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StartPeople & BrandsBrandsInterview: Geschäftsführer René Gmeiner über seine Vision für Night Inn

InterviewGeschäftsführer René Gmeiner über seine Vision für Night Inn

Im Juli 2021 eröffnete mit dem Night Inn Feldkirch das erste Haus der Lifestyle-Hotelmarke. Im Interview spricht René Gmeiner, Geschäftsführer der RHG Group, über das Konzept von Night Inn, digitale Innovation in der Hotellerie und seine Pläne für die Zukunft.

Herr Gmeiner, was ist die Vision hinter Night Inn?

René Gmeiner: Das Night Inn bietet Design und Lifestyle zum attraktiven Preis und lässt sich in nahezu allen touristischen Regionen umsetzen. Gleichzeitig spricht das Konzept Geschäftsreisende an. Unser erstes Hotel in Feldkirch ist ein Hybrid, das auf Grund seiner Lage beide Aspekte miteinander verbindet. Zum einen haben wir in Feldkirch viele Geschäftskunden, auch durch die Grenznähe zur Schweiz und zu Liechtenstein. Zum anderen befindet sich Feldkirch im Herzen Vorarlbergs und ist somit eine ideale Basis für einen Aktivurlaub. Im Frühjahr und Sommer lockt der Bodensee Wanderer und Radfahrer. Im Winter steht einem Skitag am Arlberg oder der Silvretta Montafon nichts im Wege.

Mit Ihrer RHG Group planen Sie Night Inn als skalierbare Marke weiterzuentwickeln. Inwiefern ist das Hotelkonzept bereits skalierbar?

Das gesamte Night Inn Konzept haben wir darauf ausgelegt, es auf weitere Standorte ausweiten zu können. Effiziente Prozesse vereinfachen eine Skalierung. Als Beispiel möchte ich hierzu unsere Zimmer nennen. Bereits bei der Planung legten wir ein großes Augenmerk auf Optimierungen im Bereich Housekeeping. In den insgesamt 125 Zimmern wurden hochwertige Materialien verbaut, die gleichzeitig effizient zu reinigen sind. Als Boden wurden Teppichfließen verlegt, die bei einem Schaden ohne sichtbare Reparaturarbeiten ausgetauscht werden können. Durch die Expertise, die wir an unserem ersten Standort in Feldkirch generieren konnten, stehen einer Expansion alle Türen offen.

Wie und wann entstand die Idee zu Night Inn?

Die Idee eines Tages ein Hotel zu betreiben hatte ich schon in jungen Jahren. Ich bin sozusagen in der Gastronomie und Hotellerie groß geworden. Dadurch entstand die Motivation, eigenen Ideen für diese Branche zu verwirklichen.

Wie sind Sie auf den Namen Night Inn gekommen?

Den Namen baute ich mir zusammen durch den Gedanken „eine Nacht in einer Stadt“. „One night in Feldkirch“ kreuzte ich mit „inn“, dem englischen Wort für Herberge. Daraus entstand schlussendlich der Name Night Inn Feldkirch.

In welchen Bereichen setzt das Hotel auf digitale Prozessoptimierung?

Das Night Inn macht alteingesessene Unternehmenskulturen der Branche fit für das digitale Zeitalter. Wir bieten neben dem klassischen Check-in an der Rezeption eine komplett digitale „Guest Journey“. Der Gast kann direkt mit seinem Smartphone einchecken, bezahlen, die Zimmertür öffnen und wieder auschecken. Auch intern bilden wir bei uns die meisten Prozesse digital ab. Beispielsweise arbeiten wir mit digitalen Dienstplänen, die die Mitarbeitenden mittels einer App auf ihrem Smartphone einsehen können. Falls sich etwas an der Einteilung ändern sollte, bekommen sie direkt eine Info auf ihr Smartphone. Im F&B Bereich ist unsere komplette Lagerwirtschaft automatisiert und digital abgebildet.

Lieferungen werden direkt ins Lager gebucht und beim Verkauf einer Speise oder eines Getränks durch das Bonieren wieder ausgebucht. Hierzu befinden sich sämtliche Rezepte unseres Angebots mit grammgenauen Angaben im Backend des Systems. Dadurch haben wir zum einen eine hervorragende Lagerkontrolle und zum anderen ein tagesaktuelles Berichtswesen. Die Einsicht in Live-Kennzahlen wie die Deckungsbeiträge ermöglicht uns, schnell zu reagieren und im Detail Optimierungen vorzunehmen. Ob HR, F&B oder Logis – Wir sehen uns in der Branche diesbezüglich als First Mover und sind trotz anfänglichem Optimierungsaufwand davon überzeugt, dass der digitale der einzig richtige Weg in die Zukunft ist.

Neben dem Night Inn haben Sie mit der Kare GmbH verschiedene Gastronomie-Konzepte entwickelt wie das „One More“ oder das „iX“. Was zeichnet die jeweiligen Betriebe aus und welche Synergien bilden sich mit dem Night Inn?

Die Gastronomiebetriebe habe ich zusammen mit meinem Geschäftspartner Kassian Xander entwickelt. Das Zusammenspiel der Betriebe in unmittelbarer Nähe gibt uns die Möglichkeit, unseren Gästen einen kulinarischen Mehrwert auf ihrer Reise zu bieten. Ob Burger im „One More“, asiatisches Essen im „iX“ oder Drinks in unserer Jahnhalle – wir bieten gastronomisch eine große Vielfalt aus einer Hand und dies wissen auch die Hotelgäste zu schätzen.

Funktionieren alle Konzepte isoliert voneinander?

Jedes Gastronomiekonzept funktioniert auch ohne Night Inn und umgekehrt. Mit unseren Hotelrestaurants sprechen wir neben Gästen auch Einheimische an und fungieren somit als pulsierender Begegnungsort. Dadurch leisten wir unseren Beitrag, die Attraktivität der Region und von Feldkirch zu erhöhen.

Mit Hey My Body haben Sie eine Kosmetiklinie konzipiert, die sich in den Bädern des Hotels wiederfindet. Wie steht es um die Nachhaltigkeit der Produkte?

Bei den Pflegeprodukten handelt es sich um Naturkosmetik, die ich zusammen mit einem regionalen Partner entwickelt habe. Die gesamte Produktion findet nachhaltig bei uns in Vorarlberg statt. Alle Inhaltstoffe haben wir sorgfältig ausgewählt und nach eigener Rezeptur kombiniert. Bei der Integration der Produkte im Hotel haben wir besonders darauf geachtet, so wenig Müll wie möglich zu generieren. Das ist uns mit speziellen Nachfüllbehälter und hochwertigen Pumpspendern gelungen.

 

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