Anzeige
Anzeige
Anzeige
StartAufmacherMeisterhaft (fast) ohne Fußball::DO & CO Hotel setzt auf Business-, Leisure- und...

Meisterhaft (fast) ohne FußballDO & CO Hotel setzt auf Business-, Leisure- und Individualreisende

Trotz des riesigen FC-Bayern-Fanshops im gleichen Gebäude – Zielgruppe des neuen DO & CO Hotels sind nicht nur Fußballfans. Das Haus mit 31 Zimmern und Suiten erwartet vielmehr Business-, Leisure- und Individualreisende, die die besondere Atmosphäre im Herzen der Münchner Altstadt schätzen.

Drei Gründe sorgen dafür, dass der Neubau, in dem sich das DO & CO Hotel befindet, auf keinen Fall zu verfehlen ist. Erstens liegt er im Herzen von München genau zwischen Frauenkirche und Rathaus – zentraler geht es nicht. Zweitens zeigt seine Fassade ein auffälliges mehrfarbiges Putzrelief mit dem Bild eines einst hier stehenden mondänen Altbaus. Der Entwurf für dieses Sgraffito stammt – ebenso wie das Gebäude selbst – aus der Feder des Münchener Architekturbüros Hild und K. Den dritten Grund liefert schließlich die sogenannte FC Bayern World, die in dem zum Rathaus orientierten Gebäudeteil untergebracht ist. Sie gilt mit 3.500 Quadratmetern Verkaufsfläche als größter Fanshop des Fußball-Rekordmeisters und präsentiert sich extrovertiert mit großflächigen Schaufenstern zur Fußgängerzone.

Leises Understatement

Im Gegensatz zum lauten Licht- und Farbspektakel der FC Bayern World ist das neue DO & CO Hotel von einer vornehmen Zurückhaltung geprägt. Anstelle großer Lettern, Leuchtreklamen oder Transparente verweist lediglich ein kleines Schild mit der Aufschrift „DO & CO“ auf den Haupteingang in den Arkaden entlang der Filserbräugasse. Doch selbst wer dann genau unter dem Schild des bekannten österreichischen Catering-Unternehmens steht, nimmt zunächst nicht das Hotel, sondern vor allem die hoteleigene Gastronomie wahr, die im Erdgeschoss unter dem unprätentiösen Namen „Gastwirtschaft“ firmiert. Beim Blick durch die mit Falttüren großflächig öffenbaren Glasflächen zeigt sich ein Lokal mit bodenständig-moderner Gestaltung und heimischer Küche. Beides trägt dazu bei, zwischen dem bunten Altstadttreiben und der gehobenen Understatement-Welt des Hotels zu vermitteln.

Wer den Haupteingang passiert hat, steht in der Lobby des Hotels, ohne dies jedoch unmittelbar zu realisieren, weil der Eingangsbereich zugleich als eine Art Schnittstelle konzipiert ist: Nach rechts erstreckt sich der längliche Gastraum des Restaurants, linker Hand ist durch einen vollverglasten Nebeneingang die FC Bayern World zu sehen, und direkt geradeaus befindet sich die Hotelrezeption. Zu erahnen ist Letztere allerdings lediglich durch zwei Loungesessel mit Beistelltisch sowie durch einen verschiebbaren Tresen, der außerhalb der typischen Arbeitszeiten komplett in der seitlichen Wand verschwindet. Spät anreisende Gäste werden von den Hotelmitarbeitern in lockerer Atmosphäre an einem Stehpult empfangen.

Anstatt sich mit dem Aufzug sofort auf den Weg zum Zimmer zu machen, sollten Hotelgäste auf jeden Fall die offene Wendel­treppe direkt neben der Rezeption nehmen und zumindest einen kurzen Blick ins „DO & CO Restaurant“ im Obergeschoss werfen. Dort können sie sich auf eine kulinarische Weltreise begeben und beispielsweise an der Theke zur offenen Küche die Zubereitung von Sushi-Kreationen oder Robata-Spezialitäten beobachten. Daneben hält eine klassisch wirkende Bar zahllose Cocktails und Drinks bereit, die auf der Außenterrasse zur Filserbräugasse hin noch besser schmecken als im gediegenen Inneren. Wer von all diesen Angeboten unbeeindruckt geblieben ist, kann den Weg zum Zimmer fortsetzen und hat durch den Abstecher zumindest schon mal jenen Raum gesehen, an dem tags darauf das Frühstück serviert wird.

Dezenter Fingerzeig im Interior

Dass der FC Bayern Hauptmieter des Gebäudes ist, macht sich im eigenständig (als Untermieter) von DO & CO betriebenen Hotel nur an wenigen Stellen bemerkbar. Ein Beispiel sind die Zimmerflure, in denen vereinzelt große Schwarz-Weiß-Fotos bekannter Vereinspersönlichkeiten an den Wänden hängen. Einen weiteren Bezug bilden die Tafeln vor jedem Hotelzimmer. Sie informieren dezent nicht nur über die Zimmernummer, sondern mit Foto und kurzem Text auch über jeweils eine der vom Rekordmeister bislang gewonnenen deutschen Fußballmeisterschaften.

In den Zimmern und Suiten müssen Gäste nicht unter einer Bettwäsche mit Vereinslogo schlafen. Vielmehr treffen sie auf eine von Designer Colin Finnegan mit viel Holz, Leder und Naturstein wertig gestaltete Welt mit unaufdringlich eleganten Designmöbeln und offenen Bädern. An den FC Bayern erinnern hier lediglich einige kleine Fotoaufsteller mit den unterschiedlichsten historischen Spielerszenen. Fans anderer Fußballmannschaften eröffnet sich damit problemlos die Chance, die wie Familienporträts platzierten Fotos einfach umzudrehen.

Zimmer mit besonderen Ausblicken

Eine prägende Rolle spielt in allen Zimmern insbesondere der Ausblick ins Freie. Mal fällt der Blick auf die Backsteinfassaden und die beiden Türme der Frauenkirche, mal auf das neogotische Rathaus und den benachbarten Marienhof. Als Marienhof wird jene große Grünfläche bezeichnet, die sich normalerweise zum idyllischen Picknicken in urbanem Umfeld eignet, aktuell jedoch als Baustelleneinrichtungsfläche für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke dient. Vom Lärm ist dank der hervorragenden akustischen Eigenschaften der Verglasung so gut wie nichts zu hören. Die zur schmalen autofreien Filserbräugasse orientierten Zimmer vermitteln wie in kaum einem anderen innerstädtischen Hotel Münchens das Gefühl, mitten in der Altstadt zu sein.

Maxi- statt Minibar

Was in allen Zimmern und Suiten die vielleicht größte Aufmerksamkeit erregt, ist die Bar. Die Rede ist hier nicht von einer mehr oder weniger verschämt untergebrachten Minibar, sondern von einer offenen Wein- & Cocktailbar mit Marmortischplatte und Spiegelrückwand. Kleine Flaschen mit Obstbränden und verschiedenen Gin-Sorten zählen ebenso zum Inventar wie eine Auswahl an Whiskys, Cognacs und Rotweinen. Gekühlte Champagner, Weißweine und nichtalkoholische Getränke sowie Eiswürfel sind direkt darunter in einem Kühlschrank zu finden. Dass es sich bei dieser Bar nicht nur um Deko handelt, zeigt nicht zuletzt ein Blick auf die Preisliste: Mittlere zweistellige Beträge werden nach Öffnen der Flaschen mindestens fällig.

Egal, ob diese Köstlichkeiten genossen wurden oder unangetastet blieben – Gäste, die sich am Morgen zum Frühstücken ins erste Obergeschoss begeben, erleben die Lage des Hauses mitten im Stadtzentrum noch einmal mit hoher Intensität. Zum einen lässt sich die erstaunlich plastische Sgraffito-Putzfassade auf der Außenterrasse aus nächster Nähe erleben. Zum anderen ist hier der Puls der Stadt zu spüren. Man hört das durch die Brüstung angenehm gedämpfte typisch städtische Grundrauschen, während man das À-la-carte-Frühstück verspeist – und dies dank der ausladenden Markise und der Fußbodenheizung nicht nur im Sommer, sondern auch im Herbst und an milden Wintertagen.

Direkte Innenstadtlage

Eggs Benedict sowie frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte bereiten hier ebenso viel Freude wie das Wissen, trotz der Altstadtlage nach dem Frühstück auch mit großem Gepäck bequem abreisen zu können. Einer der Zugänge zur U- und S-Bahnhaltestelle Marienplatz liegt keine 50 Meter vom Hoteleingang entfernt – von dort sind Bahnhof und Flughafen ohne Umsteigen zu erreichen. Und für Autofahrer übernimmt das Personal auf Wunsch – wie schon bei der Anreise – den Fahrzeugtransfer zwischen dem fünf Gehminuten entfernten Parkhaus und dem Hotel, damit die Heimreise bequem direkt vor dem Haus beginnen kann.

Dieser Service steht allen Hotelgästen zur Verfügung – nicht nur jenen der 130 Quadratmeter großen Penthouse Loft Suite im Dachgeschoss. Die mit vollwertiger Küche und großer privater Dachterrasse ausgestattete Suite dient nicht nur der Gästeunterbringung, sondern kann auch für Privatevents mit Catering gemietet werden. Gut möglich, dass hier hin und wieder die Granden des FC Bayern zum Dinner und zur anschließenden Privatführung im Fanshop laden. Mit dem Aufzug, der die Zimmerflure ansteuert, ist bei entsprechender Berechtigung jedenfalls jede Etage des Shops zu erreichen.

Autor: Roland Pawlitschko

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link