Aus mehr als 400 Bewerbungen haben sich 16 Köchinnen und Köche für das Halbfinale des Wettbewerbs qualifiziert. Am 26. April messen sie sich in der Münchner Allianz Arena um sechs Plätze im Finale.
Der Wettbewerb „Koch des Jahres“ gilt als einer der renommiertesten Live-Kochwettbewerbe im deutschsprachigen Raum. Das diesjährige Teilnehmerfeld sticht laut dem Veranstalter Roika durch seine Vielfalt hervor: Die Kandidaten sind zwischen 21 und 49 Jahre alt und kommen aus unterschiedlichsten gastronomischen Bereichen – von der Sterneküche bis zur Betriebsgastronomie. Mehrere Teilnehmende bringen internationale Biografien mit, etwa mit Wurzeln im Iran, in Rumänien, in El Salvador oder der Ukraine.
Kindheitserinnerung trifft Moderne
Das Wettbewerbsmotto lautet in diesem Jahr „Kindheitserinnerungen“ – ein Thema, das die Kandidaten zur persönlichen Auseinandersetzung mit ihrer kulinarischen Herkunft heraufordert. Anders als in früheren Ausgaben wird auf die klassische Menüfolge verzichtet. Stattdessen müssen die Teilnehmenden ihr individuelles Kindheitsgericht in zwei Varianten präsentieren: einmal als originalgetreue „Old School“-Version und einmal als technisch anspruchsvolle „New School“-Interpretation. „Wir fordern von den Talenten, die Jury mit auf ihre ganz eigene Geschichte zu nehmen – das erfordert Mut und echtes Handwerk“, betont Christian Kamm, Geschäftsführer bei Roika.
Die 16 Kandidaten im Überblick
- Volodymyr Artamonov (Chef de Partie, Restaurant Moya - by Daniel Wallenstein im Boutique Hotel Die Reichsstadt, Gengenbach)
- Simon Bantle (Küchenchef, Restaurant Goldener Engel, Ihringen)
- Lukas Baumgartner (Junior Souschef Restaurant Auerhahn im Hotel Auerhahn, Schluchsee)
- Tetiana Berezhna (Köchin, Erkelenz)
- Olimpia Cario (Küchenchefin und Inhaberin, Wirtshaus zum Herrmannsdorfer Schweinsbräu, Glonn)
- Semi Hassine (Küchenchef und Inhaber, Restaurant Fachwerk, Hattingen)
- Daniel Heidkamp (Junior Souschef, Restaurant Leu im Hotel Clostermannshof, Niederkassel)
- Aljoscha Knoblich (Souschef, Restaurant Jellyfish, Hamburg)
- Sascha Lein (Küchenchef und Inhaber, Restaurant Loch 19, Freudenstadt)
- Mario Ludwig (Koch, Waldjungfrau farm-to-fork e.U., Tiefenbach)
- Mustafa Mirzaei (Souschef, Restaurant Johanns, Waldkirchen)
- Mauricio Morán (Souschef, Restaurant Solo Du, Bischofswiesen)
- Justus Napp (Koch, Restaurant Marie, Hannover)
- Sascha Schwarzer (Küchenchef, Wohlfühlhotel zur Post, Langdorf)
- Christopher Stevenson (Küchenchef und Leiter Kochwerkstatt, Basf Gastronomie, Ludwigshafen)
- Markus Suntinger (Souschef, Restaurant Fukagawa, Berlin)
Zwei Runden, zwei Wege ins Finale
Das Halbfinale am 26. April in der Allianz Arena gliedert sich in zwei Teile. Am Nachmittag präsentieren die 16 Kandidaten ihre beiden Gerichtversionen einer elfköpfigen Fachjury. Zu deren Mitgliedern zählen unter anderem Tobias Bätz (Zwei-Sterne-Restaurant Aura in Wirsberg), Rosina Ostler (Restaurant Alois – Dallmayr Fine Dining in München), Fabio Toffolon (Koch des Jahres 2021) sowie Daniel Wallenstein (Koch des Jahres 2025). Die vier bestbewerteten Kandidaten sichern sich auf diesem Weg einen Platz im Finale.
Am Abend folgt die sogenannte „Chef's Challenge Night“. Dabei kochen die 16 Teilnehmenden in zwei Gruppen jeweils ein Signature Dish für rund 300 Gäste. Per Live-Voting entscheidet das Publikum, welche zwei weiteren Teilnehmende ins Finale einziehen. Insgesamt vergeben die Veranstalter somit sechs Finaltickets – vier über die Jury, zwei über das Gästevoting.
Finale in der Motorworld München
Die sechs Finalisten treten am 15. und 16. November 2026 in der Motorworld in München in der Endrunde an. Dort kochen sie vor mehr als tausend Fachbesuchern und Pressevertretern um den Titel „Koch des Jahres“. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro sowie Sonderpreise der Sponsoren Hobart, Frxsh und Churchill. red/sar