Informationsplattform Klasse WäscheReinigungsmittel-Empfehlungen und Hygienetipps für die Hotellerie

Klasse Wäsche empfiehlt in einer hauseigenen Wäscherei dazu, Einspülkammern und Bullaugen der Waschmaschinen regelmäßig zu gereinigen und zu desinfizieren. (Bild: LIGHTFIELD STUDIOS - adobe istock)

Desinfektionsmittel sind gerade in Zeiten von Corona unerlässlich. Mit der Nachfrage steigt jedoch auch die Zahl der Anbieter. Die Informationsplattform Klasse Wäsche erklärt, worauf bei der Desinfektion und bei sauberer Wäsche geachtet werden muss.

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Hotellerie, Gastronomie und Pflegeheime sind auf den Einsatz von Desinfektionsmitteln angewiesen, im Jahr 2020 mehr denn je. Die eingesetzten Reinigungs-, Wasch- und Handdesinfektionsmittel müssen zuverlässig wirksam sein, dürfen die behandelten Oberflächen und die Wäsche nicht beschädigen und vor allem für das Reinigungspersonal und die Mitarbeiter in der Wäscherei kein Gesundheitsrisiko darstellen. „Bei der momentan angebotenen Vielzahl an Produkten ist es leicht, den Überblick zu verlieren“, betont Markus Wendlinger, Sprecher der Informationsplattform Klasse Wäsche.

So produzierten laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) deutsche Unternehmen im Januar 2020 beispielsweise Desinfektionsmittel im Wert von gut 55 Millionen Euro. Damit lag die Produktion im Januar 2020 um knapp 12 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Um der zeitweiligen Knappheit entgegenzuwirken, haben das deutsche und das österreichische Finanzministerium beispielsweise die steuerfreie Produktion von Handdesinfektionsmitteln erlaubt. Auch in Südtirol stellten branchenfremde Unternehmen wie Obstgenossenschaften oder Brennereien kurzerhand auf die Produktion von Desinfektionsmitteln um. Zusätzlich schossen neue, bis dato unbekannte Hersteller nur so aus dem Boden. Das blieb nicht folgenlos: So beanstandete die unabhängige Wettbewerbszentrale jüngst in 11 Fällen die Werbeaussagen im Internet oder die Etiketten.

Um dennoch sicherzugehen, empfiehlt Klasse Wäsche seinen Kunden aus Hotellerie, Gastronomie und Pflege deshalb ausschließlich Produkte, die vom Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) vom IHO oder vom Robert-Koch-Institut (RKI) getestet beziehungsweise gelistet wurden.

Handhygiene in der Wäscherei

Wendlinger empfiehlt, Beispiel Mitarbeitern in der Wäscherei oder Reinigungspersonal, die sich häufig die Hände waschen müssen, auf alkoholische Einreibepräparate statt auf säurebasierte Mittel zurückgreifen und die Hände nur zur Entfernung von Schmutz zu waschen. Die bessere Hautverträglichkeit von alkoholhaltigen Händedesinfektionsmitteln sei durch klinische und Anwendungsstudien belegt.

Bei der Händedesinfektion wird zwischen hygienischer Händewaschung sowie einer hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion unterschieden. „Produkte zur hygienischen Händewaschung sind zwar wesentlich wirksamer als normale haushaltsübliche Handwaschpräparate, reichen aber nicht an die Effektivität von Produkten zur hygienischen oder chirurgischen Händedesinfektion heran“, erklärt Christine Klöber, Geschäftsführerin von Klöber Kassel. Wer sich wirksam gegen Covid-19 schützen möchte, solle auf den Hinweis “begrenzt viruzid” achten. Diesen Hinweis enthielten in der Regel alkoholische Lösungen. Der Alkohol breche die Fetthülle des SARS-CoV-2-Virus auf, die die Erbsubstanz des Virus schützt. Dadurch deaktiviere die Lösung das Virus und mache es unschädlich.

Hygiene-Tipps für die hauseigene Wäscherei

In der hauseigenen Wäscherei sollten Arbeitsflächen regelmäßig mit einer Oberflächendesinfektion gereinigt werden. Außerdem ist es laut Wendlinger es wichtig, die Arbeitsbereiche in der Wäscherei in einen reinen und einen unreinen Bereich zu trennen. Für besonders reine Wäsche, empfiehlt Klasse Wäsche auf industrielle Waschmaschinen zu setzen, da herkömmliche Haushaltsmaschinen keine Desinfektion leisten können. Dazu benötigt es einen Waschgang mit thermischer oder chemo-thermischer Desinfektion. Bei ersterem können handelsübliche Waschmittel verwendet werden, während bei der chemo-thermischen Desinfektion ausschließlich gelistete Produkte entsprechend der Vorgaben vom Verband für Angewandte Hygiene (VAH) sowie des Robert-Koch-Instituts (RKI) verwendet werden sollen.

“Moderne industrielle Waschmaschinen bieten darüber hinaus das sogenannte Desinfektionsspülen. Dabei wird nach dem eigentlichen Desinfektionswaschprogramm auch das Wasser zum Spülen auf über 60 Grad Celsius erhitzt, um eine Rekontamination der bereits desinfizierten Wäsche durch Keime im Spülwasser zu vermeiden”, sagt Christine Klöber.

Die Informationsplattform rät außerdem zu Folgenden:

  • Decken Sie frisch gewaschene Wäsche ab.
  • Entkalken Sie die Maschinen regelmäßig mit professionellen Entkalkern. Dieser Prozess hilft auch, die Maschine von Bakterien zu befreien.
  • Lassen Sie die Türe oder Luke zur Trommel offen stehen, damit die Maschine zwischen den Nutzungszeiten trocknen und lüften kann.
  • Waschmaschinen nicht überfüllen. Oberhalb der Wäsche sollte eine Handbreit Freiraum sein.
  • Auch Einspülkammern und Bullaugen der Waschmaschine müssen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
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