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Start Design & Inspiration Hotelzimmer Launch des Stay-Kooook-Konzepts in der Schweiz: Das (Raum-)Wunder von Bern

Launch des Stay-Kooook-Konzepts in der SchweizDas (Raum-)Wunder von Bern

Mit Longstay-Gästen im Visier hat in Bern das Stay Kooook eröffnet. Um den Bewohnern auf Zeit in den 59 Studios so viel Gestaltungsfreiheit und Platz wie möglich zu bieten, ließ das Unternehmen einen mobilen Raumteiler entwerfen. Das innovative Möbel vereint Sofa, Schrank und Wand und lässt sich im Raum beliebig verschieben.

Ein wenig Studenten-Feeling kommt auf, wenn man ins neue Stay ­Kooook „einzieht“, das im September mit 59 Studios in Bern eröffnet hat. Im großen Gemeinschaftsraum, der den Namen „Back­yard“ trägt, stehen gemütliche Sofas, Sessel und Stühle, auf denen es sich bequem arbeiten lässt, Schreib-, Lounge- und Esstische. Außerdem verfügt der Raum über eine offene Küche. Bilder an der Wand komplettieren das Ensemble. Auf den ersten Blick wirkt alles etwas durcheinander, so als hätten unterschiedliche Menschen ihre Einrichtungsgegenstände und Geschmäcker durchmischt.

Digitale Customer Journey

Eine Lobby, eine Rezeption oder eine Bar gibt es nicht im Stay Kooook, das die Schweizer SV Group als erstes eigenes Konzept auf den Markt gebracht hat. Stattdessen treffen Gäste auf Thalia, eine der beiden Gastgeberinnen, die Neuankömmlinge begrüßt und weiterhilft, sofern es Fragen gibt. Prinzipiell können Gäste alles selbst managen – die Customer Journey ist komplett digitalisiert. Nach der Zimmerbuchung erhalten Gäste einen Link für die Webapp, mit der sich der Hotelaufenthalt organisieren lässt. Das funktioniert auch bei Buchungen über OTAs wie Airbnb. Gäste geben die Adressdaten ein und legen fest, ob die Kommunikation per SMS, E-Mail oder Whatsapp erfolgen soll. Nach dem Upload des Reisepasses kann mit dem Finger unterschrieben werden – und der digitale Schlüssel wird aufs Handy geschickt. Die Tiefgarage, die Haupteingangstür, die Zimmertür und der Fahrradraum lassen sich damit öffnen. Rechnung und Check-out laufen ebenfalls über die Webapp.

Kurzzeitheim für einen längeren Aufenthalt

Trotz der digitalen Customer Journey wird beim Stay-Kooook-Konzept viel Wert auf den persönlichen Kontakt gelegt. Thalia und ihre Kollegin Mascha laden hierfür zum Grillen auf der Dachterrasse oder zur Pasta-Party in der „WG-Küche“ ein. Es gibt außerdem eine kleine Bühne, und das Areal kann für Yoga-Sessions oder andere Gemeinschaftsaktivitäten genutzt werden. Wer sein Zimmer etwas umstylen möchte, wird im „Backyard“ fündig. Neben Möbeln, Kissen und Espresso-Maschinen können die Gäste Pflanzen ausleihen, um ihr Apartment auf Zeit nach ihrem Gusto zu gestalten. Denn das Konzept ist eher auf Longstay ausgerichtet – Zielgruppe sind vor allem Geschäftsreisende, die mehrere Wochen in der Stadt sind.

Die Atmosphäre der Zimmer ist hell und freundlich, die hohe Decke sorgt für ein angenehmes Raumempfinden. Das geräumige Bad verfügt über eine Glastür. Insgesamt wirkt das 22 Quadratmeter große Studio offen und warm. Highlight des Zimmers ist ein verschiebbares Wohnraum-Element, ein Schrank-Sofa-Bett-Raumteiler, der sich mit einer Hand von links nach rechts bewegen lässt. Dadurch wird im Handumdrehen aus dem Doppel- ein Einzelbett. In dem Element lassen sich auch Koffer und Kleider verstauen. Der Raumteiler kann vor die Wandküche geschoben werden, die auf diese Weise dahinter versteckt wird. Darüber hinaus können Gäste eines der drei Familien-Studios buchen, die weniger auf Longstay, sondern vielmehr auf einen Wochenend-Aufenthalt abzielen. Sie sind doppelt so groß wie die anderen Zimmer, verfügen über fünf Betten, zusätzlichen Wohnraum mit Sitzecke und eine fest installierte Waschmaschine.

Getränke auf Vertrauensbasis

Wenn Gäste abends Lust auf ein Bier oder ein Gläschen Wein haben, können sie das trotz fehlender Bar im Stay Kooook genießen. In der Gemeinschaftsküche im „Back­yard“ gibt es mit Getränken gefüllte Kühlschränke. Den entnommenen Drink kann der Gast per Webapp selbst auf die Rechnung setzen. „Das ist Vertrauenssache, wie bei der Minibar“, sagt Beat Kuhn, Managing Director SV Hotel, und ergänzt: „Selbst wenn mal ein Bier fehlen sollte, es ist uns wichtig, dass der Gast hier keine klassische Hotelsituation erlebt.“ Vielmehr solle er das Gefühl haben, dort in einer Gemeinschaft zu wohnen, in der sich alle wohlfühlen.
Die Abrechnung nach Ende des Aufenthalts läuft über die hinterlegte Kreditkarte. Beim Zimmer müssen die Gäste pro Nacht laut Beat Kuhn mit etwa 130 bis 185 Euro rechnen. Die Rate beziehe sich auf Kurzbuchungen von wenigen Nächten und orientiere sich am Preis des vor Ort üblichen Dreisterne-Plus-Segments. Günstige Staffelungen gebe es für Aufenthalte von ein bis vier und ab vier Wochen. „Dann orientieren wir uns am lokalen Wohnungsmarkt.“ Ganz so günstig wie ein WG-Zimmer wird es allerdings nicht.

Christian Schreiber

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