Hotel Schani Wien Der Serviceroboter muss zurück ins Labor

Der Serviceroboter im Hotel Schani Wien ist nach zweimonatiger Testphase im Hotel erneut ins Labor nach Stuttgart zurückgekehrt. Aufgrund des gesammelten Feedbacks in der Lernumgebung werden nun die letzten Einstellungen bei Mojin Robotics gemacht. Die Arbeit im Hotel Schani wird erst in ein paar Monaten fortgesetzt, bis dahin muss der Roboter einiges lernen, um die Gäste zu begeistern.

Mit dem Einsatz des Serviceroboters folgte das Hotel Schani Wien seinem Anspruch, ein lernendes Hotel zu sein und neuen Technologien eine Plattform zu bieten. Demzufolge wurde in Kooperation mit dem Future-Hotel-Projekt des Fraunhofer IAO bereits bei der Eröffnung im Jahr 2015 auf einige Innovationen gesetzt, 2017 kam der Bitcoin-Automat und zuletzt der Roboter in der Hotellobby hinzu. Nach einer langen Suche nach dem richtigen Roboter hat sich das Management von den Schani Hotels für den „Care-O-bot 4“ des Start-ups Mojin Robotics entschieden. Dieser zeichnete sich durch die vielseitigen Anwendungsoptionen aus, die in den letzten Monaten in der Lobby des Hotels getestet wurden.

Auf Basis der Erkenntnisse dieser Entwicklungsphase kehrte der SchaniBot im November zunächst zurück ins Labor nach Stuttgart, um dort für den nächsten Einsatz weiter optimiert zu werden. „Nach einer Entwicklungsphase von zwei Monaten haben wir erkannt, dass der SchaniBot für den Einsatz in der Hotellobby noch nicht bereit ist. Geplant war eine Frage-und-Antwort Funktion für den Hotelgast, die aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht reibungslos ausgeführt werden konnte. So entschieden wir – gemeinsam mit den Entwicklern –, den Roboter zunächst im Laborumfeld für den weiteren Einsatz zu optimieren. Wir freuen uns auf die weitere Kooperation und seine Rückkehr in ein paar Monaten“, erklärt Benedikt Komarek, Eigentümer der Schani Hotels.

Auf Basis des umfangreichen Feedbacks der Schani-Mitarbeiter und Gäste wird nun aus Gründen der Logistik die Entwicklung des Roboters im Labor in Stuttgart beendet. Parallel dazu arbeitet Mojin Robotics an einem Folgemodell des „Care-O-bot 4“, der über künstliche Intelligenz verfügen und in die Serienproduktion gehen soll. Den Versuch, einen Roboter im Service zu integrieren, sieht Benedikt Komarek weiterhin als realistische Zukunftsvision: „Wir sind bemüht, unseren Gästen innovative Lösungen zu präsentieren, die einen reibungslosen Ablauf garantieren – von der Buchung bis zum Check-out. Daher müssen wir als lernendes Hotel ehrliches Feedback geben und Produkte weiterentwickeln, bis sie unseren Standards entsprechen.“