Hoteliers und ihr Lieblingsplatz Christian Helferich, Hotel Anne-Sophie Künzelsau

Eine Zeitlang ungestört sein – das genießt Direktor Christian Helferich in einer unscheinbaren Ecke seines Hotels in Künzelsau.

Ob zum Runterkommen, als Inspiration oder als Rückzugsort: Jenseits der klassischen Büroräume gibt es in jedem Hotel besondere Winkel und Nischen, die zu Lieblingsplätzen avancieren können – wo auch immer, wann auch immer. Hotelier Christian Helferich über seine „geheime“ Ecke zum Innehalten.

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Ein paar Bücher, ein bequemer Sessel, eine einmalige Ruhe: „Viele im Team kennen diese Nische hier wahrscheinlich nicht“, vermutet Christian Helferich. Aber das sei auch nicht schlimm. Denn am liebsten atmet der Direktor des Hotel-Restaurant Anne-Sophie in Künzels-
au ungestört durch in dieser charmant-unscheinbaren Ecke zwischen drei Zimmern im Haus Komburg, einem der drei historischen Häuser des weitläufigen Hotels. „Manchmal alle sechs Wochen, manchmal seltener, aber eigentlich sollte ich viel häufiger hierherkommen“, sagt der leidenschaftliche Hotelier.

Christian Helferich liebt seine Arbeit in dem Stadthotel mit 50 Zimmern, das Carmen Würth, Ehefrau des Schrauben-Unternehmers Reinhold Würth, 2003 eröffnet hat. Weil er hier mit einem Team, das zu rund einem Viertel aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Handicap besteht, auf inspirierende Weise zusammenarbeiten kann – ein Anliegen von Carmen Würth, die selbst Mutter eines behinderten Sohnes ist. Und weil das Hotel aus vier besonderen Altstadtgebäuden besteht. Damit ergeben sich unzählige Gänge, Abzweigungen, unerwartete Ecken, die entdeckt werden wollen. Ein gefragtes Hotelkonzept – nicht nur bei den Gästen. „Wir haben das Glück, derzeit keine Mitarbeiter zu suchen“, sagt Christian Helferich. Alle Stellen seien bestens besetzt. Und manchmal auch eine Flurnische mit einem zufriedenen, innehaltenden Direktor.

Sylvie Konzack

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