Mehrwertsteuer beim Thema FrühstücksbuffetMinisterium erntet Kritik aus der Branche

Beim Thema Frühstück wird die Umsetzung der Mehrwertsteuersenkung schwierig. Die neuerliche Regelung des Finanzministeriums dazu will der Dehoga Bayern so nicht hinnehmen. (Bild: Pixabay/Free-Photos)

Das Bundesministerium für Finanzen sorgt mit einem Schreiben an die Obersten Finanzbehörden der Länder für Unverständnis in der Branche. Darin geht es um die befristete Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen. Also auch um das Thema Hotelfrühstück. Unter anderem zeigt sich der Dehoga Bayern “maßlos enttäuscht”.

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“Heute erhielten wir das langersehnte Schreiben des Bundesfinanzministeriums zur Mehrwertsteuersenkung auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen, dessen Inhalt und Umfang maßlos enttäuscht. Die Vielzahl der offenen Fragen, die wir an das Bundesfinanzministerium mit der Bitte um Klärung adressiert haben, bleiben unbeantwortet”, heißt es von Seiten des bayerischen Dehoga.

Die in dem Schreiben nahezu einzig geklärte Regelung, sei “mehr als unbefriedigend”. Darin heißt es, dass bei der umsatzsteuerlichen Behandlung von Getränken bei einem Gesamtverkaufspreis (beispielsweise im Rahmen eines Buffets oder Frühstücks) nicht beanstandet wird, wenn der Anteil der Getränke pauschal mit 30 Prozent des Gesamtverkaufspreises angesetzt wird. “Bei einem ortsüblichen Frühstück hilft diese Regelung mithin gar nicht”, so die Verantwortlichen des Dehoga Bayern.

Für Hoteliers bliebe demnach “als einzige Lösung die konkrete Kalkulation des Anteils der Getränke, der in aller Regel zu einem deutlich niedrigeren prozentualen Anteil am Gesamtverkaufspreis führen wird, der dem allgemeinen Steuersatz von derzeit 16 beziehungsweise ab 1. Januar mit 19 Prozent zu unterwerfen ist”, so der Dehoga Bayern weiter.

Der Dehoga Bayern kündigt an, die Regelung so nicht hinnehmen zu wollen und “in einer konzentrierten Aktion all unsere Kontakte zu mobilisieren, um dem Wahnsinn des Bundesfinanzministeriums Einhalt zu bieten.” Auch die weiterhin ungeklärten Fragen, die man an das Bundesfinanzministerium gerichtet hatte, sollen schnellstmöglich geklärt werden.

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