Marktübersicht BlockheizkraftwerkeSparmaßnahme mit Investitionszuschuss

Mittlerweile gibt es BHKW in fast allen Leistungsklassen und somit für alle Hotelgrößen. (Bild: Buderus)

Der Einsatz eines Blockheizkraftwerks hilft bei nahezu jeder Hotelgröße, Energiekosten zu sparen. Zusätzlich ermöglichen sie dem Betreiber ein Stück eigene Versorgungssicherheit. Und der Staat hilft auch noch mit.

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Hotels haben einen hohen Energiebedarf sowie Warmwasserverbrauch. Hinzu kommen Heizung und Strom, die im Betrieb verbraucht werden. Wer da in Energiekonzepte investiert, spart auf lange Sicht Geld. Eine sinnvolle Möglichkeit ist der Einsatz eines Blockheizkraftwerks (BHKW). Damit können Hotels die Grundlast in beiden Energiearten abdecken und eine eigene Versorgungssicherheit herstellen.

„Neben Wärme für Heizung und Warmwasser wird auch Strom produziert, der im Gebäude selbst verbraucht werden kann. Dadurch reduzieren sich die Energiekosten erheblich“, nennt A-Tron-Chef Egbert von Bestenbostel einen Vorteil von BHKW. David Plaggenborg, Marketingleiter bei RMB/Energie, ergänzt: „Hotels können durch den Einsatz eines BHKW etwas Gutes für die Umwelt tun und natürlich auch damit werben und somit ihr Image verbessern.“ Weil Blockheizkraftwerke so effizient arbeiten, werde ihr Einsatz durch umfangreiche staatliche Förderprogramme unterstützt. Wie, das konkretisiert Wolfgang Heß, zuständig für IT und Datenmanagement bei Senertec: „Für die Einspeisung des nicht benötigten Stroms ins öffentliche Netz gibt es – ähnlich wie bei Photovoltaik und Windkraft – eine Vergütung von derzeit acht Cent pro Kilowattstunde. Auch für den selbst verbrauchten Strom erhält der Betreiber vier Cent pro Kilowattstunde. Von der Energiesteuer (5,5 Cent pro Kubikmeter Erdgas) sind Blockheizkraftwerke befreit, und vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es einen einmaligen Investitionszuschuss von bis zu 3.688 Euro.“

Für wen sich die Investition lohnt

Ab wann sich der Einsatz eines BHKW im Hotel lohnt, hängt vom Energiebedarf des Hauses ab. „Wenn der Stromverbrauch des Hotels über 40.000 und der Wärmeverbrauch über 100.000 Kilowattstunden liegen, kann ein BHKW wirtschaftlich betrieben werden“, sagt Wolfgang Rogatty, Head of Trade Media bei Viessmann. „BHKW unserer Größe eignen sich für Hotels ab 60 Zimmer“, sagt Boris Lutter, Geschäftsführer von Tuxhorn. Die Einschätzung beim Anbieter Remeha: Da es heute BHKW in nahezu allen Leistungsklassen gebe, lohne sich das für fast jedes Hotel. David Plaggenborg von RMB/Energie macht zunehmend die Erfahrung, dass Hotelbesitzer, die diese Art der kombinierten Wärme- und Stromerzeugung nutzen, immer wieder erstaunt darüber sind, wie schnell ein Blockheizkraftwerk schwarze Zahlen „schreibt“.

Aufgrund der Vorteile ist der Einsatz von BHKW sehr beliebt. „Die Zahl der verkauften BHKW hat in den vergangenen fünf Jahren allgemein leicht, aber stetig zugenommen“, sagt Wolfgang Rogatty. An deren Effizienz wird immer weiter geforscht. „Aktuell wird Wasserstoff als zukünftiger Brennstoff erprobt. Effizienz und Wirkungsgrade werden durch ständige Entwicklungen weiter erhöht“, erklärt A-Tron-Gründer von Bestenbostel. Außerdem: „Mit dem am 3. Juli verabschiedeten Kohleausstiegsgesetz wird auch das Kraftwärmekopplungsgesetz novelliert. Höhere Vergütungssätze im neuen KWKG sowie um ein Drittel gesunkene Gaspreise machen die Strom- und Wärmeerzeugung aus einem eigenen BHKW so attraktiv wie selten zuvor“, betont Andreas Bodensteiner, Geschäftsführer KW Energie.

Die folgende Marktübersicht zeigt neun Modelle im Überblick.

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