Der Koch und Gastronom starb im Alter von 79 Jahren nach längerer, schwerer Krankheit. Mit seinem Hotel und Restaurant in Westerland prägte er die Sylter Gastronomie über Jahrzehnte.
Die deutsche Spitzengastronomie verliert eine prägende Figur: Jörg Müller ist am vergangenen Wochenende nach längerer, schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren gestorben, wie mehrere Medien berichten. Der gebürtige Freiburger war vor allem mit seinem Hotel und Restaurant in Westerland auf Sylt eine feste Größe auf der Insel.
Von den „Schweizer Stuben“ nach Sylt
Müller wuchs in einer Gastronomenfamilie auf und lernte sein Handwerk im Hotel Bauer in Müllheim. Es folgten Stationen in England, der Schweiz und Griechenland, bevor er 1972 als Küchenchef in die „Schweizer Stuben“ in Wertheim wechselte. Dort erkochte er sich 1977 erstmals zwei Michelin-Sterne.
1983 zog es den Koch nach Sylt. Im Restaurant „Nösse“ in Morsum wurde er erneut mit zwei Sternen ausgezeichnet. Fünf Jahre später machte er sich mit dem Hotel & Restaurant Jörg Müller in Westerland selbstständig. 2014 ging Müller einen ungewöhnlichen Schritt: Er verzichtete freiwillig auf die Bewertung durch den Guide Michelin und führte sein Restaurant fortan ohne Sterne weiter. red/sar