Anzeige
Anzeige
Anzeige
StartHotel+TechnikDigitale AnwendungenInvestitionen absichern::5 Tipps für das Revenue Management

Investitionen absichern5 Tipps für das Revenue Management

Das Buchungsverhalten von Gästen hat sich verändert. Das wird vor allem in Zeiten geringer Nachfrage deutlich. Wer Investitionen absichern möchte, muss Umsätze und Gewinne steigern. An welchen Stellschrauben Hoteliers drehen können, erläutert Yield Management-Experte Hotelpartner in einem Gastbeitrag:

Die Umsatz-Optimierung ist essenziell für ein gesund wirtschaftendes Hotel. Unter Revenue Optimization versteht man daher das Koordinieren von erschiedenen umsatzgenerierenden Strategien, die auf neue Gäste und Bestandskunden abzielen. Sie haben das Ziel, den bestmöglichen Preis, mit der größten Gewinnchance für ein Hotelzimmer zu erzielen. Revenue Optimization kann daher auch als eine spezifische Anwendungsmethodik von Revenue Management verstanden werden.

Auf der wirtschaftlichen Betrachtungsebene hat Umsatz-Optimierung eine enorme Bedeutung für die Rentabilität. Durch effektives Revenue Management lassen sich beispielsweise Investitionen schneller amortisieren: ob Renovierung von Zimmern, Team-Weiterbildung oder Outsourcing von Aufgaben – Investitionen wollen, mittels besserer Performance, möglichst schnell wieder reingeholt werden.

5 Tipps für das Revenue Management

1. Schlüsselfaktoren im Auge behalten

Wer bei Umsatz-Optimierung nur an Erhöhung der Zimmerpreise denkt, denkt zu kurz. Um langfristig rentabler zu wirtschaften, müssen eine Vielzahl von Faktoren im Auge behalten werden:

  • Langfristige Nachfrageprognosen erstellen

Buchungsprognosen rein auf Vergangenheitsdaten zu fußen, ist spätestens seit Beginn der Pandemie überholt – auf die neuen Marktdynamiken muss reagiert werden. Es sollte auf langfristige Revenue-Strategien gebaut werden, die auch kurzfristige Preisanpassungen bei unerwarteten Nachfragespitzen erlauben.

  • Buchungskosten optimieren

Um rentabel zu wirtschaften müssen die Buchungskosten im Auge behalten werden. Kommissionen zu optimieren, war hier schon immer eine Herausforderung. Eine gelungene Balance zwischen der Sichtbarkeit des Hotels auf Kanälen mit hohen Kommissionen und Direktbuchungen ist wichtig.

  • Buchungsrestriktionen mit Fingerspitzengefühl managen

Wenn Reisemuster erkannt werden, die z. B. zu Buchungslücken oder dergleichen führen, können diese Schultertage durch Restriktionen überbrückt werden. Gut gebuchte Tage sollten z. B. mit Mindestaufenthaltsdauern (Minimum-Length-of-Stay-Restriktionen) versehen werden, um schlechter nachgefragte Tage mitzuziehen. Durch gezielte Preissetzung bei schwächeren Tagen können Buchungen durch Restriktionen angeregt werden. Feingefühl und Verständnis für das Reiseverhalten der Gäste sind unerlässlich.

2. Gast in den Fokus stellen

Hoteliers müssen erkennen, dass die Hotellerie sich zu einer konsumentenorientierten Branche wandelt oder wandeln muss. Der Gast kann bei seiner Buchung unter einer Vielzahl an Häusern entscheiden – jeder Hotelier sollte sich den neuen Bedürfnissen anpassen.

  • Folgende Fragen sollten gestellt werden:
  • Sind wir mit unserem Konzept noch zeitgemäß aufgestellt?
  • Wie können wir besser auf die Wünsche unserer Zielgruppeneingehen?
  • Was erwarten die neuen Generationen?

Vielleicht ergeben sich Anpassungen oder Erweiterungsmöglichkeiten vorliegender Konzepte. Den Gast in den Fokus zu stellen, ist ein wichtiger Aspekt, der großes Umsatzpotenzial bietet.

3. Buchungskanäle und Gästesegmente neu bewerten

Wenn eine gute Belegungsrate vorliegt, der Umsatz aber nicht stimmt, kann das an den laufenden Kosten liegen. Nur das optimale Zusammenspiel zwischen einer hohen Belegungsrate und einer angemessenen Umsatzsteigerung bringt am Ende den entscheidenden Erfolg.

Buchungskanäle müssen dahingehend optimiert werden, dass möglichst viel Gewinn bei möglichst geringen Kosten erzielt wird. Das Direktgeschäft muss im Vordergrund stehen. Hier helfen automatisierte Prozesse, Plattformen effizienter zu managen und Kommissionskosten zu sparen, ohne an Markttransparenz oder Reaktionsfähigkeit zu verlieren.

4. F&B-Revenue optimieren

Zur Optimierung des Gesamtumsatzes trägt auch der F&B-Ertrag bei – wo kann ein Haus sich zeitgemäßer aufstellen oder Gewinne erhöhen?

Das F&B-Angebot sollte neue Essgewohnheiten und Unverträglichkeiten berücksichtigen. Wo können Lebensmittelabfälle reduziert werden? Vorteile und Besonderheiten des F&B-Konzeptes müssen als USPs kommuniziert werden.

5. Passt das Angebot zum Preis und der Preis zum Angebot?

Insbesondere, wenn Investitionen getätigt wurden, ist der richtige Verkauf wichtiger denn je. Allerdings muss man auch genau wissen, wann teuer verkauft werden kann und wann nicht.

Das Angebot muss zum Preis passen und andersherum. Klar, wenn in frisch renovierte Zimmer investiert wurde, sind Zimmerpreiserhöhungen einfacher nachzuvollziehen. Welche Zimmer-Merkmale könnten welchen Wert für den Gast haben? Diese sollten in die Zimmerpreisberechnung mit einfließen.

Mit höheren Preisen entstehen oftmals auch höhere Erwartungshaltungen. Eventuell sind Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter, in neue Service-Erlebnisse oder in Outsourcing und Professionalisierung bestimmter Prozesse ebenfalls erforderlich.

 

 

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link