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StartPeople & BrandsBrandsInterior Design im Priesteregg: Paradies mit grünem Spirit

Interior Design im PriestereggParadies mit grünem Spirit

Renate und Hubert Oberlader gingen mit ihrem luxuriösen Chaletdorf vor über zehn Jahren ein echtes Wagnis ein. Sie verließen sich auf ihr Bauchgefühl und nicht allein auf Kennzahlen. Mit dem Zubau zweier Villen und des Wellnessbereichs zeigen die beiden Gastgeber des Priesteregg Premium Eco Resort einmal mehr ihren visionären Spirit.

Schon als Kind haben Hubert „Huwi“ Oberlader Steine fasziniert. Die Leidenschaft ist geblieben, Naturstein gehört zu den Materialien, die im Priesteregg Premium Eco Resort mit am meisten verbaut wurden. Das liegt ohne Zweifel auch an der tiefen Verwurzelung mit der Heimat in den Leoganger Steinbergen und einem begnadeten Fleckchen Erde, das sich seit Generationen in Familienbesitz befindet. Zusammen mit seiner Frau Renate hat der Hotelier hier auf 1.100 Metern Höhe bereits 2009 eines der bekanntesten Berg-Chaletdörfer gebaut. Was vor über zehn Jahren oberhalb von Leogang im Salzburger Land als Wagnis begann, ist heute eine echte Erfolgsgeschichte.

Die Erfindung des Chaletdorfes

Das Reisen gehörte schon immer zur Passion der beiden Vollblut-Gastgeber. Von den fernen Ländern brachten sie neue Eindrücke und Inspirationen mit. Auf der Suche nach dem richtigen touristischen Konzept für die bereits bestehende Alm wurden sie schließlich auf den Malediven fündig: Hütten, die viel Privatsphäre boten, wurden dort mit exklusivem Hotelservice kombiniert. Die Oberladers adaptierten dieses Konzept und passten es an ihre alpenländische Heimat an. So entstanden die ersten 16 Chalets, und das Almdorf war neu erfunden.

Die Natur spielt die Hauptrolle

„Dabei war es uns von Anfang an wichtig, die Natur komplett miteinzubeziehen“, so Oberlader. Zusammen mit den lokalen Handwerksbetrieben wurde ein Mix aus Naturstein, Leder, Glas und Altholz kreiert. „Wir lieben Patina“, sagt Renate Oberlader, „wenn man sieht, dass etwas schon viele Jahre gelebt hat.“ Mit viel Liebe zum Detail und ihrem Hang zum Perfektionismus ergänzten die Oberladers die Ausstattung der um einen Dorfplatz mit Naturteich gruppierten „Hütten“ um luxuriöse Details wie freistehende Badewannen, eigene Saunen und Hot Tubs auf den Terrassen.

Die riesigen Wand-Elemente aus einer alten Esche wirken wie Skulpturen, ergänzt mit Sitzmöbeln von KFF. (Bild: Priesteregg Premium Eco Resort/guenterstandl.de)

Nichts wurde hier dem Zufall überlassen: Antike Küchenherde, Bauernschränke und handgewebtes Leinen vermitteln schon beim Betreten Behaglichkeit. Ergänzt wurde diese durch ein Höchstmaß an Komfort und High-End-Technik. Ein wohltuender Mix aus regionalen Elementen, die Geschichten erzählen, und topmodernen Details, die den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen sollen.

Aus Stein gefräste Waschbecken und Felsenduschen

Den Naturstein nach den eigenen Vorstellungen zu verbauen, war schwieriger als gedacht. Die großen Waschbecken sollten aus riesigen Blöcken herausgeschliffen werden. Da war viel Tüftelei vonnöten, bis die jetzigen Unikate in ihrer schroffen Schönheit entstanden. Wie die Duschwände aus Felsgestein bringen sie die Region im wahrsten Sinne des Wortes „hautnah“ an den Gast heran.

Heimat im Bad: Natursteine aus der Region wurden zu Waschbecken und Felsenduschen verarbeitet. (Bild: Priesteregg Premium Eco Resort/guenterstandl.de)

Nachhaltigkeit als Prinzip

Zum zehnjährigen Bestehen des Hotels verwirklichten die Gastgeber eine weitere Vision. Die Erweiterung ihres Chaletdorfes um zwei Luxusvillen und das Priesteregg Bad wurde fertiggestellt. Spielte Nachhaltigkeit bereits vorher eine entscheidende Rolle, so wurde sie für den Zubau zum allumfassenden Prinzip.

„Die Energieversorgung sollte zu 100 Prozent nachhaltig sein“, sagt Huwi Oberlader. „Unsere Vorstellung war, dass Reisen möglich sein muss, ohne der Umwelt zu schaden.“ Zusammen mit Spezialisten der Viessmann Group entwickelten die Oberladers ein außergewöhnliches Konzept, bei dem fünf verschiedene nachhaltige Energiequellen genutzt werden: Luftwärmepumpen, Wasserwärmepumpen, Geothermie, ein Biogas-Blockheizkraftwerk und ein Eisspeicher.

Neu an dem Projekt ist die intelligente Steuerung, durch die immer diejenige Energiequelle eingesetzt wird, die gerade am effektivsten ist. Auch architektonisch steht der in den Hang integrierte Erweiterungsbau im Einklang mit der Natur. Sein Flachdach ist begrünt und als Fläche nutzbar.

Mit der Natur im Einklang: Die Villa Etaner (im Bild) und das Priesteregg Bad sind harmonisch in den Hang integriert. (Bild: Priesteregg Premium Eco Resort/guenterstandl.de)

Ein Rausch für die Sinne: das Interior

Das Interior der Villa Etaner (Renate rückwärts gelesen) wirkt durch seine Kombination von stylischem Design, regionalen Materialien und gelebter Nachhaltigkeit und spricht alle Sinne an. Die beeindruckend große Tafel aus einer uralten Esche, die gefällt werden musste, lädt in der Showküche zwölf Personen zum geselligen Zusammensitzen ein.

Den Küchenblock wollten wir unbedingt aus einem Baum mit überdimensionalem Durchmesser herausschneiden“, lacht Huwi Oberlader, „aber es gab bei uns kein Sägewerk, das in dieser Dimension schneiden konnte.“ Schließlich haben die Oberladers ein Sägewerk in Schweden gefunden, das eine Säge entsprechend umbauen konnte. Diese befindet sich nun im Besitz des Hotelierpaars.

Felle, Designer-Lüster und Ledersessel in Retro-Chic wurden mit viel Altholz zu einem stimmigen Ganzen zusammengefügt. Ein Highlight ist die „Horizontal Shower“ von Dornbracht, die es zwei Personen gleichzeitig ermöglicht, das Duschen im Liegen zu erleben.

Direkter Zugang zum Priesteregg Bad

Die Gäste der Villa Etaner verfügen zwar über ein eigenes Private Spa mit Infinity-Pool, haben jedoch auch direkten Zugang zum neuen Priesteregg Bad mit seinem spektakulären ganzjährig beheizten Himmelbecken, das seinem Namen alle Ehre macht.

Ein 200 Jahre alter „Troadkasten“ (Getreidespeicher) mit Sauna wird auch als Ruheraum genutzt. Und noch etwas haben die Oberladers von einer ihrer Reisen mitgebracht: Die Idee zu einer Original Lappland-Rauchsauna. Dafür haben die beiden extra einen Kurs bei einem Experten in Lappland absolviert. Da schwingt Renate Oberlader dann auch gern einmal selbst das Handtuch. „Wir müssen doch genau wissen, wie das funktioniert, wenn wir unseren Gästen ein solches Angebot machen“, sagt sie.

Ein echter Hingucker ist auch die außergewöhnliche Mineralienwand in einem der Behandlungsräume. Wie viele weitere Besonderheiten hat sie eine Geschichte: Als die Gastgeber ein altes Bauernhaus vor dem Verfall retteten, fanden sie dort etliche Kisten mit Mineralien aus aller Herren Länder. Renate Oberlader entschied sich kurzerhand dazu, diese offensichtlich über Jahre gesammelten Steine in einer Wand zu verbauen.

Der schwenkbare Kamin und die freistehende Kupfer-Badewanne in der Wilderer Villa verleihen dem Rückzugsort eine luxuriöse Behaglichkeit. (Bild: Priesteregg Premium Eco Resort/guenterstandl.de)

Die in das Geäst des eigenen Waldes gebaute Wilderer Villa auf drei Ebenen vermittelt mit ihren riesigen runden Fenstern eine Art luxuriöses Hobbitfeeling. Auch hier haben Renate und Huwi Oberlader mit dem schwenkbaren Kamin, einer freistehenden Kupferwanne, viel Altholz und Naturstein einen luxuriösen und sehr behaglichen Rückzugsort geschaffen, mit einem Hot Tub auf der Dachterrasse.

Einfach leben. Einfach Mensch sein.

Entsprechend des Mottos der Oberladers sollen die Gäste in ihrem Refugium zurückgeführt werden zum wahren Luxus, der darin besteht, Räume und Zeit füreinander zu haben und unkompliziert Urlaub machen zu können – mit exzellentem Service, „guadem“ Essen und viel Bewegung. Das ist ihre Vision. Und sie haben noch viele weitere, sagt Huwi Oberlader.

Jacqueline Schaffrath


Interview mit Thomas Pesendorfer von Viessmann: „Ein technisches Highlight der Sonderklasse“

Thomas Pesendorfer ist Vertriebs- und Planungsingenieur bei der Viessmann Group. (Bild: Viessmann Group)

Der Vertriebs- und Planungsingenieur Thomas Pesendorfer von der Viessmann Group war von Beginn an bei dem Energieprojekt des Priesteregg Premium Eco Resort dabei. Tophotel sprach mit ihm über Herausforderungen und die Umsetzung des Energiekonzeptes.

Tophotel: Sie haben das Energiekonzept im Priesteregg mit entwickelt. Was war dabei die besondere Herausforderung?

Thomas Pesendorfer: Zielsetzung war eine nachhaltige, möglichst energieautonome Wärmeversorgung trotz höchsten Komfortansprüchen sicherzustellen. Hochklassiges Ferienerlebnis und Umweltschutz als Ergänzung und nicht als Widerspruch war gefordert.

Die exponierte Lage auf 1.100 Meter und die Komplexität der Anlage war eine enorme Herausforderung. Auch der Terminplan war sehr eng gesetzt. Großteils wurde der Hotelbetrieb parallel aufrechterhalten. Bei zehn Wärmeerzeugern mit sechs verschiedenen Wärmequellen, einer Notstromversorgung und einer PV-Anlage besteht die Schwierigkeit besonders darin, die Kommunikation und Regeltechnik zwischen den einzelnen Produkten sicherzustellen.

Wichtig für uns war, dass immer die Bereitschaft des Bauherrn bestand, eine Mehrinvestition zu akzeptieren, um ein einmaliges Energiekonzept zu schaffen.

Renate und Huwi Oberlader haben Sie mit ins Boot geholt. Wie wichtig ist Ihnen, auf die Wünsche der Hoteliers möglichst genau eingehen zu können?

Die meisten Ideen zum Energiekonzept sind bereits von Renate und Huwi Oberlader eingebracht worden. Im Laufe der Projektentwicklung wurden stetig weitere Wünsche eingearbeitet. Unsere Aufgabe bestand darin, diese in ein schlüssiges und umsetzbares Konzept zusammenzuführen.

Natürlich mussten einige Ideen abgeändert oder, aufgrund der Gegebenheiten, verworfen werden. Der Kundenwunsch stand jedoch immer an oberster Stelle und wurde nach allen Möglichkeiten umgesetzt. Viessmann wurde aber auch seitens des Bauherrn gezielt als Partner ausgewählt. Wir können als einziges Unternehmen alle Produkte, inklusive der Regeltechnik aus dem eigenen Haus liefern.

Sehen Sie das Energiekonzept im Priesteregg als Vorzeigeprojekt?

Das Energiekonzept ist eine maßgeschneiderte Lösung, der Vorzeigeeffekt besteht besonders darin, welche Möglichkeiten es gibt, eine CO2-neutrale, umweltbewusste Anlage zu errichten. In diesem Projekt nutzen wir alle Möglichkeiten der Wärmegewinnung und Stromversorgung aus den Energiequellen wie Sonne, Biomasse, Erdwärme, Luft, Wasser, Abwasser und Biogas an einem Standort und vereinen diese mit einer Regelung aus unserem Haus.

Diese sehr individuell ausgeführte Energiezentrale ist ein technisches Highlight der Sonderklasse. Nur das außergewöhnlich hohe Engagement von Bauherren, Planer, Architekten und Heizungsbauer haben die Realisierung ermöglicht.

Interview: Jacqueline Schaffrath


 

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