Umbau Lüsnerhof: Bio-Baukunst mit Zukunft

In der Ritualsauna mit energiesparendem Sauna-Ofen finden die täglichen Aufgussrituale statt. © Upscale

Das Südtiroler Naturhotel in Lüsen setzt bei seinem neuen Erweiterungsbau auf traditionelle Baumaterialien und energieeffiziente Technik.

Wie nachhaltige Architektur und alpine Gastlichkeit ineinandergreifen können, zeigt das Naturhotel Lüsnerhof mit seinem neuen Erweiterungsbau. Das Viersterne-Superior-Haus setzt auf konsequente Bio-Bauweise mit Naturmaterialien.

Als zentralen Baustoff verwendete das Hotel heimisches Zirben- und Lärchenholz, das aus den umliegenden Wäldern gewonnen wurde. Die tragende Konstruktion wurde in regionaler Handwerkstradition errichtet, ergänzt durch Lehmputzwände mit integrierter Wandheizung. Diese Kombination sorge für ein diffusionsoffenes Raumklima mit natürlicher Strahlungswärme – schadstoffabsorbierend, feuchtigkeitsregulierend und schlaffördernd.

Als mineralisches Gegengewicht dienen Dolomitgestein aus dem Naturpark Puez-Geisler sowie Lasa-Marmor, der gezielt mit recyceltem Altholz aus dem historischen Gargitthof kombiniert wurde. Die Materialien erzählten nicht nur regionale Geschichten, sondern erfüllen höchste Anforderungen an Langlebigkeit, Ästhetik und baubiologische Qualität.

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Die neuen Suiten setzen auf heimisches Holz, Lehmputz und Dolomitgestein. - © Hannes Niederkofler

Die Ritualsauna markiert einen weiteren architektonischen Akzent bei der neuen Spa-Erweiterung: ein offener Raum mit maßgefertigtem Holzofen, Kaminfeuer und effizienter Wärmeverteilung. Durch die Holzfeuerung werden nach Angaben des Hotels rund 70 Prozent des Strombedarfs eingespart. Die Konstruktion verzichtet auf stromintensive Heizsysteme, ohne Komforteinbußen.

Auch der neu errichtete Glas-Holz-Pavillon (Shala) punktet architektonisch: filigrane Glasflächen und massives Holz schaffen einen lichtdurchfluteten Raum für Yoga, Meditation und Achtsamkeitsformate. Die "Silber-Quarzit-Räuchermeditation", die hier stattfindet, rundet das Konzept ab. red/nz