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Leise und energieeffizient: Marktübersicht dezentrale Lüftungssysteme

Hoteliers, die ihren Gästen eine Wohlfühlumgebung bieten wollen, müssen dabei auch für gute Raumluft sorgen. Dezentrale Lüftungssysteme sind eine Option. Wir haben Experten zu Anforderungen und Trends befragt.

Ein angenehmes, gesundes Raumklima ist seit der Coronapandemie wichtiger denn je. Bei der Entscheidung für ein Lüftungskonzept haben Hoteliers die Wahl zwischen dezentralen und zentralen Lüftungssystemen. Der Unterschied liegt in der Funktion.

Die Gründe, die für eine dezentrale Lüftung im Hotel sprechen, sind, dass diese weniger Platz benötigt und sich schnell installieren lässt, da für die Systeme keine Luftleitungen verlegt werden müssen. Dadurch seien auch Reinigung, Wartung – regelmäßiger Austausch des Luftfilters – und Nachrüstung einfacher durchzuführen, heißt es seitens der Hersteller, die wir für diese Marktübersicht befragt haben. Zudem müssten im Vorfeld der Installation deutlich weniger brandschutztechnische Fragen gelöst werden als bei zentralen Systemen.

Alle dezentralen Lüftungssysteme zum Durchklicken

>>Hier geht es zur Druckversion der Marktübersicht dezentrale Lüftungssysteme.

„Mit dezentralen Systemen entfällt die Notwendigkeit einer großen Technikzentrale, ebenso wie der Aufwand und die Investition eines Kanalnetzes durch das Gebäude mit üblicherweise dann großzügig abzuhängenden Decken“, erläutert Niels Hackmann, Project Leader Customer Strategy bei Kampmann – und Raum in Hotelgebäuden sei nun mal wertvoll.

Außerdem lassen sich mit den Geräten nur belegte Zimmer belüften, im Leerstand dagegen bleiben sie ausgeschaltet. „Die Regelbarkeit für unterschiedliche Belegungssituationen in den belüfteten Zonen schaffen anwendungsorientierte Raumklimaverhältnisse“, ergänzt Maximilian Schmidt, Marketingreferent bei der Wolf Gruppe.

Wie die Hersteller wissen, sind Hotels der Einsatzbereich mit den höchsten Anforderungen an eine geringe Geräuschemission der Geräte. „Ein möglichst flüsterleiser Betrieb“ ist gewünscht, sagt Nicole von Thülen, Marketingleiterin bei Vallox. Geräte mit leise arbeitenden Ventilatoren, einer intelligenten Luftführung im Gerät und am Luftauslass sowie einer Regelung, die mit Sensorik nur die Betriebsstufe wählt, die auch wirklich benötigt wird, seien gefragt, ergänzt Niels Hackmann von Kampmann.

„Bei der Auswahl eines dezentralen Lüftungssystems sind technische Daten wie Luftleistung oder Eigengeräusch wichtig“, betont Michael Sturm, Produktmanager Aero bei Siegenia. „Ausschlaggebend kann aber gerade in urbanen Umgebungen auch eine hohe Schalldämmung sein, die den Hotelgast vor Außenlärm schützt.“

Gäste nehmen Einfluss auf Techniktrends

Ebenso darf die Ästhetik in der Hotellerie nicht zu kurz kommen. „Die sichtbaren Elemente des Lüftungssystems sollen über ein dezentes, optisch ansprechendes Design verfügen“, nennt Wilfried Löffler, Produktmanagement KWL bei Helios Ventilatoren, als Anforderung. „Ebenfalls wichtig ist Hoteliers eine flexible und bedarfsgeführte Steuerung. Das bedeutet, dass sich die Lüftungsanlage den Gegebenheiten vor Ort automatisch anpasst. So sorgt ein Feuchtefühler beispielsweise für eine optimale Luftqualität im Badezimmer.“

Gefragt sind hochqualitative Komplett- beziehungsweise Plug-and-Play-Systeme, die minimalen Installationsaufwand und unkompliziertes Nachrüsten ermöglichen. Die Techniktrends werden dabei maßgeblich durch die Gäste bestimmt. „Diese möchten beispielsweise das Raumklima selbst bestimmen können“, so Niels Hackmann.

„Daher ist eine intuitive Regelung wichtig, die jedoch in ihrer individuellen Regelbarkeit so eingeschränkt sein muss, dass ein effizienter Betrieb erreicht wird. Denn zum anderen ist den Gästen mehr denn je ihre Rolle als Energieverursacher bewusst.“

Sensorik und Nachhaltigkeit werden bei dezentralen Lüftungssystemen wichtiger

Ebenfalls im Trend liegt die sensorgeführte Lüftungsautomatik auf Basis einer CO2-Regelung, heißt es bei Siegenia. „Auch Feuchte- und Temperatursensoren für die Zu- und Abluft gehören zu einer optimalen Lüftungsautomatik dazu“, so Michael Sturm. „Häufig werden zudem VOC-basierte Luftqualitätssensoren eingesetzt.“ Der Mensch registriere „schlechte Luft“ nur unzureichend – das habe nicht zuletzt die Pandemie gezeigt. Das Interesse an einer Luftqualitätssensorik und -visualisierung habe daher stark zugenommen.

Und auch die Nachhaltigkeit spielt bei den dezentralen Systemen zunehmend eine Rolle – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der derzeitigen Energiekrise. An Stellenwert gewinne vor allem das Thema „Lüften mit Wärmerückgewinnung“, so Marc Kerscher, Marketing & Kommunikation bei Meltem.

„Wärme aus der Abluft konditioniert in hohem Maße die einströmende Außenluft und spart so Heizenergie für die Erwärmung der Frischluft und die entsprechenden CO2-Emissionen ein.“ Das spart Kosten. Nicole von Thülen von Vallox ergänzt: „Keramikwärmespeicher, Strömungsgleichrichter und hochmoderne EC-Ventilatoren machen ein dezentrales System zu einem top-energiesparenden.“

Als weitere Nachhaltigkeitsparameter nennt Niels Hackmann von Kampmann Materialeinsparungen infolge nicht benötigter Luftkanalnetze, und Sales Manager Julian Pahl von BluMartin verweist auf recyclebare Materialien, Bedarfsführung, rahmenlose Filter und die hohe Energieeffizienz der dezentralen Geräte.

Autorin: Brit Glocke

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