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Start Brands News HR: Das sind die aktuellen Recruiting-Trends

HR Das sind die aktuellen Recruiting-Trends

Das Thema künstliche Intelligenz war im Jahr 2017 auch im Recruiting zentral. Sind Recruiter aufgrund der zunehmenden Automatisierung daher bald arbeitslos? Wohl eher nicht, denn der aktuelle Trend zur Individualisierung des Bewerbungsprozesses wird immer wichtiger und verlangt Personalern viel Handarbeit ab.

Übernehmen in naher Zukunft die Roboter das Recruiting? Noch beantwortet Steffen Michel, Geschäftsführer von MHM HR, diese Frage ganz klar mit »nein«. »Fakt ist, dass in Deutschland schon per Gesetz ein voll automatisiertes Recruiting nicht möglich ist – ganz davon abgesehen, dass künstliche Intelligenz vor allem zwischenmenschliche Kommunikation noch nicht entschlüsseln kann. Sie ist lediglich in der Lage zu unterstützen und Recruitern damit Kapazitäten für die notwendige Handarbeit im Bereich Social Media und Bewerberkontakt freizuschaufeln.« Richtig ist, dass künstliche und menschliche Intelligenz im Recruiting immer öfter Hand in Hand arbeiten.

1. Matching-Algorithmen
Im digitalen Zeitalter müssen Bewerber eine Reihe an neuen (digitalen) Kompetenzen mitbringen. Das gilt 2018 mehr als je zuvor. Recruiter stehen dadurch vor der Herausforderung, immer umfangreichere Stellenprofile gegen immer längere Kompetenzkataloge von Bewerbern zu prüfen. Eine Aufgabe, die manuell kaum mehr zu stemmen ist. Abhilfe schaffen hier sogenannte Matching-Algorithmen. Sie können über Filter im Bewerbermanagement-System innerhalb kürzester Zeit riesige Datenmengen abgleichen und eine Vorauswahl an Kandidaten treffen – objektiv und vorurteilsfrei. Recruiter sollten diese Filter jedoch mit Bedacht setzen, damit Interessenten mit ungewöhnlichen Lebensläufen nicht von vornherein durch das Raster fallen. Zudem ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die schlussendliche Entscheidung über Zu- oder Absage von einem Menschen getroffen werden muss.

2. Recruiting-Kennzahlen
Neben Matching-Algorithmen werden 2018 auch Recruiting-Kennzahlen weiter an Bedeutung gewinnen. Intelligente Software-Lösungen können diese per Knopfdruck ermitteln und Recruitern zeigen, wo es im Bewerbungsprozess »hakt«. Denn in Zeiten des Fachkräftemangels ist ein optimierter Recruiting-Prozess entscheidend, um Talente zu gewinnen, bevor dies ein Wettbewerber tut. Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören:
• Time-to-Hire: die Zeit von der Stellenausschreibung bis zur Vertragsunterzeichnung
• Cost-per-Hire: Kosten pro Stellenbesetzung
• Erfolgsrate von Jobportalen: Anzahl von Bewerbungen über die verschiedenen Recruiting-Kanäle.

3. Social Recruiting und Active Sourcing
Nach wie vor spielen auch Social Recruiting und Active Sourcing eine zentrale Rolle im Bewerbermanagement. In vielen HR-Abteilungen werden diese Methoden jedoch noch immer stiefmütterlich behandelt und laufen oft nur »nebenher«. Das Resultat sind ungepflegte Twitter- oder Facebook-Kanäle, die auf potenzielle Interessenten alles andere als attraktiv wirken. Im neuen Jahr sollten Recruiter sich bewusst machen, dass Social Media und berufliche Netzwerke wie LinkedIn längst unverzichtbare Recruiting-Kanäle darstellen. Eine Möglichkeit, um Kontinuität sicherzustellen, sind Redaktionspläne, mittels denen festgelegt wird, wann welche Inhalte online gehen. Vor allem Business-Netzwerke wie LinkedIn eignen sich zudem für Active Sourcing per Direktnachricht. Doch aufgepasst: Auch hier ist Individualität gefragt. Denn bekommt der Kontaktierte das Gefühl vermittelt, dass er lediglich einer von vielen Adressaten ist, sinkt die Antwortwahrscheinlichkeit rapide.

 

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