Die Hotelgruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und setzt 2025 auf Expansion, Renovierung und digitale Transformation. Neue Hotels sollen das Wachstum weiter stärken.
Die Hotelgruppe Meininger setzt ihren Expansionskurs fort. Nach einem Geschäftsjahr mit einem Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro kündigt das Unternehmen für 2025 umfangreiche Investitionen in Digitalisierung, Modernisierung und internationale Expansion an. „Wir wachsen seit Jahren konstant, darauf sind wir stolz. Mit 4,5 Millionen Übernachtungen konnten wir eine starke Auslastung von nahezu 80 Prozent erreichen. Eine tolle Teamleistung!“, sagt Ajit Menon, CEO von Meininger Hotels.
Expansion: Markteintritt in Spanien
Ende 2025 eröffnet Meininger Hotel in Barcelona das erste Haus in Spanien. Das neue Hotel mit 162 Zimmern und 555 Betten liegt direkt gegenüber der Fira de Barcelona GranVia, einer der größten Messeorganisationen Europas mit über 150 jährlichen Veranstaltungen.
Weitere Eröffnungen sind bereits in Planung und Umsetzung, wie Ajit Menon bestätigt: „Wir erweitern unser Portfolio kontinuierlich mit einem strategischen Fokus auf Europa. Neben der Neueröffnung in Barcelona bereiten wir aktuell den Wiedereintritt in den britischen Markt mit einem Hotel in Edinburgh vor.“ Standorte in Kiel, Tel Aviv und Straßburg seien ebenfalls geplant.
Renovierungen und Modernisierungen
Neben der Expansion modernisiert Meininger bestehende Häuser: 2024 wurden mehrere Standorte in Berlin, München, Wien, Paris und Hamburg renoviert. Weitere Projekte seien in Planung. Ziel sei es, den einheitlichen Marken-Standard konsequent umzusetzen und den Gästekomfort zu steigern.
Thomas Hagemann, COO bei Meininger Hotels, erklärt dazu: „Wir analysieren fortlaufend die Bedürfnisse unserer Gäste und identifizieren stetig neue Möglichkeiten zur Optimierung unseres Angebots. Aus diesem Grund investieren wir regelmäßig in die Modernisierung unserer Häuser und Services.“
Digitalisierung als Wachstumstreiber
Als wichtigen Erfolgsfaktor sieht das Unternehmen zudem die bereits begonnene digitale Transformation. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr der Self-Service für Gruppenbuchungen eingeführt. Großkunden können seitdem ihre Buchungen eigenständig über ein dediziertes Interface oder ein digitales Buchungsportal verwalten. Das reduziere Rückfragen, beschleunige Prozesse und steigere die Kundenzufriedenheit.
Für das neue Geschäftsjahr stehen laut Meininger drei zentrale Initiativen im Fokus: Mit der Einführung einer neuen cloudbasierten HR-Lösung will das Unternehmen sechs bisher genutzte Systeme mit dem Ziel ersetzen, HR-Prozesse ganzheitlich zu optimieren und die Employer Experience spürbar zu verbessern. Meininger plane zudem ein zentrales Purchase Ordering System sowie eine neue Plattform für das Rechnungsmanagement, um Einkaufsprozesse und das Lieferantenmanagement effizienter zu gestalten.
Ein neuer Web Check-in, der bereits in ausgewählten Häusern verfügbar ist, soll künftig eine vollständig digitale Abwicklung aller Check-in-Schritte bereits vor der Anreise ermöglichen. Die Bereitstellung in allen Hotels werde bis Ende Sommer 2025 abgeschlossen sein.
Auch im Personalbereich meldet das Unternehmen positive Entwicklungen: Die Weiterbeschäftigungsquote sei 2024 um acht Prozent gestiegen, der Bewerbungseingang deutlich. Mit einem fast paritätisch besetzten Team aus 90 Nationen und gezielten Maßnahmen in Employer Branding, Diversität und Learning & Development will sich Meininger als attraktiver Arbeitgeber positionieren.
Nachhaltigkeit wird vorangetrieben
Zuletzt vermeldet die Hotelgruppe Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit. Im Rahmen einer neuen Partnerschaft mit dem E-Ladestationen-Anbieter Wirelane wurden vorerst sechs Standorte in Deutschland mit Ladeinfrastruktur ausgestattet. Zudem werden mittlerweile 34 der 36 Häuser zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben.
Als Teil ihres strategischen Nachhaltigkeitsansatzes führte Meininger im Jahr 2024 gemeinsam mit einer externen Beratung eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch. Dabei wurden sowohl die Auswirkungen der unternehmerischen Aktivitäten auf Umwelt und Gesellschaft als auch relevante ESG-Risiken und Chancen systematisch bewertet. Die Ergebnisse würde eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie und des Geschäftsmodells bilden. So sei für dieses Jahr die Aktualisierung der konzernweiten CO₂-Bilanz geplant. Ziel sei es, auf Basis aktueller Daten weitere Reduktionspotenziale zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Senkung der Emissionen abzuleiten. red/sar