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StartPeople & BrandsBrandsLeisure mit legendärer Entourage::Subtiles Rebranding im Hard Rock Hotel Davos

Leisure mit legendärer EntourageSubtiles Rebranding im Hard Rock Hotel Davos

Im Zuge der Übernahme eines bestehenden Hauses in Davos hat die Hotelgruppe Hard Rock International ein Rebranding-Konzept, auch für das Interior Design, entwickelt. Im Mittelpunkt stehen wenige subtile Eingriffe, die dem traditionsreichen Haus eine neue Markenidentität verleihen und in den Zimmern für das typische Hard-Rock-Gefühl sorgen.

Ursprünglich wurde das Alexanderhaus in Davos in den 1880er-Jahren vom Arzt Alexander Spengler als alpines Sanatorium erbaut. Es gilt als erstes Kurhaus des damals noch jungen Luftkurorts und diente dank des gesunden Höhenklimas auf 1.550 Metern Seehöhe insbesondere der Behandlung von Tuberkulose, Atemwegs- und Hautkrankheiten.

Nachdem der Klinikbetrieb 2004 endete, wurde die Immobilie einige Jahre lang provisorisch als Hotel genutzt. Acht Jahre später erregte das Haus die Aufmerksamkeit der heutigen Eigentümerin International Hospitality Services AG (IHS). Die IHS kaufte das Hotel, kernsanierte es und eröffnete es als Spenglers Davos Ende 2016 neu.

Zeitlos elegante Innenräume

Für das Interior Design zeichnete die Londoner Filiale des australischen Architekturbüros Woods Bagot verantwortlich. Sie entwarfen zeitlos elegante Innenräume, die die denkmalgeschützte Gebäudestruktur und das 21. Jahrhundert verbinden und deren Klarheit auf dem Einsatz nur weniger unterschiedlicher Materialien und Farben beruht.

Einziges Hard Rock Hotel im deutschsprachigen Raum

Seit der Eröffnung des Spenglers Davos suchte die IHS nach einer starken, bekannten Marke für ihre Liegenschaft. Fündig wurde sie 2017, und nur kurze Zeit später unterzeichnete Hard Rock International (HRI) einen Franchise-Vertrag. Für die amerikanische Hotelgruppe handelte es sich damals um das erste Haus auf dem europäischen Festland – zuvor verfügte sie lediglich über Dependancen auf Ibiza und Teneriffa. Noch heute ist es das einzige Haus im deutschsprachigen Raum.

„Davos ist bekannt für sein reines Klima, sein Kulturangebot und seine vibrierende Unterhaltungsszene und gilt daher als renommiertes Reiseziel, das Touristen aus der ganzen Welt anzieht“, sagte Dale Hipsh, Senior Vice President von Hard Rock International, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Wir sind der Ansicht, dass Davos perfekt zur Marke passt.“

Bildergalerie: Blick ins Hard Rock Hotel Davos

Das kleinste aller Hard Rock Hotels

Für HRI handelt es sich hierbei aber auch insofern um ein außergewöhnliches Projekt, als dass es mit 79 Zimmern und Suiten sowie 15 Serviced Apartments, sogenannten Residences, das kleinste aller Hard Rock Hotels weltweit darstellt. Während die meisten anderen Häuser über mehrere hundert Zimmer verfügen, strahlt der Davoser Ableger den Charme eines Boutique-Hotels aus. Eine weitere Besonderheit sind die Residences, die von kapitalkräftigen Interessenten als Wertanlage gekauft und für bis zu zwei Monate pro Jahr selbst genutzt werden können. Außerhalb dieser Zeit werden sie als regulärer Teil des Gästeangebots vom Hard Rock Hotel mitvermietet.

Hard Rock als neue Markenidentität

Das nach der Übernahme von HRI durchgeführte Rebranding verlief augenscheinlich zurückhaltend. Am Hoteleingang wurden lediglich neue Logos und Schriftzüge angebracht, und in der Lobby erfolgten – in Abstimmung mit den Architekten von Woods Bagot – einige kleinere Veränderungen in den gastronomischen Bereichen. Was das ehemalige Alexanderhaus heute klar als Hard Rock Hotel Davos erkennbar macht, sind vielmehr einzelne Details, die in der Summe aber die typische Markenidentität entstehen lassen.

Das Hemd von Elvis hängt an der Wand

In den öffentlichen Bereichen sind dies beispielsweise der neue „Rock Shop“, ein Beschilderungskonzept, neue Beleuchtungselemente, Texte an den Wänden des Restaurants sowie eine bewegliche DJ-Station für Musikveranstaltungen. Hinzu kommen neue Kunstwerke und ein leistungsfähiges Soundsystem. Die mit Abstand wichtigste Rolle spielen jedoch die auch für jedes Hard Rock Café elementaren Memorabilien: originale Musikinstrumente, Kleidungsstücke und andere Objekte, einst getragen oder benutzt von weltberühmten Stars der Rockmusik. Neben einer Gitarre von Bruce Springsteen und einem Hemd von Elvis Presley sind in Davos aber auch Kleidungstücke von Madonna, Björk und Lady Gaga zu sehen.

Zimmer, Suiten, Residences

Die zwischen 17 und 76 Quadratmeter großen Zimmer und Suiten sowie die bis zu 120 Quadratmeter großen Residences sind aufgrund der Architektur des historischen Gebäudes zwar sehr unterschiedlich. Sie verfügen aber alle über die grundsätzlich gleiche und gleichwertige Ausstattung: bequeme Boxspringbetten, „Sleep-Like-a-Rock“-Bettwäsche, Badezimmer mit Regenduschen und teilweise auch eigene Balkone. Unter anderem durch die Ergänzung der Zimmer um Schreibtische in Form von feingliedrigen Stahlrohrmöbeln erhielt das bisherige Viersternehotel von der Hotellerie Suisse Anfang 2021 die neue Klassifizierung Viersterne-Superior.

Subtile Neuinterpretation

Angesichts des ohnehin erst 2016 kernsanierten Hauses und der Tatsache, dass es keine zwingenden Designvorgaben für einzelne Hard Rock Hotels gibt, bestand für HRI keine Notwendigkeit, die vom Architekturbüro Woods Bagot zeitlos geplanten Zimmer völlig neu zu gestalten. Stattdessen erfolgten minimale Eingriffe, die die Gäste aber schon auf dem Weg zum Zimmer wahrnehmen, auf dem sie sowohl im Aufzug als auch in den Fluren von vergleichsweise lauter Rockmusik begleitet werden.

In den Zimmern selbst erscheint das Spenglers Davos auf den ersten Blick kaum verändert. Selbstverständlich gibt es neue „Welcome Cards“ und Flyer sowie eine Begrüßung der Gäste mittels neu konfigurierter TV-Screens. Wesentlich subtiler auf HRI als neuen Betreiber weisen jedoch die vielen kleinen Details hin: die Bettwäsche mit den kleinen aufgedruckten Gitarren, die Bettüberwürfe, deren Gelb den Hard-Rock-CI-Farben entspricht, oder das Toilettenpapier mit musikalischen Sprüchen. Hinzu kommen tragbare kabellose Bose-Lautsprecher, die sich mittels Bluetooth mit den Smartphones, Tablets oder Laptops der Gäste verbinden lassen, um beispielweise die eigens von einem Vibe-Manager kreierte Spotify-Playlist zu spielen.

Plattenspieler für den „Sound of Your Stay“

Absolutes Highlight für alle Rockfans sind zweifellos die insgesamt 13 Crosley-Plattenspieler, die man kostenlos im Rahmen des „Sound of Your Stay“-Programms mitsamt einer Auswahl an Tonträgern ausleihen kann. Oder die fünf ebenfalls kostenlos mietbaren Fender-Gitarren, die mithilfe eines On-Demand-Videounterrichts die ersten Schritte im E-Gitarren-Spielen ermöglichen. Am meisten als Rock Star können sich die Gäste aber in der „Rock Star Suite“ fühlen. In diesem 80 Quadratmeter großen Zimmer mit zwei Balkonen, Gästetoilette, Kitchenette, Esstisch, Bar und separatem Wohnzimmer befindet sich in einer Vitrine die einzige nicht öffentlich zugängliche Memorabilie: eine Weste von Gitarrenlegende Jimi Hendrix.

Typischer Vertreter der Hard-Rock-Familie

Mit seinen dezenten und größtenteils auch reversiblen Veränderungen des Vorgängerhotels entfaltet das Rebranding-Interior-Konzept in Summe große Wirkung. Letztlich erscheint das Hard Rock Hotel Davos mit seinem Storytelling nicht trotz, sondern gerade wegen der fehlenden konkreten Designvorgaben als typischer Vertreter der Hard-Rock-Familie.

Autor: Roland Pawlitschko

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