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StartHotel+TechnikForschungsleiterin Vanessa Borkmann:: Mit Web3 zum Smart Hotel

Forschungsleiterin Vanessa Borkmann Mit Web3 zum Smart Hotel

Unter der Federführung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO studiert und entwirft das Verbundprojekt „Future Hotel“ Konzepte und Lösungen für das Hotel der Zukunft. Vanessa Borkmann leitet das Projekt.

Hotel+Technik: Frau Borkmann, in fünf Adjektiven: Wie sieht das „Hotel der Zukunft“ aus?

Vanessa Borkmann: Hybrid, gemeinwohlorientiert, nachhaltig, digitalisiert, grün.

Bereits in der Vergangenheit forschten Sie zur Digitalisierung, aktuell steht unter anderem das „Smart Hotel“ im Fokus. Welche neuen Ergebnisse zeichnen sich ab?

Beim Thema „Smart Hotel“ geht es um das Hotel als vernetztes Ökosystem. Ein „Smart Hotel Business“ erschließt unter anderem neue Potenziale durch die Ausweitung der Wertschöpfung in virtuelle Räume hinein. Das Web3 bietet hier konkrete Chancen für Hotels, die sich im Metaversum aktiv einbringen.

Auch NFTs bieten Potenziale für neue Erlösquellen. Das „Smart Hotel“ basiert auf der Integration digitaler Geschäftsmodelle in das Hotelbusiness. Dazu gehören auch der Aufbau und die Pflege von Communities.

Deutschland im internationalen Vergleich: Wie digitalisiert sind wir im Gegensatz zum Ausland?

Es gibt Länder, die aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen mehr Digitalisierung zulassen, als es aktuell in Deutschland der Fall ist. Unabhängig davon sind es aber einzelne Betriebe oder Personen, die die Digitalisierung vorantreiben. In Deutschland gibt es einige Vorreiter, die der Branche Wege aufzeigen. Die Digitalisierung der Hotellerie in Deutschland bleibt jedoch eine wichtige Herausforderung.

Hospitality bedeutet Herzlichkeit, Kommunikation und Kundenservice. Wann stößt die Digitalisierung in diesem Umfeld an ihre Grenzen?

Digitalisierung kann Service-, Informations- und Kommunikationsprozesse unterstützen und effizienter gestalten. Immer dann, wenn der persönliche Austausch zwischen Personen gewünscht ist, steht der Mensch im Vordergrund.

Sie sind Initiatorin des 2008 gegründeten Netzwerks „Future Hotel“. Welches Forschungshighlight ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Seit 2008 gab es viele Highlights. Diverse Projekte rund um die Entwicklung von Servicerobotern waren spannend, insbesondere, weil diese mittlerweile immer mehr Akzeptanz erfahren. 2008 war dieses Szenario für viele Hoteliers noch kaum vorstellbar. In unserem Showcase „Future Hotel“, einem visionären Hotelzimmer für das Jahr 2020, hatten wir bereits das Thema Virtual Reality integriert und zum Beispiel ein „Virtual Window“ als Fenster präsentiert.

In Kombination mit der Sprachsteuerung hat das im Jahr 2008 schon sehr viele der Besucher begeistert. Ein besonderes Highlight war auch, zu sehen, wie gut der Smartphone-basierte Check-in und Check-out und die individuelle Hotelzimmerauswahl im Hotel Schani Wien angenommen wurden, die wir damals pilotiert haben. Als Forscherin blicke ich aber lieber in die Zukunft und arbeite an immer neuen Highlights. |

Interview: Tanja Bürgle

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