Infinity Munich MICE-Comeback mit maßgeschneiderten Lösungen

Infinity Munich Unterschleißheim; GM Erik van der Bergh (Bild: Infinity Munich)

Der Dehoga Bayern konnte in dieser Woche weitere Lockerungen im MICE-Segment durchsetzen, von denen auch das größte Konferenzhotel in Süddeutschland profitiert. So steht in der kommenden Woche im Infinity Munich erstmals wieder eine Veranstaltung mit 250 Personen auf der Agenda, für deren Planung nicht nur beim Thema Hygiene hoher Aufwand betrieben wird. GM Erik van den Bergh erklärt im Gespräch mit Tophotel darüber hinaus, warum es hilfreich war, dass der FC Bayern nach dem Re-Start gleich mehrere Wochen zu Gast war.

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Im Jahr 2018 feierte das Infinity Hotel and Conference Resort Munich Unterschleißheim seine großzügige Erweiterung um Logis-, Spa- und Konferenzbereich. 2019 wurden sogleich alle Umsatzerwartungen übertroffen und auch Anfang 2020 waren die Auftragsbücher prall gefüllt. Wie in allen anderen Hotels der Republik folgte im März eine beispiellose Stornierungswelle, die den Betrieb von heute auf morgen komplett stilllegte. Mittlerweile hat das Viersternehotel im Norden von München seinen Betrieb wieder aufgenommen und führt erste Tagungen durch. Der Corona-Schock weicht langsam einem Hotelalltag unter neuen Vorzeichen.

Hybride Meetings stehen aktuell im Infinity noch nicht im Fokus, wie General Manager Erik van den Bergh erläutert: „Wir haben zwar sehr schnell mit unserem Technikpartner ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet, dies hat allerdings noch keine große Resonanz hervorgerufen.“ Stattdessen sei es zielführender und mehr denn je im Sinne der Kunden, für jede Veranstaltung ein individuelles Konzept maßzuschneidern. „Man merkt derzeit, dass jeder Veranstalter sehr spezifische Fragen hat, die es zu beantworten gilt. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass – anders als bei Freizeitreisenden – die Kunden up to date sind, was die Auflagen und Lockerungen seitens der Landesregierung betreffen. Diese gilt es kontinuierlich einzubeziehen und mit unseren räumlichen Gegebenheiten in Einklang zu bringen.“

Als Beispiel nennt der Gastgeber des Infinity jene drei kleineren Tagungen, die am Mittwoch gleichzeitig in seinem Haus stattgefunden haben und die aufgrund der Weitläufigkeit des Konferenzhotels problemlos voneinander fern gehalten werden konnten. „Momentan können wir gewährleisten, dass sich die Gruppen überhaupt nicht begegnen, was seitens der Kunden natürlich als Pluspunkt angesehen wird.“ Anders ist die Situation in der kommenden Woche. 250 Personen werden zu einer Veranstaltung erwartet, die in fünf Räumen gleichzeitig bespielt wird, wobei jeder Teilnehmer einmal in jedem Raum zugegen sein wird. Auf gastronomischer Ebene soll tagsüber ein Take-away-Konzept mit unterschiedlichen Abholpunkten zum Tragen kommen. Ein Event in dieser Größenordnung ist derzeit ein Meilenstein und gibt dem Management viel Zuversicht für die kommenden Monate.

GM van den Bergh ist sich sicher, dass sich individuelle Lösungen für jene Veranstalter finden lassen, die an größeren Events Interesse haben und gewillt sind, zusammen mit dem Hotel ein passendes Konzept auszuarbeiten. Auch deshalb, weil die Behörden dem Antragsteller bei Vorlage eines fundierten Hygienekonzepts keine Steine in den Weg legen. Entsprechend optimiert das Hotel seinen Außenauftritt derzeit und informiert via LinkedIn oder per Video über die Platzverhältnisse im Tagungsbereich, die zahlreichen Trennwände oder das innovative Lüftungskonzept, das mehrfach pro Stunde einen vollständigen Luftwechsel mit 100 Prozent Frischluftanteil garantiert.

Der Wiedereinstieg ins Geschäft unter Coronabedingungen erfolgte Im Infinity übrigens unter besonderen Umständen. Denn: Die ersten Gäste des Hauses waren Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Co., da der FC Bayern das Hotel in Unterschleißheim als Quarantäne-Hotel im Rahmen des Re-Starts der Bundesliga wählte. Die Anforderung seitens des DFL an Hygiene und der Wahrung des Abstands waren äußerst umfangreich, sodass das Infinity-Team schnell Laufwege, Zimmerreinigung, Desinfektionen etc unter den neuen Bedingungen optimieren konnte. Sowohl der FCB als auch das Hotel haben davon nachhaltig profitiert.

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