Strategie Investor steigt bei Jufa Hotels ein

Die Jufa Hotels haben mit Eoss Industries einen Investor gefunden: (von links) Eoss-Vice-President Philipp Blaschitz, Jufa-CEO Gerhard Wendl, Jufa-CFO Sabrina Schütz-Oberländer und Eoss-Geschäftsführer Michael Blaschitz.
Die Jufa Hotels haben mit Eoss Industries einen Investor gefunden: (von links) Eoss-Vice-President Philipp Blaschitz, Jufa-CEO Gerhard Wendl, Jufa-CFO Sabrina Schütz-Oberländer und Eoss-Geschäftsführer Michael Blaschitz. © JUFA Hotels

Die Industriegruppe Eoss beteiligt sich an der österreichischen Hotelgruppe. Ziel der Partnerschaft ist die wirtschaftliche Stabilisierung sowie die Weiterentwicklung des Unternehmens.

Mehr als 30 Jahre lang ist die österreichische Jufa-Hotelgruppe mit ihrem Konzept für Familien- und Aktivurlaub nachhaltig gewachsen und hat sich in den Märkten Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein verwurzelt. Die Auswirkungen der Coronapandemie hatten das Unternehmen jedoch stark belastet. In den vergangenen Monaten hatte die Hotelgruppe deshalb nach Investoren gesucht.

Mit Eoss Industries habe man nun einen passenden Partner gefunden, wie Jufa-Gründer und CEO Gerhard Wendl betont: „Eoss Industries ist ein starker, international tätiger Partner, der – genau wie Jufa – seine Wurzeln in der Steiermark hat und nicht nur das wirtschaftliche Potenzial sieht, sondern auch von der Hotelidee überzeugt ist.“ Mit dem Einstieg sollen der Fortbestand des Betriebs, der Erhalt von Arbeitsplätzen sowie die Weiterführung der Hotelstandorte gewährleistet werden. Die Unterzeichnung der Verträge sei – vorbehaltlich kartellrechtlicher Genehmigungen – für August geplant, der Einstieg von Eoss soll Anfang September finalisiert werden.

Eoss Industries erweitert mit Jufa sein Portfolio erstmals um den Bereich Tourismus. Die Unternehmensgruppe ist bislang in den Feldern Life Sciences, Future Commerce und Smart Communication tätig. Geschäftsführer Michael Blaschitz betont: „Unser Ziel ist es nicht nur, Jufa wirtschaftlich zu stabilisieren, sondern das Hotelkonzept fortzuführen und für die Bedürfnisse der nächsten Generation weiterzuentwickeln.“

Nächste Schritte und Zukunftsperspektiven für die Hotelstandorte

Jufa sieht sich trotz der Herausforderungen der vergangenen Monate gut aufgestellt. Der Juni 2025 sei der stärkste Monat in der Firmengeschichte gewesen, die Vorausbuchungen für den Sommer lägen über dem Vorjahresniveau. „Trends wie ‚Coolcation‘ und leistbarer Urlaub zeigen sprechen stark für unser unkompliziertes Hotelkonzept“, sagt Wendl. Entscheidend für diese Entwicklung sei auch das Engagement der Mitarbeitenden in den Hotels und der Zentrale in Graz gewesen.

Neben der Stabilisierung der bestehenden Standorte stehe derzeit die mögliche Reaktivierung einzelner stillgelegter Hotels mit neuen Konzepten im Raum, darunter das Schloss Röthelstein. red/sar

Über die Jufa Hotels

Die Jufa Hotels wurden vor mehr als 30 Jahren gegründet und sprechen vor allem Familien an. Die Hotelgruppe ist heute mit knapp 60 Standorten in Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz vertreten und beschäftigt rund 1.500 Mitarbeitende. In der Steiermark bildeten die ersten drei von Gerhard Wendl renovierten Häuser in Bad Aussee, Schladming und Mariazell die Basis für die Unternehmensgeschichte. Heute befinden sich allein in der Steiermark 26 Jufa Hotels. Besonderen Wert legen die Hotels in ihrem Betrieb auf Regionalität, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Mehrwert.