diese Weise 50 Prozent der 13 wichtigsten Anbaupflanzen aus nachhaltiger Landwirtschaft bezogen werden, bis 2015 sollen es sogar 100 Prozent sein. Allein in Deutschland bauen nach Angaben des Unternehmens 1200 Bauern unter anderem Zwiebeln, Lauch, Sellerie, Kartoffeln und Karotten für Knorr an.

Um den Nährstoffgehalt der Waren bestmöglich zu erhalten und den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren, werden die Transportwege von Obst, Kräutern und Gemüse möglichst kurz gehalten und oftmals in eigenen Werken vor Ort verarbeitet. Direkt nach der Ernte und in der Nähe der Felder wird das Gemüse für die Knorr-Soßen getrocknet – das spart Gewicht für den Transport und entlastet somit die Umwelt.

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