Markt für Hotelinvestments Christie & Co für 2021 vorsichtig optimistisch

Die Hotelnachfrage in Deutschland und Österreich soll sich 2021 erholen. Das prognostizieren die Immobilienberater von Christie & Co in ihrem Business Outlook. © Pixabay/bottlein

Der Immobilienberater Christie & Co hat seinen „Business Outlook 2021“ für die Hotelbranche veröffentlicht und eine Prognose für das Jahr abgegeben. Demnach erholt sich 2021 in Deutschland und Österreich die Hotelnachfrage, langfristig soll sie steigen. Das ist nicht die einzige Entwicklung, die die Berater sehen.
Die Investorennachfrage für den Sektor bleibe bestehen, so die Prognose von Christie & Co für Deutschland und Österreich. „Das Interesse der Investoren ist nach wie vor vorhanden, vor allem für großvolumige Objekte und Resorthotels“, erklärt Lukas Hochedlinger, Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co. „Unsere Umfrage ergab, dass fast drei Viertel aller deutschen und österreichischen Investoren und Betreiber der Meinung sind, dass das Jahr 2021 Chancen bringen wird.“

Banken schauen genauer hin

Dabei haben sich die Bedingungen für die Finanzierung etwas verändert: „Einige Banken finanzieren weiterhin Hotels, sind aber vorsichtiger und durchleuchten das gesamte Finanzierungspaket genauer, um sicherzustellen, dass Kriterien wie ein nachhaltiges Pachtniveau und eine vernünftige Lage berücksichtigt werden“, fasst der Hotelexperte zusammen.

Überhitzter Markt beruhigt sich

Die Berater sehen außerdem, dass sich die Lage 2021 beruhigt, was das Thema Hotelentwicklung, Mieten, Mietniveau und Zimmerangebot angeht. Hier sei der Hotelmarkt in der Vergangenheit überhitzt gewesen. Außerdem würden Internationale Marken weiter in den Markt drängen, während einige privat geführte Hotels und kleinere lokale Gruppen ausscheiden.

Trends und Profiteure

Auch werden 2021 unter anderem Qualität, das Abheben von der Masse, Nachhaltigkeit und Digitalisierung noch wichtiger, prognostizieren die Berater. Freizeitdestinationen würden kurz- bis mittelfristig weiter profitieren, da Langstreckenreisen begrenzt blieben und die Inlandsnachfrage ankurbeln.
Der Bericht beleuchtet zudem die unterschiedlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die Hotelmärkte in Deutschland, Österreich und den CEE-Ländern. In Deutschland und Österreich hat sich demnach 2020 ein starker Trend zum Inlandstourismus herauskristallisiert. Das hat insbesondere für Hotels in Urlaubsregionen teilweise zu noch besseren Ergebnissen als in den Vorjahren geführt, so die Berater.

Leichter Optimismus

Nach einem herausfordernden Jahr zeigten die Ergebnisse der Stimmungsumfrage erneut die Auswirkungen der Pandemie auf die Hotellerie in ganz Europa. Zugleich sind die Befragten leicht optimistisch, dass sich der Sektor erholt. Dieser Optimismus ist in den verschiedenen Ländern jedoch gemischt. Die Befragten in Deutschland und Österreich sind mit knapp 50 Prozent der Antworten am positivsten gestimmt. In Frankreich glauben dagegen 36 und in Spanien und Portugal nur 21 Prozent der Befragten, dass sich der Markt erholt.
Potenzial innerhalb des Sektors sehen 74 Prozent der Befragten in Deutschland und Österreich. Sie nennen dabei Wachstum durch den Erwerb von durch die Krise geschwächten Objekten, Marktkonsolidierung bei gleichzeitig erhöhter Reiselust oder Investitionen in ihre bestehenden Immobilien.
Und wohin werden sich die Preise und der Wert von Unternehmen bewegen? In allen befragten Ländern meinen mehr als 50 Prozent der Befragten, dass die Immobilienpreise im Jahr 2021 sinken werden. In Deutschland und Österreich glauben jeweils 46 Prozent, dass die Preise und Werte stabil sein oder steigen werden.