Der Münchener Hospitality-Anbieter unterzeichnete 2023 rund 3.000 neue Apartments und verdoppelte seinen Umsatz. Für 2024 plant das Unternehmen weitere Expansion und Übernahmen.
Limehome, ein europaweit agierender Betreiber von voll digitalisierten Design-Apartments, konnte sein Wachstum im Geschäftsjahr 2023 fortsetzen. Demnach vergrößerte das Unternehmen sein Portfolio auf insgesamt 6.000 Apartments und expandierte in vier neue Märkte. Damit verdoppelte sich der Umsatz und nähert sich nach eigenen Angaben der dreistelligen Millionenmarke. Alle Standorte waren über das gesamte Portfolio zu 90 Prozent ausgelastet.
Marktstellung weiter ausbauen
„2023 war ein Jahr voller Herausforderungen, aber auch ein Jahr des starken Wachstums. Unsere Fähigkeit, in einem schwierigen Umfeld zu expandieren und gleichzeitig profitabel zu bleiben, ist ein klares Zeichen unserer Stärke und Innovationskraft“, sagt Josef Vollmayr, Co-Gründer und Co-CEO. „2024 sind wir bestens positioniert, um unsere führende Marktstellung weiter auszubauen und in neue Märkte zu expandieren. Langfristig wollen wir das Angebot in ganz Europa und auch darüber hinaus anbieten. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir unser Angebot auf 20.000 Apartments steigern.“
Zürich ist "attraktiver Immobilienmarkt"
Deutschland bleibe weiterhin der stärkste Markt des Serviced-Apartment-Anbieters. Bis Ende 2023 unterzeichnete das Unternehmen Verträge für rund 1700 neue Apartments in der Bundesrepublik, die mit insgesamt 3700 Apartments rund 60 Prozent des Portfolios darstellen. Kurz vor Jahresende folgte die Vertragsunterzeichnung für ein neues Großprojekt mit 130 Apartments in der Berliner Klosterstraße. Die 2023 unterzeichneten Apartments werden nach Fertigstellung zusätzliche Einnahmen von rund 120 Mio. Euro einbringen, so das Unternehmen.
Limehome setzt neben Metropolen, in denen rund die Hälfte der Apartments liegen, auf Groß- und Mittelstädte wie Nürnberg, Lübeck und Göppingen. Diese Strategie sei auch in den europäischen Märkten erfolgreich: In Österreich wuchs der Apartment-Anbieter demnach im vergangenen Jahr dreimal so stark wie noch 2022. In der Schweiz gelang der Markteintritt mit einem Standort in Zürich, dem für das Unternehmen „attraktivsten Immobilienmarkt des Landes“.

Alternative Nutzungskonzepte
40 Prozent der 2023 unterzeichneten Apartments liegen außerhalb Deutschlands. Die wachsende Präsenz in touristischen Spitzendestinationen wie Rom, Madrid, Lissabon, Athen oder Amsterdam belege die starke europaweite Nachfrage nach digitalisierten Angeboten.
Standorte in Italien, Griechenland, Portugal und Spanien machten 2023 ein Drittel der neu unterzeichneten Einheiten aus. In den Niederlanden expandierte der Serviced Apartment-Anbieter ebenfalls und erhöhte zuletzt auf drei Standorte in Amsterdam. Bereits im ersten Quartal 2024 eröffnen 50 Einheiten in Sloterdijk, ebenso wie weitere elf Units im Stadtzentrum unweit des belebten Leidseplein. 2024 plane Limehome, sein Angebot auch in Märkten wie Großbritannien und Frankreich zu etablieren und mit Betreiberübernahmen die zu erwartende Konsolidierung der Branche aktiv mitzugestalten.
Alternative Nutzungskonzepte für leerstehende oder unrentable Gewerbeflächen liegen im Trend. Limehome könne als flexibler Partner Flächenkonversionen, Mixed-Use- und Single-Tenant-Projekte lukrativ bewirtschaften. Inzwischen gehe knapp die Hälfte der Standorte auf Konversionsprojekte zurück.
Auch personell habe sich das Unternehmen vergrößert und stellte 126 neue Mitarbeitende ein. Europaweit seien nun 266 MitarbeiterInnen aus 42 Ländern im Einsatz. red/nz