Mega-Aufwand in MünchenRosewood-Fassaden stehen frei

2023 soll im Herzen von München das erste deutsche Rosewood Hotel entstehen. Wie aufwändig der Bau in der Kardinal Faulhaber Straße ist, zeigen aktuelle Bilder: Eine Stahl-Beton-Konstruktion sowie 500 Bohrpfähle stützen derzeit die historischen Fassaden.

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Ein Gerüst aus mehreren hundert Tonnen Beton und eine darauf aufgesetzte Stahlkonstruktion von 75 Tonnen stützt die Neubarock- und Rokoko-Fassaden der Kardinal-Faulhaber-Straße 1 und des angrenzenden Palais Neuhaus-Preysing. Die Bayerische Hausbau entwickelt hinter den denkmalgeschützten Fassaden das erste Rosewood Hotel Deutschlands in der Kategorie Fünf Sterne ultra luxury.

Das Gerüst, das bereits vor dem Abbruch der Gebäude angebracht wurde, stützt mit einer Art Klammerfunktion – durch eine Holzverstrebung in den Fensteröffnungen – die freistehenden Fassadenwände, hinter denen das Hotel bis 2023 errichtet wird. Dadurch können die Windlasten, die auf die frei-stehenden Wände treffen, abgefangen werden. Im Boden verankert sind die rund 300 Meter umlaufenden Fassaden zudem durch eine engmaschige Pfahlkonstruktion: Rund 500 Bohrpfähle, die bis zu 25 Meter lang und im Abstand von rund 60 Zentimetern angebracht sind, stützen die Gebäudefronten.

„Im Herzen der belebten Münchner Innenstadt sind Projekte dieser Größenordnung Maßarbeit und erfordern neben individuellen Lösungen Koordination bis ins kleinste Detail“, sagt Peter Müller, Geschäftsführer Development bei der Bayerischen Hausbau. „Hier können wir auf unsere vielfältige Erfahrung bei Innenstadtprojekten wie dem Marienplatz 22, dem Donisl und dem Joseph Pschorr Haus zurückgreifen.“

Behutsamer Umgang mit der Bausubstanz

Mit dem Rückbau des Gebäudeinneren hat die Bayerische Hausbau im Frühjahr 2019 begonnen. Die denkmalgeschützen Gebäudeteile, wie der Preysing-Saal im Palais Neuhaus-Preysing sowie das Treppenhaus und das Vestibül in der Kardinal-Faulhaber-Straße 1, das später zum Eingangsbereich des Hotels umgestaltet wird, hat die Bayerische Hausbau eingehaust, um diese während der Bauzeit zu schützen. Auch die Gesimse an den Gebäudefronten werden durch die Stahlkonstruktion gesichert. Die elf Figuren, die das Dach an der Ecke Kardinal-Faulhaber-Straße/Prannerstraße zierten, wurden im Mai 2019 behutsam abgenommen und für die Bauzeit eingelagert, um sie vor Erschütterungen zu schützen.

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