Erst seit Mitte der Neunziger Jahre gibt es in Deutschland offizielle Klassifizierungssysteme für Beherbergungsbetriebe. Anfang August wurde nun das 25-jährige Bestehen gefeiert.
Die Deutsche Hotelklassifizierung hat sich am Markt als verlässliches, aktuelles und gästeorientiertes Bewertungssystem durchgesetzt und bewährt, schreibt der Dehoga Bayern. Im Jahr 2009 sei mit der mit der Gründung der Hotelstars Union ein entscheidender Schritt zur Harmonisierung der Hotelsterne in Europa gelungen.
Mittlerweile gehören der Hotelstars Union neben Deutschland 17 weitere Mitgliedsstaaten an. Die Hotelstars Union basiert auf einem gemeinsamen Kriterienkatalog zur Hotelklassifizierung und bietet mit über 22.000 klassifizierten Hotels beziehungsweise 1,2 Millionen klassifizierten Zimmern in ihren Mitgliedsländern Transparenz, Qualität und Sicherheit für Gäste und Hoteliers, so der Verband.
Blogpost von Markus Luthe
Zu diesem Anlass schrieb Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer Hotelverband Deutschland in einem Blogpost: "Vor 25 Jahren startete die Deutsche Hotelklassifizierung. Fast alle Länder in Europa kannten – in der Regel bereits seit Jahrzehnten – eine offizielle Einstufung ihrer Hotels in die weltweit übliche Skala von 1 bis 5 Sternen. Doch ausgerechnet der Normungs- und Reiseweltmeister Deutschland nicht. Jedes Hotel konnte sich selbst so viele Sterne wie gewünscht vergeben und damit werben. Das verursachte Intransparenz und erhebliche Verunsicherung beim Verbraucher. Insbesondere Non-branded Hotels erlitten einen erheblichen Wettbewerbsnachteil, insbesondere im aufkommenden digitalen Vertrieb." Dennoch sei die Einführung damals umstritten gewesen.
"Ich bin mir heute sicher, dass wir mit der Deutschen Hotelklassifizierung im Verbund der europäischen Hotelstars Union eine der modernsten, flexibelsten und aussagekräftigsten Hotelklassifizierungen weltweit etabliert haben. Transparenz und Sicherheit bleiben auch zukünftig unsere Leitlinien", so Luthe weiter. In einer Reihe von Blogpost wolle er in nächster Zeit zum Jubiläum Diskussionsbeiträge beisteuern.