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StartAufmacherHotel Soulmade::Mini-Park mit Überraschungen

Hotel SoulmadeMini-Park mit Überraschungen

Das Businesshotel Soulmade im Norden von München hat ein grünes Herz. Das Gebäude wurde nachhaltig geplant und besitzt im Innenhof einen Mini-Park, der ungewohnte Überraschungen bereithält.

„Wie das duftet“, denkt so mancher Gast, der das Soulmade zum ersten Mal betritt. Das Hotel hat so gar nichts von einem konventionellen Businesshotel, denn es wurde aus Holz und Naturmaterialien gebaut, die für eine angenehme Raumluft und beruhigende Herzfrequenz sorgen. Der Gründer des Hotels, Thomas Schlereth, stammt aus einer Hoteliersfamilie, hat in Innsbruck Architektur studiert und dabei eine große Leidenschaft für Holz entwickelt.

Business geht auch in Ruhe

Da Holz ein klimapositiver Baustoff ist, der nachwachsen kann und dessen Energie und Geruch mit nichts Künstlichem auf der Welt zu vergleichen ist, wurde dies sein bevorzugtes Baumaterial. Die Philosophie des Hauses fasst Schlereth folgendermaßen zusammen: „Mit Soulmade wollen wir zeigen, dass eine andere Art von Businesshotel möglich ist. Für den Gast, wie auch für die Natur. Ein Ort, wo sich Fortschrittlichkeit und innere Ruhe nicht ausschließen, sodass Nachhaltigkeit keinen Verzicht bedeutet, sondern Freude an neuen Lösungen!“

Bei der Planung stand und steht der Director of Development Ole Kloth an der Seite von Thomas Schlereth. Zusammen haben sie ein Unikat geschaffen, das die Gäste dazu auffordert, über die Natur und deren Nutzung nachzudenken. Die urbane, kreative Einrichtung wird von neun Zentimeter dicken Wänden aus Kreuzlagenholz umschlossen, die das Raumklima spürbar verbessern. Die Manufaktur-Betten aus Eschenholz kommen ganz ohne Metall aus. Bodentiefe Fenster, beruhigende Farben und Echtholzböden zeigen, dass hier umweltfreundlich geplant und gebaut wurde. Insgesamt gibt es 139 Apartments mit bis zu 40 Quadratmetern, die mit Kitchenette inklusive French Press und frischen „Direct-Trade“-Kaffeebohnen ausgestattet sind. Ein zurückgenommenes Interior und ausgeklügelte technische Details machen die Zimmer zu begehrten Ruheoasen auch für längere Aufenthalte.

Ein grünes Herz für alle

Viele Gäste sind morgens schon früh auf, obwohl sie noch Zeit hätten. Ihr Ziel ist der „Pocket-Park“, das grüne Herz des Hotels. Der Mini-Park füllt den 1.500 Quadratmeter großen Innenhof des Hotels aus und ist mehr als nur ein grüner Fleck mit ein paar Pflanzen und Bäumen in der Mitte.

Thomas Schlereth hat sich ein außergewöhnliches Konzept einfallen lassen, um auch die kleinste Ecke für die Gäste nutzbar zu machen. „Die Bedeutung des Namens Pocket-Park ist, dass damit die Renaturierung von Leerstandsflächen gemeint ist und man einen kleinen Freiraum im urbanen Kontext schafft, der gärtnerisch gestaltet ist.“ Der Begegnungs- und Bewegungsraum direkt vor der Haustür steht allen offen und überrascht mit ungewöhnlichen Angeboten. „Hier kann der Gast kostenfrei eine Fußreflexzonenmassage genießen, wenn er über die speziell ausgesuchten Isarflusskiesel läuft. Er kann beim Yoga entspannen, in den Hängematten schwerelos arbeiten oder im Sommer die von der Sonne geküssten, heißen Platten genießen“, sagt Ole Kloth. Zurzeit steht dort sogar die Pop-up-Sauna eines Nachbarn, die zu Saunagängen einlädt.

Bei der Planung des Gartens wurde so manche Idee schnell verworfen, weil sie zu klassisch war, zu gewöhnlich, zu langweilig. Thomas Schlereth hatte dazu immer eines im Blick: „Bloß keinen weiteren Hotelgarten mit englischem Rasen, Rosenbögen oder festen Sitzgruppen! Wir wollten wildere Natur und Gräser, die sich schon bei einem Hauch von Wind bewegen. Wir haben bewusst auf verschiedene Baumarten als Schattenspender gesetzt und dabei das natürliche Farbfeuerwerk zum Herbst genauso eingeplant wie das Erwachen des Lebens im Frühling durch die ersten Knospen und Blätter.“

Um die Pflanzen wie auf einer Theaterbühne zu präsentieren, wurde die Terrasse des Hotels tiefer als der Pocket-Park gesetzt. „Damit haben wir den Blickwinkel der Gäste verändert“, so Ole Kloth. „Statt von oben auf die Bodendecker zu schauen, erhält der Betrachter einen horizontalen Blick darauf und bekommt das Gefühl, unter einem Baum zu sitzen.“ So entsteht die Illusion einer erhöhten, ebenen Landschaft. Da es keine Befestigungen für die Sitzgelegenheiten gibt, können die Gäste ihre Position beliebig variieren.

Auswahl der Pflanzen

Bei der Auswahl der Pflanzen spielten die Haltung und die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. „Wir haben auf heimische Pflanzen mit einer hohen Toleranz für klimatische Herausforderungen gesetzt“, sagt Ole Kloth. „Das Ziel war, keine Wasserverschwendung zu forcieren, sondern der Natur Raum zu geben – auch in der Bewässerung. Wir müssen unseren Pocket-Park praktisch nie zusätzlich gießen, was unserem Ziel, nachhaltig zu agieren, sehr entgegenkommt.“ Deshalb wurde bewusst auf einen Außenwasseranschluss verzichtet. Die Pflanzenwelt entspricht auch deswegen den lokalen Begebenheiten, um eine gewisse Authentizität zu erreichen.

Exoten müssten im Winter ausgelagert werden und würden nur eine schlechte Kopie von südlichen Zielen abgeben. „Wir haben einen Landschaftsgärtner beschäftigt, der alle paar Monate nach dem Rechten schaut“, erläutert Ole Kloth. „Da bei uns auch Wildwuchs gewollt ist, wird kaum zurückgeschnitten – außer im Frühjahr. Für die Bäume gibt es selbstverständlich jedes Jahr eine Pflegewoche, in der hauptsächlich nach
Totholz geschaut wird, damit niemand darüber stolpert.“

Fußmassage inklusive

Das Highlight des Pocket-Parks ist – statt gewöhnlichem Rasen – ein Pfad mit Isar-Flusskieseln. Die Steine sind durch die Reise von den Bergen bis in die Isarflussbetten rundgeschliffen und haben eine glattpolierte Oberfläche. „Die Kiesel zeigen ein ganz besonderes Farbenspiel und bestehen hauptsächlich aus Gestein der Jura- und Triaszeit“, sagt Ole Kloth. „Der runde Schliff durch das Wasser macht diesen Stein so wohltuend für die Füße. Der Kieselweg schlängelt sich wie in einem Flussbett an den Pflanzungen vorbei und hilft uns ganzjährig, eine nutzbare und beruhigende Atmosphäre zu schaffen“.

Wer einmal die Schuhe ausgezogen hat und ­barfuß über die Kiesel gelaufen ist, vergisst die wohltuende Fußsohlenmassage nicht mehr. Durch die Bewegung der Füße wird der Körper mobilisiert, und es entsteht eine Art Reflexzonen-Effekt, der ganzheitlich wirkt. Für diese besondere Form der ­Entspannung muss niemand das Hotel verlassen. Der „Trip“ kann zu jeder Tageszeit und schnell mal zwischendurch absolviert werden. „Die Erfahrung zeigt, dass die Gäste den Kieselweg gerne in Anspruch nehmen und als Highlight ihres Aufenthalts empfinden. Wer läuft, hat gute Laune“, stellt Ole Kloth fest.

Corona macht Lust auf Natur

Obwohl das Hotel tatsächlich nicht nah an der Natur liegt, kommen die Gäste gern wieder, weil ihnen „der Bezug zur Natur im und am Haus“ wichtig ist. „Schon vor Corona hatten wir einen gut frequentierten Pocket-Park“, sagt Ole Kloth, „denn die Stammgäste sehen den Mini-Park als wichtigen Bestandteil ihres Aufenthalts. In den aktuellen Coronazeiten ist der Bedarf eher größer als kleiner geworden. Schnell mal raus, Luft holen, über die Kiesel laufen, das hilft.“

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